IT

26.11.2021, IT: USB-C oder Ligthning, Kabelsalat soll abgeschafft werden

Die EU hat eine Initiative eingeläutet, mit der es ab 2023 einheitliche Ladeteile für Smartphones, Tablets usw. geben soll. Das klingt löblich. Die Flut an Netzteilen, die sich in jedem Haushalt angesammelt hat, gilt es zu bekämpfen. Ein einheitlicher Standard ist überfällig. Alles deutet auf den UBC-C-Standard hin. Ein Laie wird sagen: Was spricht dagegen? Sofort umsetzen. Aber Apple zum Beispiel hat ein mittelschweres Problem mit der EU-Idee, hat man doch erst vor einigen Jahren, den verdrehsicheren Lightning-Anschluss eingeführt. Der Technologieriese wird deshalb nicht so schnell kleinbei geben. Jetzt kommt auch noch unerwartete Hilfe für Apple. Jeffrey L. Ravencraft ist der Leiter des USB-Implementerer Forum und leitet die Entwicklung von USB-Anschlüssen. Er ist der Meinung, dass der Entwurf der EU die Entwicklung bremsen könnte. Sein zweites Argument, der Markt könnte das besser regeln, kann ich aber nicht gelten lassen. Der Markt war in Sachen technische Vereinheitlichungen noch nie innovativ. Jeder Player kocht bewusst sein eigenes Süppchen und möchte im Sinne seiner Umsatzerzielung seine eigenen Kabel und seine eigenen Netzteile verkaufen. Druck von oben wird hier etwas bewirken. Was das Laden von Geräten angeht, wird sich USB-C durchsetzen. Wenn sich Apple und Co. davon nicht überzeugen lassen, dann wird es Adapter geben. Die Anschaffung dieser kleinen Adapter ist dann immer noch ökologisch sinnvoller als das ständige Kaufen neuer Netzteile.

11.11.2021, Datenschutz, Eisen und Magnesium

Datenschutz I

Dass wir von unseren Mobiltelefonen ausgespäht werden, halte ich für erwiesen. Letztens sprach ich über Deetz, den Geburtsort meines Papas. Und ich sprach über die Deetzer, Verwandte die dort wohnen. Drei Tage später bekam ich Werbung von einem Streamingdienst namens „Deezer“. Jetzt erzähle mir noch jemand, dass das ein Zufall ist. Es kann auch nicht sein, dass ich den Betriff „Deetz“ in mein Mobiltelefon eingetippt habe, denn dann hätte die KI anhand der Schreibweise erkennen müssen, dass ich mich keinesfalls für den Streamingdienst „Deezer“ interessiere. Hier war Spracherkennung im Spiel. Ich würde aber nicht Apple an sich verdächtigen, sondern eher die vielen Apps, die auf meinem Mobiltelefon herumlümmeln. Es gibt eine Abhilfe: Die Einstellungen aller Apps anschauen und den Zugriff auf das Mikrofon sperren.

Datenschutz II

Ich nenne ein Beispiel, wie Theorie und Praxis beim Datenschutz weit auseinanderklaffen und die hochgestochenen europäischen und deutschen Datenschutzbestimmungen völlig ihren Sinn verlieren. Letztens war ich beim Arzt. Die Anordnung von Theke und den Warteräumen ist relativ ungünstig. Masken und Trennscheiben sorgen für eine lautere Konversation. Man hört ungewollt ganze Krankenstories mit. Ein alter Neumarkter Fußballhaudegen teilte der Dame hinter der Corona-Trennscheibe sein Geburtsdatum mit, was mich veranlasste, mir seine Kontaktdaten auf meinem Mobiltelefon genauer anzuschauen und den Geburtstag gleich nachzutragen. Ich weiß jetzt, wann ich ihm 2023 zum 80. gratulieren darf. Und der Herr G. kam von der Reha zurück. Freut mich wirklich, dass es Ihnen wieder bessergeht.

Ich dagegen muss bis auf weiteres auf das Blutspenden verzichten. Das war mein Dienst an der Gesellschaft, so eine Art Abbitte leisten für den Umstand, dass ich gesund und zufrieden bin. Leider hat die Kombination Blutspenden und vegetarische Ernährung zu einer Blutarmut geführt und zu einer Eisenkonzentration in meinem Blut nahe der Nachweisgrenze. Jetzt muss ich früh eine Eisen- und abends eine Magnesiumtablette schlucken. Bezüglich Magnesium-Nachschub mache ich mir so meine Gedanken. Deutschland und die Welt haben sich bei diesem Rohstoff fast in Gänze von China abhängig gemacht. Die wiederum haben die Produktion angeblich um 90% heruntergefahren. Aber ohne Magnesium läuft in unseren Körpern und auch in der deutschen Industrie wenig. Der jahrelange Preisdruck in der Wirtschaft, durch uns Verbraucher natürlich maßgeblich angeheizt, hat die Wirtschaft blind und in der Folge vom billigen China abhängig werden lassen. Mittlerweile ist die Rohstoffkrise bedenklich. Ich bin nicht dafür, die Problematik auf die gestörten Lieferketten zu schieben. Das Rohstoffproblem wird sich verstärken. Die Preise werden weiter munter steigen, die Rufe nach staatlichen Hilfen lauter werden. Es bleibt unruhig, in Deutschland.

28.10.2021, Perfekter Service auf dem Mühldorfer Stadtplatz

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Ich hatte lange überlegt, ob es sich lohnt, ein iPhone10 reparieren zu lassen. Akku maustot, Display beschädigt. Ich hätte es auch einfach entsorgen können. Aber es hat nun mal einen gewissen Kultstatus erreicht. Das Modell war nicht lange auf dem Markt. Neu ist es nicht mehr zu haben. Und somit hieß es: Augen zu und durch. Ich wusste schon, dass das eine teure Angelegenheit würde. Immerhin sind 239 Euro kein Pappenstiel. Aber der erbrachte Service des Mühldorfer Handy-Doktors war aller Ehren wert. Innerhalb von 45 Minuten war das Teil repariert und schaut wieder wie neu aus. Zunächst schien es mir bemerkenswert zu sein, dass der Techniker erkannte, dass das iPhone im Ausland schon einmal repariert worden war. Offensichtlich ist es aber ein ungeschriebenes Gesetz, dass ein Techniker, der ein iPhone auseinanderbaut, dort seinen Namen und das Datum hinterlässt. Und das Datum hat kein deutsches Format. Egal, das Teil hat schon einiges erlebt und darf somit weiter aktiv sein. Ein ausgebautes Display hatte ich übrigens auch noch nicht von nahem gesehen. Filigrane Technologie.

04.10.2021 Facebook, Instagram und WhatsApp gestört

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Heute, am späten Nachmittag, fielen mit facebook, Instagram und WhatsApp gleich drei Dienste aus. Wobei diese Beschreibung nicht ganz richtig ist. Vielmehr konnten wir nicht darauf zugreifen. Wer ein wenig googelt, dem wir als Ursache ein falscher DNS-Eintrag genannt. Was zum Teufel ist ein DNS-Eintrag? Die Erklärung dafür ist gar nicht so schwer.

Wir halten unsere Computer für ganz schlaue Gesellen. Aber in Wahrheit sind sie recht stupide. Sie können nämlich nur mit logischen Einsern und logischen Nullern umgehen, also Strom oder kein Strom. Egal, ob wir eine Taste auf der Tastatur betätigen, oder einen Mausklick vollführen, oder Musik hören. Im Computer wird alles mit Bitfolgen erledigt. Strom oder kein Strom, das ist hier immer die Frage, die der Computer für sich selbst immer richtig beantwortet. Deswegen kann er sich im Excel oder bei der Nutzung der Taschenrechnerfunktion niemals verrechnen. Es wird auch niemals vorkommen, dass ich ein A eintippe und auf dem Bildschirm erscheint ein B.

Wenn wir aber in die Adresszeile unseres Browsers www.facebook.de eintippen, dann ist er schon schlichtweg überfordert. Lieber wäre es ihm, wir würden eine IP-Adresse einklimpern wie z.B.: 69.63.181.12. Da würde er – falls die Seite oder der Dienst dahinter existieren – sofort in einen Freudentaumel verfallen und uns zur richtigen Webseite leiten. Denn die Zahlen kann er sofort in Bits und Bytes übersetzen. Die Zahl 12 wird zum Beispiel durch diese Bitfolge repräsentiert: 00001100. Das sind acht Bits bzw. ein Byte. Das linke Bit repräsentiert die Zahl 128, das ganz rechte Bit die Zahl „1“. Stände im ganz rechten Bit auch noch eine eins, dann sprächen wir nicht mehr von der Zahl „12“ sondern von der Zahl „13“. Wäre jetzt auch noch das linke Bit eine „1“, dann hätten wir die Zahl 141 (128+8+4+1) dargestellt. Das zweite Bit ist die Zahl 64, das dritte Bit die Zahl 32, bis wir durch Halbierung ganz rechts bei „1“ angekommen sind. Logik klar?

Was aber tun, wenn wir Menschen uns einfach nicht davon überzeugen lassen, Zahlenkolonnen in Form von IP-Adressen auswendig zu lernen und einzugeben, um unserem Computer die Arbeit zu erleichtern? Hier kommt nun ein dem einfachen User weitestgehend unbekannter Helfer ins Spiel: Der DNS-Server. Weil also unser Computer mit www.facebook.de nichts anfangen kann, befragt er den nächstbesten DNS-Server im Internet. Der wiederum verfügt über eine ewig lange Liste, in der IP-Adressen und die dazugehörigen Klarnamen gematcht sind. Findet er in seiner Liste den Eintrag www.facebook.de, dann schickt er unserem Computer die korrekte IP-Adresse zurück. Unser Computer freut sich wie ein Schneekönig über die Antwort, ersetzt www.facebook.de im Hintergrund mit der IP-Adresse, sendet sie ins Internet und …wartet. Vermaschte Router – üblicherweise von Cisco – stellen jetzt die Verbindung zu Facebook her, die Startseite erscheint. Das passiert alles im Millisekundenbereich.

Wenn aber nun der DNS-Server einen falschen Eintrag hat – was spräche jetzt dagegen, einfach den Eintrag manuell zu korrigieren und alles ist wieder in Ordnung? Warum dauert das schon Stunden? Ganz einfach. Bei Milliarden von Nutzern und Milliarden von Internetseiten reicht ein DNS-Server nicht aus. Er wäre hoffnungslos überfordert. Also teilen sich unzählige DNS-Server, die über die ganze Welt verteilt sind, die Arbeit und versorgen sich gegenseitig mit Informationen. Wenn der von unserem Computer angefragte DNS-Server die Antwort nicht weiß, weil er den Eintrag nicht hat, befragt er flugs einen anderen DNS-Server und wird dadurch selbst schlauer. Will heißen: Ein falscher Eintrag breitet sich auf viele DNS-Server aus. Die Korrektur muss sich ebenso auf allen DNS-Servern „durchsetzen“. Das dauert.

Um meine Theorie zu bestätigen, habe ich nach der facebook-IP-Adresse gegoogelt und diese eingegeben. Ging aber auch nicht. Es kommt somit ein weiteres Problem in Betracht. Ein Konfigurationsfehler im BGP-Protokoll. Dieses sorgt für das korrekte Routing der IP-Adressen (wir erinnern uns: Mittels Cisco-Router…). Der Techniker wollte ich jetzt nicht sein, der durch eine unbedachte Konfig-Änderung dieses Debakel verursacht hat. Eigentlich ist das Internet so genial aufgebaut, dass es keinen Single Point of Failure geben kann. Stimmt faktisch auch. Was kann das Internet mit seinem genialen TCP/IP-Protokoll dafür, wenn Dienste auf den höheren Schichten des ISO-7Schichten-Modells versagen? Nichts.

Seit etwa Mitternacht läuft facebook wieder, und wir werden erfahren, woran es gehangen hat, oder auch nicht… Sollte es ein Cyberangriff sein, könnten die Beteiligten auch der Meinung sein, lieber den Mantel des Schweigens um diese Angelegenheit zu hüllen.

Insgesamt waren das jetzt schwere Stunden für alle Facebook-Nutzer. Stundenlang die Kommentarfunktion im Facebook nicht nutzen können. Eine Katastrophe.

24.08.2021, Auf Grund dieser Mail und mit diesem Absender passiert bei mir rein gar nichts…

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09.08.2021, Den Anspruch beanspruchen…

From: tc@krascsm.ru <tc@krascsm.ru>
Sent: Saturday, 7 August 2021 23:53
To: Recipients <tc@krascsm.ru>
Subject: Anspruch beanspruchen

Hallo. Abschliebende Mitteilung fur die Zahlung des nicht beanspruchten Preisgeldes Wir mochten Sie informieren, dass das Buro des nicht Beanspruchten Preisgeldes in Spanien,unsere Anwaltskanzlei ernannt hat, als gesetzliche Berater zu handeln, in der Verarbeitung und der Zahlung eines Preisgeldes, das auf Ihrem Namen gutgeschrieben wurde, und nun seit uber zwei Jahren nicht beansprucht wurde Der Gesamtbetrag der ihnen zusteht betragt momentan EUR 5.540.225.10. Wir werden sie beraten wie sie ihren Anspruch geltend machen.Bitte setztzen sie sich dafuer mit unserer Deutsch Sprachigen Rechtsanwaeltin in Verbindung Juan Miguel Rodriguez; Telefax: +34 695-019-225, Email: alucasj1930@gmail.com Um Ihren Anspruch geltend zu machen, geben Sie bitte die folgenden Informationen zur Überprüfung an, bevor ich mit der Beschaffung der Dokumente fortfahre. Ich werde auf Ihre E-Mail nach Erhalt Ihrer E-Mail antworten. Ich habe auch die Originalkopie dieses Schreibens als Anhang beigefügt. Das Original finden Sie im Anhang. Bitte laden Sie die angehangte Datei herunter. Die angehangte Datei ist sicher und scannt die PDF-Datei 

Juan Miguel Rodriguez

ANWALT.

29.07.2021, Und wieder sind 40 Mio zu mir unterwegs, danke an den Computerdrehball…

From: Frances Connolly <williamlucaskp@gmail.com>
Sent: Thursday, 29 July 2021 07:08
To: undisclosed-recipients:
Subject: Sie sind ein glücklicher Gewinner meiner Spende

Grüße

Ich Frances Connolly und mein Mann Patrick haben 114,9 Mio. £ im EuroMillions-Jackpot gewonnen. Aufgrund der COVID-19-Pandemie haben wir beschlossen, unsere Stiftung zu nutzen und denen in anderen europäischen Ländern zu helfen 40 Millionen, um denjenigen zu helfen, die auf die eine oder andere Weise von der Pandemie betroffen waren. Um Ihre Lottogewinne zu überprüfen, sehen Sie sich mein Interview an. Und Sie können unsere Geschichten auf dem folgenden Link und auf der Website erfahren:

https://www.bbc.com/news/uk-northern-ireland-55222185

Nach dem Computerdrehball wurden Ihr Name und Ihre E-Mail-Adresse zwischen 20 zufälligen E-Mails von Google, Inc. als Website-Benutzer gesendet; Damit ich Ihnen diese Spende zusenden kann, senden Sie mir bitte die untenstehenden Details.

Ganze Namen:

Telefonnummer:

Alter:

Adresse:

Beruf:

Sobald ich diese Angaben erhalte, lasse ich Ihnen den Kassenscheck vom Kurier zustellen. Ich warte auf deine Antwort. Grüße,

Frances Connolly

11.07.2021, Schnell noch ein Deutsche-Bank-Konto öffnen, damit die Mail einen Sinn ergibt…

Der Bestätigungslink führt übrigens auf die gleiche ominöse Plattform wie die t-online-Mail vom 1.7.2021. Es sind also die gleichen Idioten am Werke.

From: Deutsche Bank <DeutscheBank@museivallodidiano.it>
Sent: Saturday, 10 July 2021 14:08
To: michael.behrens@t-online.de
Subject: Kundeninformation

Bestätigung Ihrer Daten erforderlich! Konto eingeschränkt. Datum: 10.07.2021, Sehr geehrter Kunde, ihr Konto wurde gesperrt. Zur Entsperrung starten Sie bitte den Identifikationsvorgang. Nach Abschluss aller erforderlichen Schritte wird ihr Konto unverzüglich wieder freigeschaltet. Zur Bestätigung, Mit freundlichen Grüßen, Ihre Deutsche Bank, Impressum © Deutsche Bank

09.07.2021, Aus Dieter Rieger wird in der Mail-Adresse plötzlich Dieter ieger…

From: dieter rieger <dieter.ieger@gmail.com>
Sent: Friday, 9 July 2021 00:32
Subject: HALLO

Wie geht es dir ? Ich hoffe, es ist alles in Ordnung ? Mein Name ist DIETER RIEGER und ich möchte mit Ihnen über etwas sehr Wichtiges sprechen, aber es ist nichts Ernstes. Wenn Sie meine Nachricht haben, antworten Sie mir bitte so schnell wie möglich, danke herzlich..

01.07.2021, Puh, ich bin auf deren Liste, klingt gefährlich…,

Der Link geht nach https://eur01.safelinks.protection.outlook.com/?url=http%3A%2F%2Fetsywalker.com%2Fr.php, das Anklicken lassen wir mal lieber bleiben…

From: T-online <kdsoftverify@gmail.com>
Sent: Thursday, 1 July 2021 16:56
To: michael.behrens@t-online.de
Subject: wichtige Informationen michael.behrens

michael.behrens Du bist auf unserer Liste

30.06.2021, Man geht bei dieser zweifelhaften Tat von meiner dringenden Mitarbeit aus, eine schier auswegelose Situation…

From: William Olivia <mh6930402@gmail.com>
Sent: Wednesday, 30 June 2021 16:29
To: undisclosed-recipients:
Subject: Z. Hd.: fonds empfänger,

z. Hd.: fonds empfänger, Wir wurden von der europäischen investmentbank london und dem imf ermächtigt, den grund für die gesetzlich genehmigten unnötigen stundungsgelder zu untersuchen. Während unserer untersuchung haben wir festgestellt, dass ihre zahlung von korrupten beamten einiger banken verzögert wurde, die versuchten, ihr geld auf ihre persönlichen konten umzuleiten. Um die zweifelhafte tat zu stoppen, haben wir mit der europäischen investmentbank london und dem internationalen währungsfonds (iwf) vereinbart, dass wir diese zahlung abwickeln und überwachen können. Ausweglose situationen mit banken und anderen behörden organen vermeiden in strafverfahren. Für ihre zahlung haben wir vom imf eine unwiderrufliche zahlungsgarantie erhalten. Wir möchten sie darüber informieren, dass die europäische investmentbank beschlossen hat, sie mit einem betrag von 1.000.000,00 usd zu entschädigen und per überweisung auf ihr bankkonto zu überweisen. Kontaktieren sie unsere korrespondenzbank-hauptsekretariat frau anna gray mit der untenstehenden e-mail-adresse. E-mail: annagray465@gmail.com Stellen sie sicher, dass sie sich unverzüglich an die oben genannte bank wenden, um die endgültige freigabe und überweisung ihres geldes zu erhalten. Die europäische investmentbank muss ihr geld unverzüglich auf ihr bankkonto überweisen. Wir gehen von ihrer dringenden mitarbeit aus. Vielen dank.

21.06.2021, So viel Segen, ich hätte beim Lesen dieser Schrott-Mail beinahe geweint…

—-Original Message—–
From: AISHA GADDAFI <gracejohnson60000@gmail.com>
Sent: Monday, 21 June 2021 02:29
To: undisclosed-recipients:
Subject: Liebster Freund,

Liebster Freund, Im Namen Gottes, des gnädigsten, barmherzigsten. Friede sei mit dir und Barmherzigkeit sei mit dir und Segen sei mit dir. Ich habe die Summe von 27,5 Millionen USD für Investitionen, ich interessiere mich für Sie für die Unterstützung von Investitionsprojekten in Ihrem Land. Mein Name ist Aisha Gaddafi und lebe derzeit im Oman, ich bin eine Witwe und alleinerziehende Mutter mit drei Kindern, die einzige leibliche Tochter des verstorbenen libyschen Präsidenten (dem verstorbenen Oberst Muammar Gaddafi) und stehe derzeit unter politischem Asylschutz der omanischen Regierung. Bitte antworten Sie dringend für weitere Details.

Vielen Dank 

Mit freundlichen Grüßen Aisha

17.06.2021, Thema Rauchmelder

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Gestern war im Vilstalbote ein Beitrag zum Thema Rauchmelder. Da dachte ich mir: Ah, da kennst du dich mittlerweile aus, den Beitrag liest du dir durch. Es war aber vollständig vergeudete Zeit und ein von vorn bis hinten enttäuschender Beitrag. Das Hauptthema war das Q-Label, eine Art Qualitäts-Siegel. Obwohl ich mich mit dem Thema tagelang beschäftigt hatte, war mir das Q-Label nicht aufgefallen. Jedenfalls war der ganze Beitrag einfach von der Seite www.q-certified.eu abgeschrieben und inhaltlich unbrauchbar. Geht man auf die besagte Seite, wird man auch nicht viel schlauer. Was hat das für einen Sinn, mir auf einer Unterseite etwa 100 Rauchmelder zu benennen, die alle q-geprüft sind. Wie soll Ottonormalverbraucher hier zu einer Kaufentscheidung kommen?

Da erzähle ich doch lieber etwas über mein eigenes Projekt und darüber, wie man strukturiert und logisch und nach dem Dreipunkteplan „Situation, Problem, Lösung“ and die Sache herangeht.

Die Vorstellung, gegen gesetzliche Vorschriften zu verstoßen, indem man keine Rauchmelder installiert hat, war – insbesondere aus versicherungstechnischen Gründen – nicht sonderlich beruhigend. Jetzt habe ich etwa 300 Euro für sieben Rauchmelder ausgegeben. Theoretisch sollte ich mit dem X-Sense Wi-Fi Smoke-Alarm XS01-WT das Produkt gefunden habe, dass meine drei Hauptforderungen erfüllt:

  • Austauschbare Batterie
  • Smart (per App überwachbar und wlan-fähig)
  • Abschaltfunktion per App bei Fehlalarm

Irritierend finde ich, dass ein solch hochwertiges Produkt in den Tests im Web nirgends auftaucht. Nur durch intensives Googeln kam ich auf dieses Produkt. Technische Datenblätter sind nicht so ausführlich, wie man sich das vorstellt. Erst eine Kombination der Suche auf verschiedenen Plattformen und Studium einer Menge Kundenrezessionen half weiter. Wobei man auch bei Kundenbewertungen vorsichtig sein muss. Auch da können Trolle unterwegs sein, die im Sinne von Firmen „Eigenwerbung“ betreiben. Weitere Daten:

  • Maße, L x B x H: 7.8 x 7.8 x 4.8 cm
  • Lithium-Batterie CR123A (war mir wichtig, weil ich an diese 10y-Batterien nicht glaube und deshalb das Prinzip der festeingebauten Batterien für falsch halte)
  • Gewicht: 102g

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Erster Eindruck. Die Teile schauen kompakt und sehr technisch aus. Die Bedienungsanleitung im DINA7-Format ist beigelegt, hat 92 Seiten und ist dreisprachig. Ein QR-Code mit dem Link auf eine Web-Seite hätte es aus Umweltschutzgründen auch getan. Und diese Bedienungsanleitung habe ich jetzt siebenmal bekommen, in jeder Box eine. Sechsmal sind direkt in die Papiertonne geflogen. Was für eine Ressourcenverschwendung. Was bei einem iPhone geht – nämlich nichts in die Schachtel zu tun – muss doch auch bei anderem Equipment möglich sein.

Die Installationsmethode kann man sich aussuchen:

  • Mit beigelegtem doppelseitigem Klebestrip an die Decke heften
  • Mit Schrauben und Dübeln befestigen
  • Magnethalterung (als Zubehör dazukaufen, habe ich gemacht, die Magnetwirkung ist super, die Gefahr, dass die Teile von der Decke fallen, halte ich für ausgeschlossen)

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Inbetriebnahme:

Hier war mir wichtig, vor Montage den Rauchmelder und seine Bedienung in- und auswendig zu lernen. So bin ich vorgegangen:

  • Laden der Tuya-Smart-App im Applestore.
  • dazu schaltet man am einfachsten die qr-scanner-app am Mobiltelefon ein und richtet die Kamera auf den QR-Code im User-Guide aus
  • der QR-Code wird erkannt, es öffnet sich der App-Store und man kann die App installieren
  • Man muss ein Konto anlegen:
  • Username: Die eigene Mailadresse nehmen
  • Passwort: Festlegen, eintippen und sich merken
  • Batterie einlegen. Effekt: die blaue LED unter der Test-Taste blinkt zunächst rot und dann blau, was die Aktivierung anzeigt. Nach Zeit erlischt die blinkende blaue LED
  • Ersten Rauchmelder hinzufügen (jetzt wird es interessant)
  • App starten und das „+“-Zeichen antippen
  • jetzt entfaltet die App alle ihre Möglichkeiten als Smart-Control-Home-Überwachungssoftware
  • wir beschäftigen uns aber nur mit den Rauchmeldern und wählen „Sensors“ aus. Hier wiederum gehen wir zu „Smoke-Sensors“
  • jetzt kam eine klitzekleine Irritation auf, weil die App nicht sofort auf mein WLAN zugreifen konnte. Mein iPhone war nicht auf den automatischen Zugriff von Apps eingestellt, die App erkennt das und führt mit einem Tastenklick zur richtigen Einstellung
  • das WLAN wird nun erkannt und das WLAN-Passwort abgefragt
  • nach Verbindung muss der hinzuzufügende Rauchmelder immer noch blau blinkend sein. Nach Einlegen blinkt er aber nur drei Minuten. Man muss in dem Fall die Batterie noch einmal entnehmen und noch einmal einlegen. Ein kurzes Anheben der Batterie reicht da nicht, denn unter der Batterie ist eine kleine Taste, die durch die Batterie nach unten gedrückt wird
  • Nach dem Finden des Rauchmelders „done“ klicken und es werden Informationen wie IP- und MAC-Adresse abgefragt. Den Rauchmelder findet man seltsamerweise nicht als angemeldetes Device in der Fritzbox. Warum das so ist, dafür muss ich noch einmal Gehirnschmalz investieren
  • der Suchvorgang der App nach dem blinkenden Rauchmelder dauerte etwa 20s und führte zuverlässig zum Erfolg

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Hätte man nur einen Rauchmelder, wäre die Sache installationstechnisch zu Ende. Weil ich aber sieben Stück davon in Betrieb nehmen möchte, hat es totalen Sinn, dem Rauchmelder in der App den richtigen Namen zu geben. Also Stiftsymbol benutzen und z.B: „sitting room“ eingeben.

Zum Abschluss der Inbetriebnahme drückt man kurz die Test-Taste. Der Rauchmelder piept dreimal, während die rote LED dreimal mitblinkt. Danach flackert die LED blau (vermutlich wird WLAN getestet), anschließend leuchtet sie kurz blau und erlischt. Am Smartphone kommt währenddessen eine Push-Meldung, die bestätigt, dass am Rauchmelder ein Test durchgeführt wurde.

Thema Vernetzung: Hier habe ich entschieden, die sieben Rauchmelder nicht zu vernetzen. Die Vorstellung, dass nachts um 0300 sieben Rauchmelder mit 85db auf einmal pfeifen und ich vor lauter Verwirrung die App nicht bedienen kann, ist nicht so günstig.

In der jetzigen Konfiguration wird immer nur ein Rauchmelder lospfeifen (falls sich die Rauchentwicklung auf einen Raum begrenzt), der mich dann per App informiert. Egal wo ich bin. Deshalb muss wohl auch die Anmeldung in der App mit eigenem Konto erfolgen. Was aber, wenn ich nicht in der Nähe meines iPhones bin bzw. dieses ausgeschaltet ist, oder dieses im Arbeitszimmer grade vor sich hin lädt, während ich im Schlafzimmer vor mich hinträume und ich den Rauchmelder, der am entferntesten vom Schlafzimmer installiert ist, nicht höre? Jetzt kommt die „Share Device“-Funktion ins Spiel. Alle Familienangehörigen haben die App auf ihrem iPhone und sich mit ihrer eigenen Mailadresse angemeldet. Ich, der ich quasi als admin die Rauchmelder alle aktiviert habe, habe jeden einzelnen Rauchmelder mittels der Mailadressen meiner Familie geshared (freigegeben). Somit werden bei einem Alarm drei iPhones benachrichtigt. Auch die Stummschaltung bei Fehlalarm oder ungefährlichen Dämpfen in der Küche kann jetzt von jedem iPhone aus vorgenommen werde. So hatte ich mir das vorgestellt. Das nenne ich ausgeklügelt. Diese Konstellation gibt mir ein gutes Gefühl.

Wer also das Gefühl hat, bei diesem Wust an angebotenen Rauchmeldern Beratung zu benötigen, der weiß jetzt, wo das Know-how sitzt.

14.06.2021, 18Mio-Spende für den TSV Buchbach in Sicht

Wenn man sich ansieht, an welche meiner Mailadressen diese Mail geschickt wurde, dann sieht es für den Kunstrasenplatz in Buchbach wirklich und aufrichtig gut aus. Aber die Unterscheidung zwischen einem Vor- und einem Nachname – das müssen wir noch einmal üben.

From: Cooper Samuel <gabmarie231@outlook.com>
Sent: Sunday, 13 June 2021 10:11
To: michael.behrens@tsv-buchbach.de
Subject: Michael Behrens

Anwaltskanzlei Cooper Samuel, 501 Union Street Nashville, TN 37919, Telefon: +1615420299, Tele/Fax: +1469423-5200, E-Mail coopersamuel939@gmail.com

Hallo, Ich bitte Sie aufrichtig um Ihre Unterstützung bei der Überweisung von (18,699,800 Millionen Dollar), die mein verstorbener Kunde Ing. Marko Michael . Er ist Bürger Ihres Landes, ehemaliger CEO einer Öl- und Erdölindustrie mit Sitz in den Vereinigten Staaten von Amerika. Sein Bankkonto ruht seit seinem Tod seit Jahren. Er starb ohne Testament am 3. Februar 2017 mit seiner Frau und seiner einzigen Tochter bei einem tödlichen Autounfall auf dem Northbound State Highway. Die Bank hat mir jedoch ein Ultimatum gestellt, einen Begünstigten oder nächsten Angehörigen vorzustellen, der die Gelder einfordert, um eine Beschlagnahme des Fonds zu vermeiden. Ich möchte, dass Sie als gesetzlicher Begünstigter (Next Of Kin) auftreten, da Sie mit meinem Kunden denselben Nachnamen haben, damit dieser Betrag auf Ihr Konto überwiesen wird. Dann komme ich in Ihr Land, Sie und ich teilen das Geld zu 45 % für mich und 45 % für Sie und 10 % für das Waisenhaus. Sobald ich Ihre Antwort erhalten habe, werde ich in Ihrem Namen eine Eigentumsänderungsbescheinigung von der US-Behörde einholen und der BB&T-Bank übermitteln, damit diese diese an Ihre Bank sendet, um zu verhindern, dass Ihre Bank die Herkunft des Geldes in Frage stellt, Ich werde hier als Ihr Anwalt/Vertreter auftreten, um sicherzustellen, dass dieser Betrag rechtmäßig auf Ihr Konto überwiesen wird. Ich garantiere Ihnen, dass dieser Deal im Rahmen einer legitimen Vereinbarung ausgeführt wird, die Sie vor Rechtsverletzungen schützt. Ich erwarte Ihre dringende Antwort mit Ihren vollständigen Daten direkt an meine E-Mail, damit ich weitere Informationen / Fondsdokumente senden werde, um alle Zweifel auszuräumen über die Fondsexistenz. Freundliche Grüße, Cooper Samuel

07.06.2021, Nie wieder Kellerverlies… 

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Seit ewigen Zeiten hocke ich schon in meinem Homeoffice – ich nenne es Kellerverlies – , bestrahlt von blassem Neonlicht, mit einem klitzekleinen Fensterchen, abgeschottet von der realen Außenwelt, verbunden nur durch digitale Einsen und Nullen. Schon etwas länger reifte deshalb der Gedanke, dass sich in meinem Leben etwas ändern musste. Aktion Neuer Mensch. Der Junge braucht frische Luft. Dafür schwirren mir zwei Optionen im Kopf herum. Option Eins ist die Terrasse als neuer Arbeitsplatz. Option Zwei ist der Simsek auf dem Stadtplatz. Heute nutzte ich eine Webinarpause, um mit meinem Equipment nach draußen umzuziehen. Der Kabelverhau ist noch optimierungswürdig. Auch die Frage, wie schnell ich die teure Technik bei einem schnell aufziehenden Unwetter in Sicherheit bringen kann, muss noch geklärt werden. Aber der Anfang ist gemacht. Nie wieder Kellerverlies. Aber: Es gibt noch eine dritte Option. Eine Mischung aus Terrasse und Stadtplatz. Ich denke, dass Option Drei die beste ist.

06.06.2021, Viele Grüssee zurück…

—-Original Message—–
From: Celine Pfeiffer <tarboasommort1989@gmx.net>
Sent: Wednesday, 2 June 2021 15:02
To: matthias.fromme@gmx.net
Subject: Auf Ihrem Konto befindet sich noch Geld das ausgezahlt werden muss!

Guten Tag, Es steht noch eine Zahlung aus über 24680 Euro, die bisher noch nicht gesendet wurde. Bitte teilen Sie uns mit wie wir Ihnen die Zahlung schicken sollen. Sie können die Zahlungsmethode hier auswählen: <https://www.google.de/url?sa=t&url=http%3A%2F%2Fndhrzfm.ru%2F&usg=AOvVaw1NfhUnLXJSGloRb4YZM_QE&gt;

Die Mitteilung erfolgte bereits einmal zuvor, bisher ging allerdings noch keine Antwort ein. Bitte hier auswählen: <https://www.google.de/url?sa=t&url=http%3A%2F%2Fndhrzfm.ru%2F&usg=AOvVaw1NfhUnLXJSGloRb4YZM_QE&gt;

Bitte nicht vergessen das kurze Formular auf unserer Webseite auszufüllen damit wir das Geld auch auszahlen können!

Viele Grüssee

Celine Pfeiffer

unsubscribe <https://www.google.de/url?sa=t&url=http%3A%2F%2Fndhrzfm.ru%2F&usg=AOvVaw1NfhUnLXJSGloRb4YZM_QE&gt;

04.06.2021, Zu Ihrem Erfolg…, auch mal ein interessanter Abspann.

From: Anna Graf <birthtithepu1985@gmx.de>
Sent: Friday, 4 June 2021 04:34
To: h._heine@web.de
Subject: WICHTIG!

Hallo, Wir haben mehrmals versucht, Sie telefonisch zu erreichen aber bisher hat uns niemand zurückgerufen. Es geht um die Einzahlung von €12800, die bei uns noch nicht geltend gemacht wurde. Klicken Sie hier, um Ihre Zahlung zu erhaltenUm das Geld zu beanspruchen, aktualisieren Sie bitte einfach Ihre Informationen. >> Dies können Sie HIER machen Wenn Ihr Guthaben nicht in den nächsten 24 Stunden beansprucht wird, müssen wir dieses zurück an die Verteilungsstelle geben, um es unseren anderen Benutzern zugänglich zu machen. Zu Ihrem Erfolg, Anna Graf

03.06.2021, Was für ein Schwachsinn…

—–Original Message—–
From: Philip Seidel <tabdabilad1982@gmx.net>
Sent: Thursday, 3 June 2021 02:17
To: bladrix@gmx.de
Subject: Auszahlungsbestaetigung: (1) LETZTE NACHRICHT

Guten Tag, Inaktive Konten räumen wir durch Auszahlung der Guthaben auf. Wenn Sie zwei Monate inaktiv waren, möchten wir, dass Sie sich anmelden, um Ihre (1) Bitcoin-Wertsteigerung zu hinterlassen oder sicherzustellen, dass Ihr Bitcoin-Konto mit Ihrem Bankkonto übereinstimmt.

– Geschätzte Zeit: 2 Minuten

– Wenn Sie nicht auf Ihr Konto überweisen möchten, können Sie Ihr Geld nach Ihrem Wunsch auszahlen lassen.

VERIFIZIERUNG PRÜFEN (HIER KLICKEN) <https://www.google.de/url?sa=t&url=http%3A%2F%2Fcanoveda.ru%2F&usg=AOvVaw03XHldxMKV56oY7qigZRSL&gt;

Aktives Konto: EUR 242,058 <https://www.google.de/url?sa=t&url=http%3A%2F%2Fcanoveda.ru%2F&usg=AOvVaw03XHldxMKV56oY7qigZRSL&gt;

Das Konto wird am 04.06.2021 inaktiv! – Bitte bestätigen (HIER KLICKEN) <https://www.google.de/url?sa=t&url=http%3A%2F%2Fcanoveda.ru%2F&usg=AOvVaw03XHldxMKV56oY7qigZRSL>  <https://www.google.de/url?sa=t&url=http%3A%2F%2Fcanoveda.ru%2F&usg=AOvVaw03XHldxMKV56oY7qigZRSL&gt;

Am 04.06.2021 wird Ihr Guthaben ungültig und kann nicht mehr ausgezahlt werden!

Mit freundlichen Grüssen

23.05.2021, Wieder einmal die berühmte Kartensperrung

Fast wären die Mailversender ohne Grammatikfehler durchgekommen. Manchmal denke ich, die Angreifer glauben selbst nicht an den Erfolg solcher Pisthing-Mails.

—————————————–

From: BW-BANK <mail5@bw-mail.eu>
Sent: Saturday, 22 May 2021 11:31
To: mail@bw-bank.de
Subject: Karte vorübergehend gesperrt

Verdächtige Aktivität erkannt

Sehr geehrte Kundin/Sehr geehrter Kunde, 

Die Sicherheit bei der Verwendung Ihrer Kreditkarte ist uns sehr wichtig. Um Sie vor missbräuchlicher Verwendung Ihrer Kartendaten zu schützen, setzen wir ein umfangreiches Prüfsystem ein. Leider vermuten wir bei einem Ihrer letzten Kartenumsätze einen missbräuchlichen Einsatz Ihrer Kartendaten. Wir haben deshalb Ihre Karte vorsorglich gesperrt, um eventuelle Schäden zu vermeiden. Jetzt sind wir auf Ihre Mithilfe angewiesen Um die Karte zu aktivieren:

I .Klicken Sie auf den folgenden Link.
II. Beantworten Sie den Fragebogen.
bw-bank.de/onlinebanking

Freundliche Grüße

Bei Fragen und Anregungen zu Ihrer Kreditkarte steht Ihnen der BW-Bank Karten-Service gerne zur Verfügung: telefonisch unter Ihrer Karten-Hotline (siehe Ihre Kreditkartenabrechnung oder Rückseite Ihrer Kreditkarte)
per E-Mail an kartenservice@bw-bank.de schriftlich unter BW-Bank Karten-Service 70144 Stuttgart

Telefon: +49 711 124-0
Telefax: +49 711 124-41000
E-Mail: kontakt@bw-bank.de

17.05.2021, Diplomatenkoffer mit 320kg Money – ganz für mich alleine…

Wo soll ich nur mit 320kg Geld hin. Ich habe dankend abgelehnt…

—–Original Message—–
From: Colin Clifford <spens41@bellsouth.net>
Sent: Wednesday, 12 May 2021 22:12
To: Recipients <spens41@bellsouth.net>
Subject: Regards The Abandoned Package

Hello Good Friend, I have very vital information to give to you, but first I must have your trust before I review it to you because it may cause me my job,so I need somebody that I can trust for me to be able to review the secret to you. I am Mr. Colin Clifford, head of luggage/baggage storage facilities (Operations, Maintenance, Transportation) here at Los Angeles International Airport – LAX,USA. During my recent withheld package routine check at the Airport Storage Vault last year December 2020, I discovered an abandoned shipment from a Diplomat from London and when scanned, it revealed an undisclosed sum of money in a Metal Trunk Box weighing approximately 320kg. The consignment was abandoned because the Contents of the consignment was not properly declared by the consignee as „MONEY“ rather it was declared as personal effect to avoid interrogation and also the inability of the diplomat to pay for the United States Non Inspection Charges which is $3,700.00. The trunk has since been deposited with a bank after confirmed report, the death of the diplomat, whom report says, he died from Covid-19 complications. So the reason I am contacting you, is for you to act as his next of kin, because you both share the same last name. I will go ahead and pay for the United States Non Inspection Fee of $3,700.00 and arrange for you documents in which you will present to the bank. On completion, the bank will hand over all the money to you by transferring it to your bank account but you have to assure me of my 50% share once you receive the funds. I wait to hear from you urgently and I will appreciate if we can keep this deal confidential. please get back to me via my private Email:( cliff_colind@aliyun.com) for further directives. Thanks, Colin Clifford

18.04.2021, Herzliche Gluckwunsche? Danke. Ich nix beanspruchen von „suplport“

From: T-online <suplport@techis.io>
Sent: Sunday, 18 April 2021 15:35
To: michael.behrens@t-online.de
Subject: michael.behrens, F͏r͏e͏e͏ T͏r͏i͏a͏l͏ O͏f͏f͏e͏r͏ C͏o͏n͏f͏i͏r͏m͏e͏d͏. Beanspruche jetzt!

<https://u20101672.ct.sendgrid.net/ls/click?upn=mTyJnd-2Ff2SEzPBP1HWSuswaGGkXAtpxsrXdpi54YSCb0mHe5hSVKtJj-2Bb3Xf2ZqW-TGK_bDtI7KDv2iix9CwNyAzkTs9fdMm10hossjcFNizyRQ6PEHpU8pAIHmYHtR1MURXFg4GgyWexuzgAkW5sWkSbJ27u4xREVGTdcKS6P28MnoOkvuZDBySkWRzr4w4n5Nk63AaMGLOlj3piO-2FPcw1jGNqlZfN3efzLCEJWEnI4pwK-2FxfgraDd2AB6GJYJ7my9UbjtbldlNLbzmwgU5eJIzcwG8RFInRiHF5DcbGrNIWFzQ-3D&gt;

Herzliche Gluckwunsche! -Ihre Bestellung steht noch aus-

<https://u20101672.ct.sendgrid.net/ls/click?upn=mTyJnd-2Ff2SEzPBP1HWSuswaGGkXAtpxsrXdpi54YSCb0mHe5hSVKtJj-2Bb3Xf2ZqW-TGK_bDtI7KDv2iix9CwNyAzkTs9fdMm10hossjcFNizyRQ6PEHpU8pAIHmYHtR1MURXFg4GgyWexuzgAkW5sWkSbJ27u4xREVGTdcKS6P28MnoOkvuZDBySkWRzr4w4n5Nk63AaMGLOlj3piO-2FPcw1jGNqlZfN3efzLCEJWEnI4pwK-2FxfgraDd2AB6GJYJ7my9UbjtbldlNLbzmwgU5eJIzcwG8RFInRiHF5DcbGrNIWFzQ-3D&gt;

05.04.2021 Deutsche Bank, schwere Bank, äh was wollte ich sagen? Deutsche Sprache, schwere Sprache!

210405-deutsche-bank-fake-mail

28.03.2021, Das ist gleiche eine mehrfach verdächtige Mail…

From: Telekom <SteffenJohn@t-online.de>
Sent: Friday, 26 March 2021 16:12
To: m.u.h.-j.holthaus@t-online.de
Subject: Telekom-E-Mail vorübergehend gesperrt

Ihre Telekom-E-Mail wird aufgrund verdächtiger verdächtiger Aktivitäten vorübergehend gesperrt. Um Ihre E-Mail wieder zu aktivieren, melden Sie sich über den unten stehenden Link an https//www.telekom.de

Dieser angebliche Telekomlink führt natürlich nicht zur Telekom. Dass hinter eine url, die mit  https beginnt, ein „Doppelpunkt“ gehört, das müsste die Mehrheit schon geschnallt haben. Aber selbst wenn er vorhanden gewesen wäre, steckt hinter dem Link natürlich eine ganz andere Adresse, nämlich die hier: https://causechimney.com/tele/btele/index.php. Die klicke ich mal lieber nicht an. Was man aber anklicken kann, ist die verkürzte Version https://causechimney.com. Das sehe ich keine Gefahr drin. Aber selbst da meldet sich schon mein Chrome mit einer Warnmeldung. Die habe ich ignoriert (im Vertrauen darauf, dass die Antivirus-Software meines Laptops schon korrekt reagieren wird). Und siehe da. Man landet auf der Seite causeword.com/order/login.php, die einem vorgibt, auf Dropbox gelandet zu sein. Tatsächlich steht ein pdf-File bereit, dass ich aber natürlich nicht angefasst habe. Der verkürzte Link causeword.com macht mich auch nicht schlauer, somit: Abbruch. Denn weiter ging meine Neugier nicht.

27.03.2021, Mich würde es wundern, wenn jemand hier reagieren würde…

From: Solange Monier <solangemonier@hotmail.com>
Sent: Saturday, 27 March 2021 14:43
To: xxx@yyy.de.de
Subject: DRINGEND : EINEN KREDIT ZURÜCKZAHLEN, ALLE FLEXIBEL.

Hallo Herr / Frau , Wir kommen von einer Stiftung, die seit über 27 Jahren im Finanzsektor Wunder Für die gesamte Deutsche Bevölkerung tut. Es handelt sich um die Stiftung = JBSS FINANCIAL Eine Stiftung, deren Ziel es ist, Allen Personen oder Unternehmen zu helfen, die eine Finanzierung benötigen. Unsere Finanzierungsangebote reichen von 5.000 Euro bis 50.000.000 Euro. Kontaktieren Sie uns für weitere Informationen und für einen Antrag auf Finanzierung über unsere E-mail : contact@jbss-financial.com Mit JBSS FINANCIAL : Die Freiheit, flexibel zu leihen und zurückzuzahlen.

27.03.2021, Sorry, aber das Geschäft wird ohne mich stattfinden müssen. Es tut mir unendlich leid…

From: Jose Mark <claudiadagadou202019@gmail.com>
Sent: Saturday, 27 March 2021 13:34
To: undisclosed-recipients:
Subject: I need your help to claim Mr. Thomas Mueller funds.

Hello, My name is Jose Mark. Am in need of the help of a trustworthy person resident in Germany to help me retrieve a very good friend’s funds (which are quite substantial) from Yorkshire Bank UK, we estimate the amount to be in the region of Two Million, Five hundred thousand Pounds Sterling. He passed away without any next of kin and with our being in jobs which require us to be here full time, I require your help and time for which you will be duly compensated, my friend has a Swiss citizenship which is why we are having so much trouble accessing what is rightfully ours. My wife and I both intend to move to Berlin as soon as this matter is resolved to begin our retirement. Please let me know if this is something you would be interested in Kindest regards, Jose.

19.03.2021, Lieblose Mail

Wieder eine derart lieblose Mail, die einen so traurig macht, dass man fast so weit ist, eine Spende zu überweisen. Aber darauf läuft es ja tatsächlich auch hinaus… Nein, auch diese Mail kann mich nicht überraschen.

From: Email <schurrgunter3@t-online.de>
Sent: Friday, 19 March 2021 02:05
To: aasdsdaa@gmail.com
Subject: Spende

Hallo, diese Nachricht könnte Sie überraschen. Sie wurden zufällig ausgewählt, um eine Spende zu erhalten. Bitte kontaktieren Sie den Spender/die Stiftung ( info@andrewclarkfoundation.com ) für weitere Informationen.

17.03.2021, Und täglich grüßt das Murmeltier…

Diesmal ist eine zusätzliche „Sicherheitsherausforderung“ notwendig… Ah ja. Die angegebenen Links habe ich vorsichtshalber entfernt. Sie führen auf bit.ly. Und damit wird die eigentliche Adresse verschleiert, denn bit.ly ist ein URL-Shortener. Again what learned. Auch so eine Schmutzmail kann den IT-Horizont erweitern. Aber es bleibt dabei: Die Macher geben sich überhaupt keine Mühe mehr. Alles so lieblos. Beleidigend.

From: Telekom <websource@t-online.de>
Sent: Tuesday, 16 March 2021 12:40
To: noreply@telekom.de
Subject: Sicherheits-Check für Ihren Telekom Login

 

Guten Tag, Wir haben Ihr Festnetzkennwort geändert. Um Ihre Sicherheit zu gewährleisten, ist eine zusätzliche Sicherheitsherausforderung erforderlich: Melden Sie sich sofort unter Kundenservice n, um weitere Informationen zu erhalten. Zum Schutz Ihrer Daten wird eine obligatorische Sicherheitscheck empfohlen.

Freundliche Grüße

Ihre Telekom

© Telekom Deutschland GmbH

Impressum Datenschutz

17.03.2021, Lottogewinn, diesmal aus Togo/USA

Schon in der Absenderadresse kommt das Wort „hoax“ vor. Aus dem Englischen übersetzt heißt das „Zeitungsente“. So muss man auch die Mail bewerten. Und bei Gewinnen unter einer Million Dollar reagiere ich schon mal überhaupt nicht. Ich schaue mir die Mails nur aus technischer Sicht an. Hier zum Beispiel kommt der Mailinhalt als Bild daher. Das ist schwach, denn das Lottoopfer kann nicht einmal die Links anklicken. Die Vorwahl +228 ist Togo in Afrika – mit einer gefährlichen IT-Nähe zu Nigeria… Und Geld wird nicht etwa überwiesen, sondern kommt mit DHL oder UPS als Bargeld daher. Man fragt sich immer wieder, wer die Zielgruppe dieser Mail-Aktionen ist. Ich jedenfalls nehme mein Recht war, den Gewinn zu „declinen“.

From: Super Lotto Club <hoaxinrenchina@gmail.com>
Sent: Wednesday, 17 March 2021 07:22
To: undisclosed-recipients:
Subject:

210317-lotto-win

15.03.2021, Und weiter geht das fröhliche Scheffeln von Millionen Dollar… Immer her damit…

From: drukarka@tkomp.pl <drukarka@tkomp.pl>
Sent: Monday, 15 March 2021 08:26
To: Recipients <drukarka@tkomp.pl>
Subject: Spendenangebot

Mein Name ist Sheryll Goedert (geschäftsführendes Mitglied von Vacation Life LLC). ich Ich bin der Gewinner des Powerball-Jackpots in Höhe von 396,9 Millionen US-Dollar. Ich habe am 29. Januar gewonnen. 2020. Dieser Gewinn ist ein Segen, deshalb haben wir beschlossen, der Gesellschaft etwas zurückzugeben Das heißt, wir benachrichtigen Sie offiziell, dass Sie gewesen sind ausgewählt als einer der Begünstigten von 2020 VACATION LIFE LLC Social Verantwortung Cash Aid Programm. Ihre E-Mail-Adresse wurde vom Topaz Ballot System zufällig ausgewählt. Sie haben von VACATION LIFE LLC die Summe von 1.500.000 USD erhalten. ich Ich hoffe nur, dass Sie anderen in Ihrer Umgebung helfen können. Senden Sie mir eine E-Mail an (sheryll@goerdert.com), um weitere Informationen zu erhalten gespendeter Betrag

13.03.2021, Und wieder ist ein Millionenbetrag im Anmarsch…

From: Robert Quigley <bensonrumba@outlook.com>
Sent: Saturday, 13 March 2021 22:13
To: michael.behrens@tsv-buchbach.de
Subject: Michael Behrens

Name: John R. Quigley RECHTLICH, Rechtsanwalt, Anwalt & Berater. Büroadresse: 2 Havelock St, West Perth WA 6005, Australien, E-Mail robertquigley0@gmail.com, Lieber Behrens, Ich bin Rechtsanwalt John R. Quigley, ein Anwalt des verstorbenen Herrn Michael Behrens, ein Staatsangehöriger Ihres Landes und ehemaliger Direktor von (ConocoPhillips Petroleum Services) mit Sitz hier in Australien (West Perth), der ohne registrierte Angehörige gestorben ist. Er hatte ein Konto im Wert von ungefähr (18,7 Millionen US-Dollar) bei der Bank hier in Australien hinterlegt. Bitte senden Sie Ihre Handynummer an meine E-Mail-A1dresse, um weitere Informationen zu diesem Fall zu erhalten. Vielen Dank, Freundliche Grüße, Rechtsanwalt John R. Quigley

Die Mailadresse, die hier benutzt wird, um mich anzuschreiben, soll mich gleich darauf hinweisen, dass ich das Geld an die Fußballer spenden soll… Leider gibt es kein Geld. Die Anrede ist ein wenig spröde: „Lieber Behrens“. Es gibt keine Höflichkeit mehr auf dieser Welt…

06.03.202, Hilfe, jemand hat gestern das Internet gelöscht

Vor zwei Tagen beschäftigte ich mich – mit einem ordentlichen Schuss Sarkasmus – mit den guten alten Litfaßsäulen, die in Neumarkt in neuem Glanze erstrahlen. Gestern kam die Retourkutsche. Für 90 Minuten war das Internet weg. Als Homeofficeworker gab es für mich nur zwei Optionen:

  • Vollständige Entschleunigung
  • Umstellung auf mobiles Internet und brachial weiterarbeiten

Obwohl an einem Freitag die Umsetzung der ersten Option durchaus naheliegend gewesen wäre, tendierte ich zu Option Zwei. Mein Kellerverlies ist für die Vodafone-Strahlung eher undurchlässig. Mit etwas Glück empfange ich hier die eine oder andere SMS. Aber zum Arbeiten taugt das Büro in so einem Fall nicht. Also bewegte ich mich mit samt meinem Equipment ins Erdgeschoss. Hier hatte ich wieder zwei Optionen:

  • Hotspotfunktion des iPhones nutzen
  • SIM-Karten-Slot des neuen Laptops nutzen

Technik-affin wie ich bin, tendierte ich zur zweiten Option. Der Arbeitsdruck war auch nicht so immens. Also entnahm ich unserem Uralt-iPad die Vodafone-Karte und setzte sie im Laptop ein. Die Hoffnung war, dass die Karte automatisch erkannt wird und ich mit ein paar Tastenklicks wieder online bin. Aber das war ein Trugschluss. Nichts passierte. Das Ergebnis der weiteren Recherche war, dass der Laptop einen kleinen Zusatz-Chip benötigt, um die Funktionalität zu ermöglichen. Beim Googeln nach dem Preis – ohne Telekom-Internet fand die Suche zunächst mal über das iPhone statt – traf mich fast der Schlag, 267 Euro für solch eine Minileiterplatte. Im Geiste warf ich bereits die Beschaffungsmaschinerie an. Und während ich so überlegte, funktionierte das Internet wieder.

Der Bericht dazu von heute auf der Mühldorfer Lokalseite ist mehr als dürftig. Ich tat nämlich das Gleiche wie ein frustrierter Mühldorfer. Ich rief die Telekom-Hotline an. Dass es sich um eine Großstörung handelt – und nicht etwa der Bagger das Kabel in der Nähe meines Hauses durchtrennt hat -, das war mir schon nach der Analyse der Fehlermeldung in der Fritzbox klar. Anders als in dem Bericht heute gab es beim Anrufen der Servicenummer aber keinerlei Warteschlange. Nach Eingabe der eigenen Telefonnummer kam genau das, was ich von einem modernen Contactcenter erwarte, nämlich eine Ansage, dass mein Anschluss von einer Störung betroffen ist. Irritierender war dann schon die Ansage, dass die Behebung der Störung bis „am Samstag um 9.06 Uhr“ erfolgt. Ich dachte so zum mir: „Hm, so genau wollte ich es jetzt doch nicht wissen“ und legte auf. Dass die Telekom auf Nachfrage erklärt haben soll, dass den Technikern im betroffenen Gebiet keine Auffälligkeiten aufgefallen sein sollen, das ist ja nun wirklich der größte Unsinn unter der Sonne. Allein schon die Tatsache, dass mindestens in Mühldorf und in Neumarkt das Internet der Telekom weg war, und die Telekom bereits die richtige Ansage geschaltet hatte, ist Auffälligkeit genug.

Wie kann es überhaupt zu großflächigen Störungen kommen? Schauen wir uns die Historie an: Wie so oft waren militärische Überlegungen – hier der Amerikaner – die treibende Kraft für die Entwicklung des Internets. In Zeiten des kalten Krieges (60er Jahre), stand die Forderung im Raum, Daten auch dann sicher von A nach B zu transportieren, wenn irgendwo auf dem Weg von A nach B die russische Wasserstoffbombe einschlägt. Es entstand das „Internet“ in der Form, dass eben verschiedene Wege von Berlin nach Rom führen. Es wurde ein vermaschtes Leitungsnetz geschaffen, womit man in Sachen Leitungsnetz einen SPoF (Single Point of Failure) ausschließen konnte. Und das ist heute nicht anders als vor 60 Jahren. Zusätzlich war ein schlaues Protokoll notwendig, um dieses Netz an Leitungen in den Griff zu bekommen. TCP/IP wurde erfunden. Es ist fast unglaublich, dass dieses Protokoll auch jetzt – nach 60 Jahren – immer noch unverzichtbar ist. Eine derart geniale Erfindung, die solange Bestand hat, ist nur mit der Erfindung des Rades oder des Buchdrucks vergleichbar. Weil viele militärische Entwicklungen auch auf das zivile Leben überschwappen, war es nicht verwunderlich, dass sich alsbald Universitäten vernetzten. Jetzt war der Weg bis zum WWW (World Wide Web) nicht mehr weit. Die erste tolle Funktion war übrigens die E-Mail.

Wir wissen also jetzt, dass ein Bagger, falls er nicht wirklich in der letzten Meile sein Unwesen treibt, dass Internet nicht zum Ausfallen bringen kann. Schauen wir uns noch die aktiven Komponenten an, die das Netz am Laufen halten. Hier handelt es sich vornehmlich um Cisco-Router, die ihren Dienst verrichten. Und diese Router – es dürften weltweit einige Millionen davon geben – so aufeinander abzustimmen, dass das Internet ruckelfrei funktioniert, ist ebenfalls eine großartige organisatorische und technische Leistung. Dutzende Protokolle und weitere Millionen auf der ganzen Welt verteilte Server machen das Leben so angenehm, wie wir es gewohnt sind. Unsere Fritzbox-DSL-Router bilden gewissermaßen den äußeren Rand des Internets. Sie trennen zwischen Internet (WAN) und unserem privaten Hausnetz (LAN). Fazit: Es gibt nichts Genialeres als das Internet, und ich kann nur jedem empfehlen, sich ein wenig mit der dahinterstehenden Technologie zu befassen, damit man wenigstens über ein solides Grundwissen verfügt. Über die IP-Adresse (meistens 192.168.178.1) mittels seines Browsers auf die Fritzbox zuzugreifen, um sich wenigstens die einfachsten Dinge anschauen zu können, ist beinahe eine heilige Pflicht. Und noch eine Binsenweisheit: Die gesamte Datenübertragung funktioniert über „Einsen“ und „Nullen“, oder anders ausgedrückt: „Strom“ oder „kein Strom“. Beispiel: Wir übertragen mittels eines einfachen elektrischen Schalters in einem definierten Zeitraum folgende Stromstöße von A nach B: 00010101. Die andere Seite interpretiert diese acht ankommenden Signale (8 Bits = 1 Byte) folgerichtig als die Zahl 21. Wer dieses binäre Prinzip verstanden hat, hat die erste Hürde genommen. Die zweite Hürde nimmt der, der verstanden hat, dass es neben dem binären System auch ein hexadezimales System gibt. Wird also „1A“ übertragen, interpretiert die Gegenseite dies als Zahl 26. Daher kommt der Begriff der 1A-Lösung…

Im Falle des gestrigen Internetausfalles tippe ich auf den Ausfall eines Großrechners und dem zusätzlichen Versagen von Backup- und Überwachungsmechanismen.

05.03.2021, Unser Mühldorfer Landrat zu den neuesten Beschlüssen der Bayrischen Staatsregierung

01.03.2021, Wieder einmal eine Pishing-Mail

210301-pishing-mail

Ich habe kein Problem damit, ab und an diese etwas lustig formulierten Mails zu bekommen. Ich verstehe auch, dass unsere ausländischen Freunde aus Nigeria, oder wo diese organsierten Banden auch immer sitzen, das Wohlstandsgefälle zwischen Nord- und Südhalbkugel ein wenig ausgleichen möchten. Sie wollen (immer noch mehr) Geld, wir haben Geld. Warum sollte man es mit der Umverteilung nicht einfach einmal probieren. Ok, freiwillig geben wir es nicht her. Es müssen dann halt diese Sparkassenmails sein. Der Link, auf den man hier klicken soll, heißt https://digitlyservices.com/crenelated.php. Der erste Teil zeigt auf eine ganz normale Firmenhomepage, die digitale Services anbietet. Bei dem zweiten Teil wird es schon interessanter. Was passiert, wenn man auf den Link draufklickt – das wollte ich jetzt mal lieber doch nicht probieren.

Wie man heutzutage mit so einer Mail an unser Geld kommen möchte, ist mir schleierhaft. Die meisten Banken- und Sparkassenplattformen arbeiten mit TAN’s. Hierfür ist ein TAN-Generator notwendig. Ohne dem Equipment klappen Überweisungen nicht. Einfach nur unsere Bankdaten bekommen, um Lastschriften zu erzeugen – auch das ist keine Lösung. Lastschriften lässt man einfach zurückgehen. Außerdem denke ich schon, dass die Banken und Sparkassen Sicherheitssysteme haben, die solche bösartigen Lastschriften aus Afrika von vornherein verhindern. Es bleibt also im Dunklen, was die Mail bezwecken soll.

Nehmen wir mal an, dass sich die Angreifer irgendwo im Darknet einen Schwung von Mailadressen aus dem deutschsprachigen Raum beschafft haben. Sagen wir: 1.000.000. Die Erfolgsquote, mit dieser Masche zum Ziel zu kommen, liegt nicht höher als 0,001%. Das sind grade mal zehn Opfer. Mit einem einwandfrei formulierten Text, garniert mit dem richtigen Sparkassen-Look&Feel, könnte man die Rate auf zwanzig verdoppeln und den Umsatz gleich mit, was entscheidend sein kann. Aber nein, da schmeißt man uns eine solche Schrott-Mail vor. Man könnte fast meinen, dass die Angreifer selbst nicht von ihren Zielen überzeugt sind, sonst hätten sie sich stärker bemüht, uns einen ordentlichen deutschen Text zu präsentieren. Aber nicht einmal der erste Satz stimmt.

Von den Kommas ganz zu schweigen. Hier sind wir bei einem Grundproblem und einem meiner Lieblingsthemen. Der Kommasetzung wird viel zu wenig Beachtung geschenkt. Wer Texte veröffentlicht, sollte in dieser Beziehung sattelfest sein. Das hat etwas mit Berufsehre zu tun. Dabei ist die Grundregel doch ganz einfach: Überall, wo man beim Sprechen eine kleine Kunst- bzw. Atempause einlegt, braucht es ein Komma (Vergleiche: Marion Gärtner, Deutschunterricht 1972-1978, Maxim-Gorki-Schule, Freiberg). Beispiel:

„Hätte mir mein jetziger Arbeitgeber in den letzten zwanzig Jahren Monat für Monat deutlich mehr Geld überwiesen (Komma oder nicht? Ja, hier muss das Koma hin) hätte ich mir bei meinem Neumarkter Lieblings-BMW-Händler schon längst ein ganz tolles Elektro-Automobil gekauft.“

Fazit: Einem guten Deutsch wird heutzutage viel zu wenig Beachtung geschenkt.

07.02.2021, IT: Homeoffice-Umbau

Weit vor Weihnachten bekam ich von der Firma einen neuen Laptop zur Verfügung gestellt. Ich wußte, was mir bevorsteht. Es dauerte gefühlte acht Wochen, bis ich heute zufrieden sagen kann: Alle Apps sind installiert, der Neue funktioniert jetzt genauso wie der Alte. Tatsächlich hatte ich es bis heute nicht geschafft, meinen t-online-mail-Account in mein Outlook einzubinden. Erst heute hatte ich eine Stunde Zeit und die Muse, um mich mit dem Passwort-Wirrwarr zu beschäftigen und die Sache glatt zu ziehen. Ein paar physikalische Änderungen waren auch angesagt.

210207-desk-vorherSo schaute die Schaltzentrale vor dem Umbau aus.

210207-desk-nachherUns So schaut das „Zentrum der Arbeit“ jetzt aus. Das Telefon – ein Relikt aus den 00er-Jahren – musste dem Softphone weichen. Die 3cx-Software (zu sehen auf dem linken Screen) funktionierte sofort tadellos. Zugegeben: Auch da brauchte ich zwei Stunden, um es erfolgreich an die Auerswald-TK-Anlage anzudocken. Aber man wächst mit seinen Aufgaben.

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Der neue Laptop nebst Dockingstation ist gänzlich aus dem Blickfeld verschwunden. Zugegeben: So ein aufgeräumter Schreibtisch lässt sich nicht 365 Tage im Jahr realisieren. 

04.02.2021, IT: Pishing-Mails auf Facebook

210204-facebook

Bei der ersten Nachricht von einem (längst vergessenen) Freund auf meiner Freundesliste glaubte ich noch an einen Zufall bzw. einen manuellen Fehler. Aber jetzt kommt pro Tag eine Nachricht, die da heißt: „Schau Mal was ich gefunden habe“ oder „Wann war dieses Video“ mit seltsamen Links. Das System löst eine Kettenreaktion aus. Zugangsdaten werden abgefangen und im Namen der User Pishing-Videos an die gesamte Freundesliste verschickt. Zwei oder drei fallen wiederum auf die Nachricht rein, was eine neue Kette von Nachrichten auslöst. Am PC ist bei mir beim neugierigen Klicken gar nichts passiert. Am Smartphone jedoch entwickelt diese Pishing-Nachricht ihre ganze Wirkung. Man gerät auf eine gefakte Facebook-Seite und wird gebeten, seine Facebook-Anmeldung einzutippen. Wohl dem, der jetzt zögert und bei dem der gesunde Menschenstand nicht einfach ausgeschaltet wird, nur weil eine Nachricht von jemandem aus der eigenen Freundesliste stammt. Denn mit diesen erschlichenen Login-Daten wird auf die eigene Freundesliste zugegriffen und es werden wiederum Nachrichten an alle Freunde verschickt. Es wird dann nicht allzulange dauern, bis sich die Freunde melden und fragen, was das für ein Sch… ist. Auch gerät man auf dubiose Gewinnspielseiten. Was empfehle ich gebetsmühlenartig, um diese Angriffe auf das eigene Profil zu verhindern? Zwei-Faktor-Authentifizierung.

18.12.2020, IT: Briefe per Mail ankündigen? Geht es noch dümmer?

201218-sternenhimmel

GMX wirbt jetzt tatsächlich mit der Super-Lösung. Briefe, die irgendwann in meinem Briefkasten landen werden, als Mail anzukündigen.

Ist das der Weg, den Deutschland in Sachen Digitalisierung beschreiten möchte? Rückständiger geht es ja kaum noch. Richtig wäre es, Briefe ganz abzuschaffen, und mir alles Wissenswerte direkt als Mail zu schicken. Werbepost müsste sowieso ersatzlos verboten werden. Und es gibt Technologien, die auch rechtsicher Behördenpost per Mail übertragen können. Der Gesetzgeber muss es nur wollen. Selbst Greenpeace schickt uns immer noch Briefe, wenn auch wenigsten auf grauem recycelten Papier. Aber selbst das ist Verschwendung von Ressourcen.

Deutschland ist von Digitalisierung so weit weg, wie die Erde von Ikarus. Das ist der mit 9,3 Milliarden Lichtjahre entfernteste bekannte Stern. Rein für die bildungsfernen Schichten: Wenn ich hier eine lichtstarke Taschenlampe Richtung Himmel halte und sie einschalte, dann würde sich das Licht mit 300.000 km pro Sekunde auf die Reise begeben – was relativ schnell ist – und wäre trotz dieser unfassbaren Geschwindigkeit 9 Milliarden Jahre unterwegs, bis es auf Ikarus ankäme.

Weil es unsere Erde als bewohnbaren Planeten in 500 Jahren aber schon nicht mehr geben wird, reicht hier auch der Vergleich mit dem Stern HIP 102152 186f. Der ist 250 Lichtjahre entfernt. Sollten wir also auf die Idee kommen, diesen Stern per Lichtzeichen zu fragen, wie Digitalisierung funktioniert, und dieser Stern würde innerhalb einer Sekunde die Antwort parat haben und uns diese zurückschicken, dann wäre die Antwort in 500 Jahren und einer Sekunde wieder da. Zu spät für unseren schönen Planeten. Bis dahin haben wir auch den letzten Baum gefällt, um bis zum letzten Tag Briefe schreiben zu können.

07.12.2020, IT: Kleines aber feines Feature im Outlook

Ich benutze Outlook schon gefühlte 20 Jahre. Seit Jahren wächst die Mailflut. Mittlerweile handle ich 100 bis 170 Mails täglich. Und damit wächst der Druck, Mails sinnvoll zu archivieren, und dies natürlich nicht im Outlook selbst, sondern zum Beispiel in Gruppenlaufwerken. Ein Vorgang, der heute bearbeitet wird, muss in sechs Monaten noch lückenlos durch jedermann nachvollzogen werden. Und wegen des Stresses muss dies innerhalb von fünf Minuten möglich sein und darf keine lange Recherche verursachen. Nun ist es aber so, dass ein Vorgang manchmal fünf parallele Mailtapeten verursacht. In jeder Mailtapete stecken sinnvolle und sinnlose Informationen. Die Herausforderung ist jetzt, diese Mailtapeten zusammenzusetzen, vor allem zeitlich. Wie startete der Vorgang? Wie endete der Vorgang. Bisher versuchte ich, beim Beantworten oder Weiterleiten von Mails die anderen Mailtapeten zu integrieren. Das war relativ zeitaufwändig. Jetzt habe ich eine kleine, aber feine, Menüfunktion im Outlook gefunden, die mir intelligent weiterhilft, nämlich diese hier:

201207-outlook

Diese Funktion erlaubt es zum Beispiel, eine auf einem PC oder Gruppenlaufwerk im .msg-Format gespeicherte E-Mail genauso zu bearbeiten, wie eine Word-Datei. Man kann andere Mailinhalte hineinkopieren. Man kann die typischen ellenlangen Signaturen löschen, um das Verhältnis von Nutzinformationen zu nutzlosen Information zu verbessern. Dadurch entsteht eine einzige große Mail, in der man von unten nach oben lesend, einen Vorgang komplett verstehen kann. Der Aufwand, Mails zu zusammenzfassen, mag dem einen oder anderen im Vergleich zum erzielten Nutzen zu hoch erscheinen. Meine Erfahrung ist eine andere. Mir hilft das brutal, effizienter zu arbeiten. Und ohne Effizienz würde ich täglich absaufen.

PS: Die Funktion offenbart, wie leicht sich Mails fälschen lassen. Oder andersherum: Mit Verweis auf diese Funktion ist es ein Leichtes, abzustreiten, dass man den Text so überhaupt geschrieben hat. Mails taugen als Beweismittels in dieser Form gar nichts mehr.

02.12.2020, IT-Sicherheit: Have I Been PWned?

201202-datenklau

Heute empfehle ich die Seite https://haveibeenpwned.com zur Nutzung. Sie listet alle bekannten Fälle von Datenklau im Internet auf. Man gibt einfach seine Mailadresse ein und erfährt, inwieweit die eigene Mailadresse „kompromittiert“ wurde. Dazu muss man wissen, dass es weltweit riesige Datenbanken gibt, die unsere persönlichen Daten enthalten. Weil wir irgendwann mal irgendwo online eingekauft, oder bei bestimmten Seiten Accounts angelegt haben. Zu einem Account gehört auch immer ein Passwort. Auch dieses muss irgendwo gespeichert sein. Natürlich werden Passwörter verschlüsselt gespeichert und man kann allgemein davon ausgehen, dass alles mit rechten Dingen zu geht. Aber wo eine Verschlüsselung existiert, gibt es auch immer die Möglichkeit der Entschlüsselung. Der Aufwand ist riesig. Aber die Hackerbanden nehmen die Herausforderung immer wieder an (Geheimdienste natürlich auch). Die Entschlüsselung dauert um so länger und ist umso schieriger, je länger die Passwörter sind. Jedes Zeichen mehr zählt. Eine Verlängerung des Passwortes von 9 auf 10 Zeichen beispielweise potenziert die benötigte Rechenleistung zur Entschlüsselung grade zu.

Das Ergebnis der Abfrage bezüglich meiner privaven Mailadresse brachte fünf Treffer, aber alles nicht wirklich beunruhigend:

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Bei der Abfrage bezüglich einer zweiten wichtigen Mailadresse gab es folgende vier Resultate, die mich aber ebenfalls nicht umhauen:

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Es bleibt bei meiner Empfehlung: Wo immer eine 2-Faktor-Authentifizierung bei der Anmeldung auf Web-Seiten möglich ist – unbedingt aktivieren. Immer wenn es um Geld geht (paypal, amazon, Bank-Accounts) – und da sind Hacker besonders scharf drauf – ist es ein Must-Have.

06.11.2020, iPhone12 – good News, bad News

Ich fand es schon immer sehr umweltbewusst, dass das iPhone ohne jede Bedienungsanleitung daherkommt. Und ich bemängele schon seit jeher, dass ständig diese seltsamen Ohrhörer in der Verpackung stecken. Das Wort „stecken“ ist wörtlich zu nehmen. In allen iPhone-Verpackungen, die sich in meinem Keller über die letzten zehn Jahre so angesammelt haben, stecken die Ohrhörer unberührt noch drin. Eine sinnlose Verschwendung von Ressourcen. Apple geht ab dem iPhone12 beim Verkauf jetzt radikal vor. Headset weg, Netzteil weg. Apple argumentiert nicht ganz zu Unrecht, dass im Laufe der Jahre mit den iPhones 2,2 Milliarden Ohrhörer ausgeliefert wurden. Der Planet ist also gut versorgt. Beim Netzteil wiederum verweist man auf das kabellose Laden. Für mich sind die Entscheidungen alle ok. Bei den Netzteilen wird es in einem Jahr eine Statistik geben, wie wenige Netzteile die Menschheit urplötzlich braucht. Familienintern brauchen wir die Netzteile nur, wenn wir in den Urlaub fahren. Aber auch da nehmen wir nicht die weißen Original-Netzteile mit, sondern ein einziges spezielles Netzteil mit vier USB-Anschlüssen. Das war es. Nur die Kabel braucht es in ausreichender Menge. Aber das Kabel wird ja weiterhin mitgeliefert. Somit: Alles gut. Das Apple sich damit viel Geld spart – akzeptiert. Firmen, Privatleute – wir sind alle auf dem Spartrip. Das ist nichts Ungewöhnliches.

Da aber nichts auf dieser Welt nur positiv sein kann – weil nicht sein kann, was nicht sein darf -, erschwert Apple künftig wohl die Reparatur von Displays und den Ersatz von Akkus. Die für eine nach so einer Reparatur benötigte „Neu-Konfiguration“ benötigte Spezial-App soll – laut iFixit – nur noch autorisierten Partner zur Verfügung gestellt werden. Ein wenig kann ich Apple auch hier verstehen. Mein Erstgeborener brauchte im Frühjahr nach seinem Irland-Zwischenfall ein neues Display. Das Gerät schaute hinterher wie neu aus, aber 100%ig hat es der Techniker dann eben doch nicht hinbekommen. Ab und an „spinnt“ das Display. Es ist nicht dramatisch, man kann es mit einem workaround wieder hinbekommen, aber: Würde man so ein Gerät jetzt verkaufen, wäre der Käufer mit Recht sauer.

26.10.2020, Cloud-Services sind die Zukunft: iCloud for ever!

Seit zehn Jahren telefoniere ich unterwegs mit nichts anderem als iPhones. Ich war damals so stolz darauf, dieses Ding zu besitzen, dass ich vergaß darüber nachzudenken, was man damit so alles machen kann. Denn seit 2011 gibt es zum Beispiel die iCloud. Wäre ich damals schon auf diesen Zug aufgesprungen, hätte ich jetzt ein paar Strukturprobleme weniger. Ich zögerte aber lange Zeit, für Cloudspeicher Geld auszugeben. Bei diesen ständig wiederkehrenden Kosten kommt man sich vor wie in einer Mühle, in der man zermahlen wird. Playstation-Abo hier, Stayfriends-Abo da, Banking-Programm, Xing, Vierensoftware, Microsoft, Spotify usw. Überall wird man animiert, ich würde sagen: beinahe gezwungen, Dinge zu mieten bzw. von Basis- auf Premium-Versionen umzuschwenken und entsprechende Abos abzuschließen. Und das kann sich durchaus summieren. Aber bei iCloud hätte ich den Gegenwert erkennen müssen. Denn nun, zehn Jahre später, stellt sich die Aufgabe, 10000e von Fotos von den gesammelten heimischen Festplatten strukturiert in die sichere Cloud zu bringen. Und wenn man damit schon viel zu spät dran ist, dann muss zumindest das Konzept stimmen. Einfach draufloskopieren ist nicht die Lösung.

Ist die Cloud sicher? Bei den ganz großen Anbietern wie Amazon, Telekom und Apple bin ich überzeugt und sage: Ja. Mich interessiert auch nicht, ob meine Fotos physikalisch in Deutschland, im europäischen Ausland oder in den USA gespeichert sind. Die Synchronisation zwischen allen Endgeräten, und die damit verbundene ständige Verfügbarkeit von Daten – das ist der Schlüssel. Keine händischen Backups mehr von links nach rechts. Das ist mir der eine Euro pro Monat für 50GB wert. Und der Upgrade auf die Family-iCloud mit drei Euro für drei Leutchen, aber nun 250GB bringt noch mehr Platz. Ich ahne aber bereits, dass die 250GB nicht lange reichen. Der Appetit kommt beim Essen. Auch die iPhone-Backups laufen auf der iCloud auf. Die wichtigen Dokumente kommen ebenfalls da drauf. Und wenn das Ende der Fahnenstange irgendwann in Sicht ist, dann heißt es: Upgraden auf 2TB. Hilft ja alles nichts. Einmal Apple-Jünger, immer Apple-Jünger.

04.10.2020, Navi-Karten-Update im Auto

Evi und ich gehören tatsächlich noch zu den Old-Fashion-Autofahrern, die ein echtes, eingebautes Navi-System im Auto bevorzugen. Und wer A sagt muss auch B sagen. Wenn das Kartenmaterial veraltet ist, muss man es updaten. Die jährlichen Kosten sind mit irgendwas um die 60 Euro einigermaßen erträglich. Und immer, wenn wir in den letzten Monaten das neue A94-Teilstück gefahren sind, war es wieder da – das Problem mit der veralteten Karte. Ich wusste natürlich auch, warum ich diesen Update immer weiter hinausgezögert habe. Es ist ein einziger zäher Kampf gegen die Technik. Gehen wir die Arbeitsschritte einmal durch:

  • BMW Connected Drive am Rechner anwerfen, Username und Passwort auftreiben, Update für ein Jahr buchen
  • BMW Downloadmanager auf dem Rechner anwerfen, Username und Passwort finden, ach ja, ist ja die gleiche Kombination, Karte runterladen
  • Erster Fehlversuch: C-Festplatte war zu voll, also erst einmal: Aufräumen und Platz schaffen
  • Download starten, dauert bei 18GB die ganze Nacht, klappt aber
  • ZIP-File entzippen, dauert eine Stunde
  • USB-Stick im Haus finden, der überhaupt die benötigte Größe hat. Formatieren, Dateien Kopieren – dauerte wieder eine Stunde, klappt
  • Hin zum Auto, USB-Stick einschieben – nichts passiert. Menü finden, nichts passiert
  • Fehler finden. Ah ja, vielleicht war es doch ein Fehler, den USB-Stick mit NTFS zu formatieren, also alles neu mit FAT32, wieder alle Dateien kopieren, klappt
  • Wieder hin zum Auto, wieder nichts
  • Fehler finden, hm, vielleicht muss man den Folder weglassen und die Dateien direkt ins Root-Verzeichnis schieben, oder doch gleich das zip-File draufladen? Man wie war das beim letzten Mal gleich wieder?
  • Wieder hin zum Auto: Tatsächlich, USB-Stick erkannt, Update startet aber nicht und zeigt mir stattdessen das Drehrumbum mit den Buchstaben und Zahleneingaben? Ach stimmt, war da nicht noch irgendein Abrufcode einzugeben?
  • Wieder raus aus dem Auto, hin zum zum Rechner, Mail mit dem Code suchen, Gott sei Dank, das Haus verliert nichts,
  • Wieder hin zum Auto. Muss es denn unbedingt ein Code mit 18 Buchstaben und Zahlen sein, allein die Eingabe dauert mit dem Drehrad zwei Minuten. Reicht nicht ein vierstelliger Code? Will uns BMW ärgern? Nein, die 18 Stellen sind völlig logisch. Denn den Code hatte ich ja schon seit 11. September. In dieser Zeit hätte ein Schlauberger den Code erraten können, um sein eigenen Navi upzudaten… Und vier Stellen kann man durchaus erraten, 18 Stellen nicht
  • Ha! Update startet. Die Sache läuft zäh, ich denke mir, da kannst du die Zündung ruhig wieder ausschalten (eingeschaltete Zündung ist schlecht für die Zündspule – habt mein Papa mier früher immer gesagt), aber Fehlanzeige, Update abgebrochen
  • Update erneut gestartet, eine Stunde währenddessen ein paar Englisch-Vokabeln gelernt
  • Update fertig. Erledigt-Meldung an die Frau, Lob abholen. Nachfrage: Und? Ist die neue Autobahn zu sehen?
  • Kehrtwendung, wieder hin zum Auto. München als Ziel eingeben. Und siehe da: Die Autobahn ist NICHT zu sehen.
  • Wieder zurück zum Rechner, alles noch mal überprüft. Falsche Version? Sonstige Probleme zwischen den Ohren? Nein. Traurige Wahrheit: Die Karte ist diesbezüglich nicht aktuell. Man, das gibt morgen einen Anruf bei BMW

Fazit: Ganz abgesehen von dem Fauxpas, dass die Autobahn im Navi mit Abwesenheit glänzt, obwohl das Teilstück vor einem Jahr in Betrieb genommen wurde. Ich arbeite dreißig Jahre in der IT-Branche und halte diese Update-Prozedur für äußerst fragwürdig. 90% aller BMW-Fahrer bekommen das nicht alleine hin. Naja vielleicht wird es mit meiner Anleitung jetzt besser…

10.08.2020, Betrugsmasche bei Ebay-Kleinanzeigen

Der Versuch, über Ebay-Kleinanzeigen etwas zu verkaufen, kann sich wie folgt entwickeln: Sprechen wir hier einmal exemplarisch über ein Akkordeon, das ich für 300 Euro verkaufen möchten. Ein „Käufer“, der eigentlich lieber mein Geld, als mein Akkordeon haben möchte, meldet sich auf meine Verkaufsannonce und teilt mit, dass er sehr stark interessiert ist, aber leider nicht selber vorbeikommen kann, weil er im Ausland ist. Er bittet um Verschickung des Akkordeons und teilt mit, dass er dafür 500 Euro auf mein Konto überwiesen hat. 300 Euro seien der Verkaufspreis, während die restlichen 200 Euro von mir an eine Spedition zu überweisen seien, die das Akkordeon dann abholt. Klingt nach einem Plan, ist aber natürlich nur Abzocke. Zum Beweis für die getätigte Überweisung bekommt man die untenstehende Mail. Nur Minuten später versucht der „Käufer“ mit einer nächsten Mail bereits Druck auszuüben und fragt nach der Überweisung an die Spedition. Wer jetzt überreagiert, den tatsächlichen Geldeingang von 500 Euro auf seinem Konto nicht prüft und die Überweisung anstößt, hat 200 Euro verloren.

Von: UBS Bank® <ubsbankingonline0@gmail.com>
Datum: 15. Mai 2020 um 03:51:33 MESZ
An: xxxxx@t-online.de
Betreff: Informationen zum Abschließen Ihrer letzten Transaktion – Überweisungsnummer: – SW3697112018KMS

 


Der Online-Transferauftrag der UBS Bank® wurde genehmigt.


TRANSFERNUMMER: SW3697112018KMS
sehr geehrter  xxxxxxx,

 

 Sie haben eine Zahlung erhalten €500.00 EUR von Bergel Hartmut .


 Wir haben einen vorübergehenden Einfluss auf die Fonds dieser Transaktion

Wie in den Zahlungseingang und nach New UBS Bank Payment Policy erwähnt, haben wir den Gesamtbetrag (oben) von dem Konto des Käufers, das die Transport- / Versandkosten (Global Shipping Services). Um diese Transaktion abzuschließen und das Geld auf Ihr Konto zu genehmigen. Wir beraten Sie gehen zur nächsten westlichen Union an der Post und senden Sie den Überschuss
 €200.00 EUR 
zum Transportmittel durch westlichen Anschluss und schicken Sie uns eine gescannte Kopie / Fotographie Ihres Western Union Transaktionsbeleg (im .JPG-Format). Die Western Union Transfergebühr wurde bereits zu dem übertragenen Geld hinzugefügt.


HINWEIS: Dies ist wichtig als Sicherheitsmaßnahme, um die Sicherheit dieser Transaktion zu gewährleisten.

 

Nachstehend finden Sie den Namen und die Anschrift der Transportfirma, auf der die Fonds verschickt werden sollen  Western Union .

 

Transportunternehmen (Global Shipping Services)
Agent:
Name:Yusuf Babatunde
Stadt:Addis Abeba
Zustand:Addis Abeba
Postleitzahl: 251
Land: Ethiopia
 
 

 

Ihr Konto wird bei Erhalt der angeforderten Daten entsprechend gutgeschrieben. Das sollte entweder im JPG-Format gesendet werden oder als Details senden

 

Name des Absenders;
Name des Empfängers;
MTCN Nummer;
Betrag gesendet;
Western Union  Empfang; 

Sie können sich an den Kundendienst der UBS Bank wenden 
UBS Bank Und Zitieren Sie die oben Transfer-Nummer für die schnelle Erkennung dieser Transaktion oder Antwort auf diese Nachricht direkt mit dem Antwort-Button in Ihrer E-Mail, um die erforderlichen Informationen zu übermitteln. Vielen Dank für die Verwendung von UBS Bank Online Banking System (Wire Transfer) ®. Wir freuen uns auf Ihre Online-Dienste mit besseren Dienstleistungen in der Zukunft

 

 
Sincerely.
UBS Bank
Executive Vice President

 

©
 

© UBS 1998 – 2020. All rights reserved.

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10.08.2020, Einmal Tränendrüse, bitteschön…

So schaut der Versuch per Mail aus, mit unsereinem „ins Gespräch“ zu kommen. Garniert ist das Ganze mit einer windigen „Kontoübersicht“. Die wahren Absichten werden wir nicht erfahren, denn auf solche Mails antworten wir natürlich nicht, auch wenn eine „Susanne Tedt Stegmeier“ tatsächlich existiert. Statt uns Geld zu geben, werden Sie wohl Geld von uns haben wollen… Es ist immer die gleiche Masche. Vermutlich möchte man vor der ganz großen Transaktion zunächst Gebühren im dreistelligen Bereich haben.

Hallo Liebe Freunde

ich komme aus der Stadt Frankfurt, bin vor zwei Jahren Physiologe im Ruhestand. 
Obwohl ich Sie nicht kenne, aber ich habe keine andere Wahl dies ist der einzige Weg, den ich verwenden kann, um mit Ihnen in Kontakt zu sein.Ich brauche Ihre Zustimmung, da wir heute viele ähnliche Mitteilung empfangen, die sein gerade Leute, die Unsinn auf dem Netz machen. Ich bin in Frankreich und derzeit das Krankenhaus Fernand-Widal unter Aufsicht wegen meiner Gesundheit, die seit mehr als 9 Jahren sehr kritisch ist. Ich habe eine schwere Krankheit und meine Tage auf der Erde sind nach den Ergebnissen meiner medizinischen Analyse heute gezählt, ich möchte einen Vorschlag machen, der Sie interessieren könnte.
Dies ist die Spende des Restes meines Erbes 1.250.000.00 Euro auf mein Aktuelles Bankkonto. Es ist eine Spende, die ich an einen fremden machen möchte, denn seit meiner Geburt habe ich keine Familie, ich wuchs in einem Waisenhaus in Ihrem Land, meine Frau isabelle ist eine unfruchtbare Frau, die wir vorher nicht die chance hatten, tatsächlich Kinder bis zu seinem Tod in diesem Jahr während dieser Pandemie Corona virus. Ich werde Euch dankbar sein, Euch dieses Geld zu geben, das Euch und den Straßenkindern helfen könnte. Ich bitte Sie, es zu akzeptieren, denn es ist ein Geschenk, das ich Ihnen geben und das kommt direkt aus meinem Herzen, denn nach den ärzten habe ich nicht mehr viel Zeit zu Leben, bevor ich sterbe und diese schlechte Nachricht mich aber sehr wütend. Um Sie zu rechtfertigen, dass dies alles wahr ist, werde ich im Anhang eine Kopie meines Kontoauszugs senden, ich habe alle Papiere über mein Erbe. Akzeptiere es, ich bitte dich nur um Gebete im Gegenzug. Ich möchte Ihre Antwort so gut wie möglich Lesen.

Freundliche Grüße

Joachim Siegfried Braun GmbH
Gutleutstr. 151, 60327 Frankfurt
E-Mail: braun.joachim@iiiha.com

Joachim Siegfried Braun betreibergesellschaft Europe GmbH
Sitz: Frankfurt am Main-amtsgericht Frankfurt
Leitung: Susanne Tedt-Steigmeier

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19.07.2020. Der Fehler liegt immer zwischen den Ohren

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Diese Woche hätte ich das Headset Jabra evolve 75e dienstlich echt dringend benötigt, aber nicht verbunden mit dem iPhone, was natürlich immer plug&play ist, sondern in Verbindung mit dem Laptop. Ich wollte von unterwegs aus arbeiten und telefonieren und dieses Teil wäre der Schlüssel dazu gewesen. Damit die Kopplung gelingt, liefert Jabra einen kleinen USB-Adapter mit. Ich habe am Mittwoch echt eine Stunde versucht, diese Konstellation zum Laufen zu bringen – keine Chance. Ich musste aufgeben. Heute hätte ich eigentlich auch etwas viel Wichtigeres zu tun gehabt, als mich in diese Technik zu verbeißen. Aber so etwas vermeintlich Einfaches nicht auf die Reihe zu bekommen, ist immer wie eine kleine Niederlage, die ich nicht auf mir sitzen lassen kann. Das ist wie beim Bergsteigen, wo Bergsteiger bei einer Erstbegehung einer Route einen „Sack hängen lassen“, wenn der Versuch misslingt. Die Info für nachfolgende Kletterer lautet dann: Seid fair, nehmt diese Route nicht, denn ich komme noch einmal wieder und versuche es erneut.

Also habe ich heute weitere zwei Stunden investiert – mit Erfolg. Eigentlich ist das ein Consumer-Produkt. Eine Inbetriebnahme muss für die große Masse spielend einfach sein, sonst ist es für die große Masse ungeeignet. Aber so einfach ist das nicht. Erst die Kombination aus Update der Jabra-Direct-Mgmt-Software auf dem PC und einem Update von USB-Stick und Update des Headsets selbst und Studium der Bedienungsanleitung plus zwei bis drei Aha-Effekten führten zum Erfolg. Dieses wirklich tolle Headset bleibt in seinem vollen Funktionsumfang der Generation 50+ vorenthalten, es sei denn: Man arbeitet in der IT-Branche. Für unsereins gibt es keine Ausreden.

05.06.2020. Cookies – ein mächtiges Marketing-Spielzeug

Ich verstehe ja, dass die Onlineshops und andere Web-Seiten nicht umhinkönnen, sich die Verwendung der Cookies durch uns Surfer erlauben zu lassen. Was ich aber nicht verstehe ist, dass Seiten, auf denen ich schon mehrmals war, mich wieder auf die Cookies aufmerksam machen. Das ist lästig und nervtötend. Ansonsten sind Cookies natürlich ein starkes Verkaufsinstrument. Ein paar Beispiele gefällig?

Ein MAC-User und ein PC-User surfen im gleichen Online-Shop und schauen sich den gleichen Artikel an. Warum ist der Preis für einen Mac-User höher? Ganz einfach. Es wird davon ausgegangen, dass Mac-User betuchter sind.

Ich schaue mir einen Artikel an mehreren Tagen hintereinander an. Ich bemerke, dass der Preis steigt. Warum? Es wird davon ausgegangen, dass mein Kaufinteresse mit der Zeit größer geworden ist.

Ich habe mir einen Artikel in einem Onlineshop angeschaut. Seitdem verfolgt mich dieser Artikel praktisch auf jeder Web-Seite. Es wird davon ausgegangen, dass steter Tropfen den Stein höhlt. Irgendwann werde ich den Artikel schon noch kaufen.

Webseitenbetreiber finanzieren sich über Cookies, indem sie zum Beispiel ein Produkt von Amazon bewerben. Kauft ein Kunde über diesen Link tatsächlich das Produkt, erhält der Webseitenbetreiber eine kleine Provision. Damit Amazon bei der Abrechnung weiß, wer der „Empfehler“ war und wem die Provision gutgeschrieben werden muss, werden die Cookies des Käufers analysiert. Der Fachbegriff heißt „Dritt-Anbieter-Cookies“.

Wenn man dem ganzen Werbemüll entgehen will, sollte man ab und an die „Reset“-Taste drücken, sprich: Die Cookies im Browser löschen. Zudem gibt es einen Inkognito-Modus im Browser, damit man beim Googeln von sensiblen Themen Cookie-frei bleibt. Und Drittanbieter-Cookies kann man generell ausstellen.

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So geht das in Chrome. Aber wie man lesen kann, hat die Löschung von Browserdaten auch ein paar klitzekleine Nachteile. Das Autovervollverständigen in der Adresszeile ist eine sehr bequeme Sache. Und wenn ein paar Bilder einer Webseite schon im Cache des PC’s sind, lädt die eine oder andere Seite beim Surfen etwas schneller. Beim Löschen den Zeitraum einzuschränken, hat auch sein Gutes. Wenn ich heute auf sensiblen Seiten unterwegs war, dann lösche ich halt nur die heutige Historie. Als ich die Cookies heute gelöscht habe, hat er Cookies von 1500 Seiten entfernt. Und eine Seite kann durchaus mehr als ein Cookie setzen. Von zeit.de hatte ich ganze 13 auf meinem Rechner.

02.06.2020. Pishing-Mails – Und wieder lauert der Virus im Anhang

Interessant ist, dass hier eine von mir Anfang 2018 in die Welt gepustete Fußball-Massen-Mail jetzt zu mir zurückkommt. Und das ist schon die zweite Mail dieser Art. Meine Vermutung ist, dass das Mail-Konto von einem der angeschriebenen Trainer geknackt wurde. Alle Mailadressen, die die Hacker da drin gefunden haben, werden jetzt genutzt. Der Link verweist auf eine zip-Datei, die ich mir lieber gar nicht näher anschauen möchte… Neugierig genug wäre ich, aber ich bin nicht verrückt genug.

200602-pishing

22.05.2020, Weiter geht es mit diesen „Irgendeiner-wird-schon-so-dumm-sein-auf-den- Link-zu-klicken“-Mails

From: myHermes.de <info@yamagatahoken.jp>
Sent: Freitag, 29. Mai 2020 19:44
To: michael.behrens@tsv-neumarkt-sankt-veit.de
Subject: Ausnahme: Maßnahme erforderlich

Sehr geehrte Kundin/Kunde, leider konnten wir die Paketnummer 02137160000699 nicht zustellen. Dies liegt daran, dass die von Ihnen angegebene Adresse unvollständig zu sein scheint. Daher benötigen wir weitere Angaben, um einen erneuten Versuch zur Zustellung dieses Pakets zu unternehmen. Status: Nicht erfolgreiche Zustellung: Unzureichende oder fehlerhafte Adresse. Wie geht es weiter? Ihr Paket wurde an unser lokales Lager zurückgeschickt, wo es für die nächsten zwei Werktage aufbewahrt wird. Von hier aus können Sie uns eine aktualisierte oder vollständige Adresse für dieses Paket mitteilen, indem Sie <hier klicken> Für die erneute Zustellung wird eine geringe Gebühr erhoben. Sie können Ihr Paket auch in unserem Lager in Bannwarthstraße 5, 22179 abholen.
Mit freundlichen Grüßen
Hermes
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Wir hoffen, dass diese Nachricht nützlich für Sie war. Wenn Sie jedoch keine zukünftigen E-Mails von Hermes erhalten möchten, klicken Sie hier, um sich abzumelden.

Wenn ich die Absender-Adresse sehe, frage ich mich allen Ernstes, ob das denen ihr Ernst ist, was die da treiben. Bei dem hinterlegten Link https://autopartblog.comapx (ich habe ihn jetzt mal leicht verfälscht, damit nicht doch noch jemand hinklickt) hat sich jemand aber mehr Gedanken gemacht. Der Link soll suggerieren, dass man Autoteile zugeschickt bekommen soll, denn die Seite http://www.autopartblog.com gibt es wirklich, und sie ist wohl seriös. Aber es gibt halt einen beträchtlichen Unterschied zwischen http://&#8230; und http://www&#8230; Und die Adresse Bannwarthstraße 5 in 22179 ist tatsächlich eine Hermes-Adresse. Dass man ganz vergessen hat, Hamburg/Bramfeld als Ort anzugeben – Schwamm drüber… Kann man ja ergoogeln… Dann fahren wir halt mal schnell von Bayern nach Hamburg, um das Paket abzuholen, um die geringe Gebühr zu vermeiden…

22.05.2020, Respektloser geht es kaum noch…

200524-e-mail-pishing

Wenn sich Betrüger bei ihren Pishing-Mails schon gar keine Mühe mehr geben, weil sie uns für total verblödet halten, dann finde ich das äußerst respektlos. Wenn ich schon die Absender-Adresse sehe, von Grammatik ganz zu schweigen. Auch in Nigeria sollte es doch Leute geben, die der deutschen Sprache mächtig sind. Ich empfehle außerdem deepl als Übersetzungprogramm. Die Leute können sich bei mir mal einen „wie-schreibe-ich-vernünftige-mails“-Kurs buchen.

03.05.2020, Outlook: Zeitversetztes Senden von Mails

Eine meiner beliebtesten Funktionen im Outlook ist die Einstellung, dass jede Mail automatisch zeitversetzt gesendet wird. Wie schnell hat man auf „Senden“ getippt und dann merkt man: Ups, Anhang vergessen! Ups, falschen Account benutzt! Ups, wichtige Info vergessen! Ups, Signatur vergessen! Ups, falscher Adressat! Ups, das Allerschlimmste: Im emotionalen Zustand im Ton vergriffen (passiert mir natürlich nicht – die Altersweisheit verhindert dies – goldene 24Stunden-Regel, im emotionalen Zustand wird nicht kommuniziert, übrigens auf keiner Plattform)! Also habe ich eine sogenannte „Gedenkzeit“ von zwei Minuten eingestellt. Die Mail bleibt in der Outbox uns lässt sich während dieser zwei Minuten noch bearbeiten. Einfach genial! Und so einfach geht es, die Regel einzustellen:

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03.05.2020, Spam-Mail. Geht es eigentlich noch blöder?

Diese Mail ist ja nun wirklich total sinnbefreit… Außer einem Begriff. Was heißt UNDP? Es heißt: United Nations Development Programme. Nie gehört. Aber es gibt dieses Programm tatsächlich.

From: Metzger, Jasmin <st107417@stud.uni-stuttgart.de>
Sent: Sonntag, 3. Mai 2020 08:21
To: Metzger, Jasmin <st107417@stud.uni-stuttgart.de>
Subject:

Von: Metzger, Jasmin
Gesendet: Sonntag, 3. Mai 2020 01:15
An: Metzger, Jasmin
Betreff:

UNDP- Herzlichen Glückwunsch – Sie wurden als Gewinner von 850.000 US-Dollar COVID-19 Hilfsfonds für Schadens-E-Mail: agentfeng19@email.ch

13.04.2020, Skype, Skype for Business, Webex, Jitsi und Zoom…

In diesen Zeiten haben Videokonferenzplattformen Hochkonjunktur. Zoom gehört auch dazu. Die einen nutzen es. Die anderen wollen per Sammelklage Geld verdienen, in dem man Zoom einfach mal wegen fehlender Sicherheitsmechanismen verklagt. Gestern habe ich einen facebook-Eintrag gesehen, wo jemand 33 Standardfragen über sich selbst beantwortete. Fazit: Wir geben in den sozialen Medien mehr über uns Preis, als in jeder Videokonferenz. Aber wir, wir möchten ein Produkt von 100%iger Qualität haben, ohne auch nur einen Cent dafür zahlen zu wollen. Das kann nicht funktionieren.

12.04.2020, Strahlungssmog

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Ich weiß nicht, ob es eine gute Idee ist, in Augenhöhe und nur 20m entfernt von einem Mobilfunkmasten eine Verschnaufpause zu machen. Vielleicht strahlt der Mast ja in Richtung Egglkofen, also in die andere Richtung. Man könnte auch die Theorie glauben, dass das Gegenstück der Masten, also unsere Mobiltelefone, weitaus gefährlicher strahlen, weil sie so eng bei uns am Körper getragen werden. Wenn ich zu Hause bin und dran denke, schalte ich mein Telefon auf Flugmodus. Telefonieren, falls das überhaupt mal passiert, erledige ich über Freisprechen, damit ich das Ding nicht ans Ohr halten muss.

14.03.2020, BambooHR für Urlaubsbeantragungen

Das Tool ist richtig gut. Mit dessen Einführung hat sich unsere Firma einem Wust von Excellisten zur Urlaubsbeantragung entledigt. Ein Must-Have für Firmen, die das Wort Effizienz noch buchstabieren können. https://www.bamboohr.com/why-bamboohr/

06.03.2020, Smart-Phones hören mit

Es gab in der Familie schon so einige Verdachtsfälle, dass die Siri-Funktionalität am iPhone mithört und für Werbezwecke genutzt wird. Heute war es dann doch zu offensichtlich. Mit meinen Fußballkindern unterhielt ich mich nach dem Training über Fortnite und die Playstation. Eine Stunde später erhielt ich eine Werbemail von Playstation mit genau diesen zwei Begriffen. Jetzt ist die Frage, ob Apple selbst der Übeltäter ist oder eine (oder mehrere) der vielen Apps, die bei erstmaliger Nutzung immer nach der Erlaubnis zum Zugriff auf Kontakte, Mikrofon usw. fragen. Ich bin allerdings der Meinung, dass ich bei solchen Fragen immer genau hinschaue. Dass Whatsapp Zugriff auf das Mikro braucht, ist schon klar. Bei anderen apps verneine ich dann auch die Fragen. So bequem das iPhone auch ist, so toll es auch unser Leben vereinfacht, es bleibt ein komisches Bauchgefühl zurück.

05.03.2020, Ultimative Tipps für die Outlook-Nutzung: CC-Nutzung

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Mit Outlook hat Microsoft wirklich ein geniales Tool entwickelt, sowohl für den privaten als auch für den Firmenbereich. Dabei sind aber Genialität und Wahnsinn sehr dicht beieinander. Picken wir uns doch einmal eine einzige Funktionalität heraus: Die CC-Funktion. Heißt ausgesprochen: Carbon-Copy und stammt wohl noch aus alten Schreibmaschinenzeiten, wo man so ein blaues (oder war es schwarz?) Kohlepapier und eine zweite Seite einziehen konnte, um gleich eine Kopie mitzubeschreiben.

Im privaten Bereich ist diese Funktion total sinnvoll. Eine Info gleichzeitig an mehrere Leute schicken – nichts könnte besser sein. Im Business-Bereich schaut es aber völlig anders aus. Hier wird CC zur Geißel der Menschheit und wäre mal lieber nicht erfunden worden. Der Drang, mittels CC die täglichen Probleme zu sozialisieren, in dem man so viele Kollegen wie möglich auf CC setzt, ist schier übermächtig und bringt die Inbox zum Platzen. Mit dieser täglichen, explosionsartig, steigenden Mailmenge können viele einfach nicht mehr umgehen. Die scheinbare Lösung ist, links im Verzeichnisbaum jede Menge Folder anzulegen und die Mails dorthin verschwinden zu lassen. Eine Funktionalität, die ich wegprogrammieren würde, wenn ich könnte. Denn das führt eben dann auch zum Verschwinden von Mails und damit von Vorgängen. Jede Firma sollte ein zentrales Ablagesystem für jede Art von Informationen haben. Outlook führt dazu, dass faktisch jeder sein eigenes Ablagesystem betreiben kann. Eine Info, die ich brauche, ist im Outlook von jemandem anderen verschwunden. Wie biete ich diesem Mailwahnsinn die Stirn? Mails, die zu bearbeiten sind, bleiben in der Mailbox. Ein „Habe ich vergessen“ ist somit unmöglich. Es gibt nur zwei Arten von Mails. Wichtig oder unwichtig. Wichtige Mails werden auf dem Gruppenlaufwerk abgelegt, unwichtige Mails werden gelöscht. Ein dritter Weg, Mails als halbwichtig einzustufen und irgendwo im Outlook nachzuhalten (zu vergraben), verbietet sich. Es ist eine Frage der Disziplin, wie ich damit umgehe. Meine Logik ist, dass abends die Sent- und die Deleted-Box geleert ist. Schaffe ich das mal zwei Tage nicht, ist das bereits mein ordnungspolitischer Tod. Einziges Problem: Wie organisiert man die Nachverfolgung von Mails und Vorgängen? Meine Antwort darauf ist: Gar nicht. Ich habe mich davon gelöst, nachzuverfolgen, ob jemand seine Arbeit zeitnah, verzögert oder gar nicht erledigt. Es ist nur wichtig, die entscheidenden Mails so auf dem Gruppenlaufwerk abzulegen, dass der Vorgang bei einer Eskalation in weniges Sekunden nachvollziehbar ist.

Aber zurück zum CC. Wenn ich Person B eine Mail schreibe, aber der Meinung bin, dass Person C das wissen sollte, setze ich Person C noch lange nicht auf CC. Stattdessen leite ich die gesendete Mail an Person C weiter mit dem kurzen Slogan: fyi (for your information). Vorteil: Wenn mir Person B antwortet, ist es ausgeschlossen, dass Person B bei seiner Antwort die Person C gleich mit auf CC sitzt und somit Infos an Person C schickt, die die Person C gar nicht mehr passieren. Setzt Person A die Person C dagegen direkt auf CC, nimmt der Wahnsinn seinen Lauf. Mit jeder Antwortmail fügt der Antwortende eine weitere Person zu. Nach einer kurzen Ping-Pong-Mailtapete sind dann schon bis zu zehn Personen auf der Mailtapete. Die Chance steigt, dass die auf CC- sitzenden mit eingreifen und auch fröhlich ihre Kommentare abgeben. 80 bis 100 Mails pro Vorgang können dann schon mal vorkommen und sind dann auch der Gipfel der Ineffektivität. Der absolut negative Gipfel der Geschichte ist, wenn Menschen eine Mail schreiben und sich selbst auf CC setzen. Derjenige ist dann in der Tat der Olympiasieger in Sachen Unstrukturiertheit. Diese Menschen haben es schwer, aus der untersten Schublade wieder herauszukommen, in die ich sie in so einem Fall automatisch hineinstecke.

27.02.2020, Ein Spiel dümmer als das andere

Seit 2012 komme ich von Top Eleven nicht los. Um den einen oder anderen Bonus zu bekommen, muss ich mir regelmäßig Werbung anschauen. Da werden wirklich die allerdümmsten Spiele angepriesen. Bei dem linken Spiel soll ich auf Menschen schießen. Völlig sinnbefreit. Bei dem rechten Spiel muss ich dem anderen Ohrfeigen verpassen, bis er aus dem Ring fliegt. Ja, geht’s noch?

27.02.2020, Firewall – leicht erklärt

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Ein echter Joke, aber IT-Basis-Kenntnisse sind erwünscht, sonst kann man hier nicht schmunzeln.

27.02.2020, Microsoft Word – geschütztes Leerzeichen

Wer mit Word arbeitet und Blocksatz verwendet, der wird schon mal festgestellt haben, dass sich ein unschöner Nebeneffekt einstellt. Begrifflichkeiten, die zusammen gehören, werden – um des Blocksatzes willen – auseinander gezogen. Zwischen MAX und MUSTERMANN oder NEUMARKT und ST.VEIT ist der Zwischenraum zu groß, und das sieht irgendwie blöd aus. Die Abhilfe ist ganz einfach. Anstatt das normale Leerzeichen zu nutzen, benutzt man strg+shift+leertaste. Effekt: Word „rüttelt“ nicht mehr an dem Leerzeichen und zieht es nicht auseinander. Der Abstand ist „geschützt“. Er bleibt auch beim Blocksatz, wo die Schrift ja „auseinander“-gezogen wird, unverändert

27.02.2020, Und wieder 950.000 GBP im Anmarsch

Diesmal gibt sich der Schreiberling (laut Mail-Endung .kh aus Kambodscha) ein wenig bescheidener. Beim Umrechnen von Pfund Sterling in Euro komme ich grade noch so über die Million. Aber das ist mir zu wenig. Ich glaube, ich werde diesmal nicht antworten… Ich habe ja schon die 8.5 Mio Dollar vom letzten Mal…

From: Google Gewinner <chearavin@nbc.org.kh>
Sent: Mittwoch, 26. Februar 2020 18:36
To: Recipients <chearavin@nbc.org.kh>
Subject: Google 2020 Lotterie Gewinner

Hallo Google-Nutzer, Herzliche Glückwünsche !! Herzliche Glückwünsc`he !! Herzliche Glückwcünsche !!, Sie wurden als Gewinner ausgewählt, um 950,000.00 GBP als aktiver Nutzer in der soeben abgeschlossenen Google Online-Ziehung 2020 zu erhalten. Beantworten Sie die Details unten für weitere Informationen und Ansprüche. Ihre Gewinnzahl ist GFP/955/GPWIN/UK

  • (1) Ihre Adresse ……….
  • (2) Ihr Telefon ……..
  • (3) Ihre Nationalität ………
  • (4) Ihr voller Name ……
  • (5) Beruf ………
  • (6) Dein Geschlecht ……..
  • (7) Sprichst du Englisch?

Wir gratulieren Ihnen im Namen von Google Team. Hinweis: Dies ist das dritte Mal, dass wir versuchen, Sie zu kontaktieren. Herr Larry, Online-Director von Google, +44 (0) 207505786, +31686445100, 76 Buckingham Palace Road, WC2H 8AG London.

21.02.2020, Und wieder 8,5 Mio Dollar im Anmarsch

Für wie verblödet halten uns die Nigerianer eigentlich? Also der Begriff „Nigerianer“ steht jetzt mal stellvertretend für alle Vollpfosten, die uns täglich mit diesen lustigen Mails behelligen. Diese Nichtskönner würden sich zumindest meinen Respekt verdienen, wenn die Mail perfekt daherkommen würde, wenn man den Eindruck hätte, dass sie sich bei ihrer Betrugsmasche wenigstens Mühe geben. Aber wenn sie mir schreiben, dass ich das Geld ohne weiteren „Schluckauf“ erhalte, dann wissen wir, dass sie auch noch das mieseste Übersetzungprogramm benutzen, was unter der Sonne jemals programmiert wurde.  Hier der Text:

From: Dr. Gerhard Hänggi <domanchi@singnet.com.sg>
Sent: Donnerstag, 20. Februar 2020 10:49
To: michael.behrens@tsv-buchbach.de
Subject: Attention Funds Besitzer:

Attention Funds Besitzer:

Wir hoffen, dass diese Nachricht Wird Sie in guter Gesundheit treffen, Dieses Büro möchten Sie durch dieses Medium zu benachrichtigen, dass Ihre ausstehende Transaktion perfektioniert wurde und die Fondsfreigabe Auftrag Antrag, wie früher zu Ihren Gunsten gemacht wurde von den verschiedenen Büros verantwortlich für alle ausländischen Transaktionen für ausgehende Fonds genehmigt worden, Wir haben gute Neuigkeiten für Sie Pursuant to the fact that you have not received your over due fund global Worth Sum of 8.5 Million USD so after our meeting today with World Respected Büros in Washington DC über sicherzustellen, dass Sie Ihr Geld als rechtmäßiger Empfänger ohne weitere Schluckauf erhalten. Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass Ihr Fonds von Guaranty Financial Incorp United States genehmigt wurde, inzwischen ist Ihre Zahlung durch ONLINE BANK Überweisung durch Prudent Trust Bank an Sie zu leisten. In Anbetracht des Vorstehenden wurde eine prioritätspflichtige Zahlungsanweisung an Guaranty Financial Incorp United States erteilt, um unser Konto zu belasten und den genannten Betrag Ihrem persönlichen Konto gutzuschreiben, sobald Sie die Bank über ihre Kontaktdaten unten mit Ihren persönlichen Daten kontaktieren, nachdem Sie diese E-Mail erhalten haben, kontaktieren Sie mich bitte mit Ihren persönlichen Daten auf dieser E-Mail-hanggi1946@runbox.at.

  • Ihr voller Name:
  • Wohnadresse:
  • Telefon::
  • Staatsangehörigkeit::
  • Ihre Bankdaten ::

Wir geben Ihnen die Bank-Kontaktdaten für Sie, um sofort mit der Bank über die Art und Weise, wie Sie Ihr Geld zu erhalten beginnen. sobald wir von Ihnen hören
Dr. Gerhard Hänggi
hanggi1946@runbox.at

17.02.2020, Mailadressen

Mailadressen gibt es seit 1995. Jedenfalls habe ich mir da meine Mailadresse michael.behrens@t-online.de beschafft. Und die habe ich noch bis heute. Ich war zeitig genug dran, denn Menschen mit dem Namen Michael Behrens gibt es mehr als genug. Aber ich gebe sie natürlich nicht mehr her. Jetzt müsste man ja meinen, dass die Menschen – angesichts von 293 Milliarden verschickter Mails pro Tag – ein gewisses technisches Grundverständnis entwickelt haben müssten. Doch heute war sie wieder da, die Frage aller Fragen, wenn sich jemand eine Mailadresse notiert: Schreibt man die Mailadresse groß oder klein?

15.02.2020, Whatsapp-Nutzung

Für mich, der ich den lieben langen Tag, vor dem Laptop sitze, ist es ein Segen, dass ich Whatsapp vom Laptop aus nutzen kann. Das war eine gute Idee vom Facebook-Zuckerberg. Voraussetzung ist, dass das Mobiltelefon eingeschaltet ist und im Internet ist. Vor allem nutze ich hier auch die Wordfunktion. Für meine Fußballmannschaft schreibe ich das Verslein zunächst in Word, bringe es da in das richtige Format, kopiere es in Whatsapp und versende es. Damit umgehe ich z.B. das Return-Problem. Man möchte am im Whatsapp am Laptop einen Zeilenumbruch machen, stattdessen wird der Text – noch unfertig – schon gesendet.

26.01.2020, Phase6

Eine der sinnvollsten Apps für jung und alt ist Phase6. Ich lerne hier seit Jahren englische Vokabeln. Zunächst in kleinen, dann in immer größeren Abständen poppen die zu lernenden Vokabeln auf und man lernt sie. Weiß man eine Vokabel, rückt sie in die nächste Phase. Weiß man sie nicht, geht sie zurück in die vorherige Phase, oder je nach Einstellung, zurück in Phase 1. Ich habe die zweite Option gewählt, ich habe ja auch genug Zeit. Mich drängt ja nichts. Die Wissenschaft meint, wenn man eine Vokabel mit entsprechenden – zeitlich immer größeren Abständen lernt – und sie sechsmal gewusst hat, ist sie im Langzeitgedächtnis verankert. Trifft bei mir, auf Grund meines zunehmenden Alters (You can’t teach an old dog new tricks) leider nicht zu, weshalb ich die Software auf zehn Phasen einstellen musste. Bei Phase 8 wird sieht es dann relativ gut aus. Die Software und der wöchentlich einmal stattfindende Englisch-Unterricht in der Firma mit unserem Amerikaner Eric Blum ist eine optimale Kombination für mich. Hier der Link zum Anbieter: http://www.phase6.de. Auch genial http://www.deepl.com und http://www.dict.cc

24.01.2020, Kult

ericsson-rucksag

Meine Frau meint zwar, ich solle mich mit diesem Rucksack keinesfalls auf der Straße blicken lassen, aber für mich ist das Teil Kult, weil der Name Ericsson mit vielen schönen Erinnerungen verbunden ist. Das waren noch Zeiten. Am Montag habe ich mir eine Telefonanlage MD110 in das Auto eingeladen. Am Donnerstag war sie komplett fertig einschließlich der unterschriebenen Abnahme. Pflichtenhefte, Workshops, Milestones. Proof of Concepts – das gab es damals alles nicht. Damals war es noch digitale Telefonie. Wenn ein Endgerät nicht funktionierte, gab es drei Fehlerquellen: Das Endgerät selbst, das Leitungsnetz oder die Baugruppe. Die Fehlersuche war entsprechend einfach. Heute haben wir die SIP-Telefonie. Sie ist unaufhaltsam, aber komplex. Was früher der Haus- und Hofelektriker mal eben mitbetreute, dafür muss heute ein hochspezialisierter Techniker ran, der TCP/IP, DHCP,, 802.1x, VLANS, Routing und Switching, VMWare  und Backupmechanismen im Schlaf herunterbetet. Am Ende wird aber in den meisten Fällen ja doch nur telefoniert, genau wie früher. Nur das alles jetzt noch teurer ist. Die Idee war: Weg von proprietären Hersteller-Lösungen, hin zu offenen Standards hat bis heute dazu geführt, dass an Mitel-TK-Anlagen Mitel-Telefone betrieben werden und an Cisco-CUCM-TK-Anlagen eben halt Cisco-Telefone. Es ist so proprietär wie früher.

23.01.2020, Fake-Anrufe

Dass es so weit kommen musste. Sehe ich eine unbekannte Nummer im Display meines Mobiltelefones oder am Telefon zu Hause, nehme ich den Anruf nicht mehr an. Früher war das anders, da habe ich schon mal belustigt mit irgendwelchen Firmen diskutiert, die mir irgendwas verkaufen wollten, oder unter dem Deckmäntelchen von Umfrageinstituten anriefen. Heute ist mir das zu gefährlich. Bei der Entscheidung, ob ich einen Anruf annehme, oder nicht, kann ich mich auf meine Datenhaltung verlassen. Da ich wirklich alle meine Kontakte penibel im Outlook pflege, ist eine unbekannte Nummer dann auch wirklich unbekannt. Denn durch die fritz-fon-app sehe ich auf meinem Mobiltelefon sofort, wer mich auf dem Festnetz anruft. Erscheint keine Name zur Nummer, wird sie sofort gegoogelt. In den letzten fünf Fällen bestätigte mir das Internet stets meine Vermutung: Fake-Anruf. Wenn man dann doch mal aus Interesse so ein Telefonat annimmt, wird auf der anderen Seite einfach aufgelegt, oder besser gesagt: Das System legt auf. Was ist die Logik hinter einem solchen Anruf? Meines Erachtens gehen diese windigen Anbieter in zwei Schritten vor. Mit dem ersten Anruf wird die Erreichbarkeit der Nummer getestet. Vielleicht wird ja sogar eine Stimmerkennung durchgeführt. Meldet sich ein junger Mensch, sind die Aussichten, ihn erfolgreich zu betrügen, wohl eher gering. Meldet sich eine ältere Stimme, sind die Erfolgsaussichten besser. Der zweite Anruf, natürlich mit einer anderen, aber wiederum gefälschten, A-Rufnummer, ist dann der echte Anruf. Früher habe ich die Menschen in meiner Umgebung, die bei unbekannten Nummern nicht ans Telefon gehen, belächelt. Jetzt bin ich einer von ihnen. Dass es so weit kommen musste.

23.09.2019, Arbeitsnomade

Ich könnte von Australien aus arbeiten, die Firma würde es nicht bemerken. In Deutschland ist „von unterwegs aus arbeiten“ ungünstig. Die Mobilfunknetze sind nicht sehr gut ausgebaut. Sobald man nach Österreich kommt – flutscht es.190923-arbeitsnomade.jpg

10.07.2019, Erkenntnisgewinn?

Früher warteten wir geduldig, bis sich die Bildröhre aufgeheizt hatte, dann erfanden wir die tollsten neuen Fernseher. Heute warten wir geduldig, bis der Receiver hochgefahren ist. Was ist somit der Erkenntnisgewinn? Die Bildqualität natürlich! Ich schaue mir manchmal sogar Werbung an, weil das Bild so toll ist. Und das alles über eine 16MB-Verbindung. Jeder Bauer im Umkreis von Neumarkt hat mittlerweile eine höhere Bandbreite. Aber 16MB können durchaus genügen. Ich schaue über Magenta Fußball, Luis schaut am Laptop über Dazn auch Fußball, und die 16MB reichen völlig aus.

190710-magenta.jpg

30.07.2019, Beeindruckend

Hat nach beeindruckenden 17 Jahren seinen Dienst quittiert: Der legendäre G85. Dickes, ausdrückliches, Lob für die treuen Dienste. Der neue Drucker kommt deshalb wieder von HP und hat statt 44 Tasten nur noch eine einzige. Aber mit dieser Langlebigkeit ist wohl kaum wieder zu rechnen…

190730-g85-ade.jpg

12.02.2018, Mail-Mist

Bei Nacht und Nebel muss ich solche Textdateien – wie die hier unten angehängte – analysieren, um herauszubekommen, dass irgendso ein brasilianischer Vollpfosten in meinem Namen Spam-Mails verschickt, während in meinem Postfach die ganzen SPAM-Rückläufer aufschlagen. Und ich muss mich hier beim Provider rechtfertigen… Aber man wächst ja mit seinen Aufgaben…

Delivery has failed to these recipients or groups:
stevieboy08@hotmail.com
A communication failure occurred during the delivery of this message. Please try to resend the message later. If the problem continues, contact your email admin.

Diagnostic information for administrators:

Generating server: CO1NAM03HT233.mail.protection.outlook.com

stevieboy08@hotmail.com
Remote Server returned ‚550 5.5.0 Requested action not taken: mailbox unavailable.‘

Original message headers:

Received: from CO1NAM03FT009.eop-NAM03.prod.protection.outlook.com
(10.152.80.51) by CO1NAM03HT233.eop-NAM03.prod.protection.outlook.com
(10.152.81.71) with Microsoft SMTP Server (version=TLS1_2,
cipher=TLS_ECDHE_RSA_WITH_AES_256_CBC_SHA384_P256) id 15.20.428.12; Thu, 8
Feb 2018 15:03:54 +0000
Authentication-Results: spf=none (sender IP is 134.119.228.102)
smtp.mailfrom=tsv-neumarkt-sankt-veit.de; hotmail.com; dkim=none (message not
signed) header.d=none;hotmail.com; dmarc=none action=none
header.from=tsv-neumarkt-sankt-veit.de;
Received-SPF: None (protection.outlook.com: tsv-neumarkt-sankt-veit.de does
not designate permitted sender hosts)
Received: from smtprelay07.ispgateway.de (134.119.228.102) by
CO1NAM03FT009.mail.protection.outlook.com (10.152.80.67) with Microsoft SMTP
Server (version=TLS1_2, cipher=TLS_ECDHE_RSA_WITH_AES_256_CBC_SHA384_P384) id
15.20.485.12 via Frontend Transport; Thu, 8 Feb 2018 15:03:53 +0000
X-IncomingTopHeaderMarker: OriginalChecksum:CDEEAB9AEC2D91C7BB0A31114B8BF10C1E0314CA5FBF2E9F66599C3FDACEFF10;UpperCasedChecksum:1B5F99AD922FDB457C08CD7BC50002F02D3317B85EADE640C6772F13DABC1DB8;SizeAsReceived:824;Count:10
Received: from 177.137.6.170.net11.com.br ([177.137.6.170] helo=[127.0.0.1])
by smtprelay07.ispgateway.de with esmtpa (Exim 4.89)
(envelope-from <michael.behrens@tsv-neumarkt-sankt-veit.de>)
id 1ejnjs-0001uM-Ph; Thu, 08 Feb 2018 16:03:53 +0100
Date: Thu, 8 Feb 2018 16:03:43 +0100
Subject: Of homo-eroticism comparable to a?
Message-ID: <loilza0o70spgb905ttw4vn5.1893315265610@tsv-neumarkt-sankt-veit.de>
From: <michael.behrens@tsv-neumarkt-sankt-veit.de>
To: <pg1219@hotmail.com>
CC: <stevieboy08@hotmail.com>, <azores1972@yahoo.com>,
<victorsmenswear1@hotmail.com>, <joebill57@hotmail.com>,
<jparker@theplanet.com>, <ackland_p@mail.com>, <gnelson@sdinetworks.com>
Content-Transfer-Encoding: quoted-printable
Content-Type: text/plain; charset=“UTF-8″
X-Df-Sender: bWljaGFlbC5iZWhyZW5zQHRzdi1uZXVtYXJrdC1zYW5rdC12ZWl0LmRl
X-IncomingHeaderCount: 10
Return-Path: michael.behrens@tsv-neumarkt-sankt-veit.de
X-EOPAttributedMessage: 0
X-EOPTenantAttributedMessage: 84df9e7f-e9f6-40af-b435-aaaaaaaaaaaa:0
X-Microsoft-Exchange-Diagnostics: 1;CO1NAM03FT009;1:6O5hGi4522EYIsKSV8ILMoVah29h5UL5M2f8k+EYY41o9lRIAOeb7avWbzLt6rfDYezvqNdqRyvsKxrt6QWGccPouqw5SknarZERBCoHK4PTShcSPFPCMEdn7S1aM/OC
X-Forefront-Antispam-Report: EFV:NLI;
MIME-Version: 1.0
X-MS-PublicTrafficType: Email
X-MS-Office365-Filtering-Correlation-Id: eeb0d52a-a317-47d7-7ba8-08d56f052bac
X-Microsoft-Antispam:
BCL:0;PCL:0;RULEID:(5000109)(4604075)(4605076)(610169)(8291501071);SRVR:CO1NAM03HT233;
X-Microsoft-Exchange-Diagnostics:
1;CO1NAM03HT233;3:Oc6M9Cbo7epzC1ihvl/CU+fZzPu+39WSGFXpZdFnrmyVMYl5tQYcdOd1FoGbcOJSdYkFoPmpSkyeVnPJrjWTT548s7a/xpF1/E/rJA6zZrML69oDVZuTJ5JZNJ6Fz6E9kvmUptq7p0RgPRItaicKNGCBTRk5fZ6r9aDCQw4c9jpCtmaG+CJYh2riavUUH9FmU2xYBYyzCdl3PjdQyZmBMyAA8dZQkbDJMrLqFpxyslMZj0vga/Cul5lhMVTjgdUfz3TANQQWkzYJJfAM90VdLK/zA9xSqAI/gFeGdpg/wfFbHwin8l2UG4vou6OGfKlK;25:q2RsMDg7uNGH3wrdXxOr3C1VQdqMhufpFIBOWtknacRZEwE+VF0gZHRkfvJd+5OGQYv7eQg4NrOY4kyk9IaWNdg8aRDLSOkJi2/jmyFB/nRpJkPHNKUNp56Hx9dwFbclnIz1DlYaoqQbGeBvJdmd0Pcpvk5KrMBc4nMSI8wEEnePDyDlXPC8r+99uVcKKFHv7U6T0OrcHUmv+8OOSV5VeOpY11m2Gy5jB1v765b4rnJXde2bBIupMtjxQzNHUG6tIfUeglnm/zmB9YPjrp9KtAQvKffalO3f+V9yWPP/LUuP/yjy2wFi9OjIij6RLqD7n8eT76ZGUmONA3BL/6xTrzQxnbIBjAJKVVQsTxLsSAHGXabW3MhJNK/s9KdG2MOX
X-MS-TrafficTypeDiagnostic: CO1NAM03HT233:
X-MS-Exchange-EOPDirect: true
X-Sender-IP: 134.119.228.102
X-SID-PRA: MICHAEL.BEHRENS@TSV-NEUMARKT-SANKT-VEIT.DE
X-SID-Result: NONE

29.04.2015, Abzocke per Mail

Heute erreichte mich eine Mail, die angeblich von einem Verwandten an mich geschickt wurde mit folgendem Inhalt:

From: bernd schiefer [mailto:bernd.schiefer@gmail.com]
Sent: Mittwoch, 29. April 2015 09:46
Subject: Brauche dringend Hilfe und Beistand

lch hoffe du hast dies schnell erhalten, ich bin nach Südzypern  verreist und habe meine Tasche verloren samt Reispass und kreditkarte. Die botschaft ist bereit, mich ohne meinen Pass fliegen zu lassen. Ich muss nur noch für mein ticket und die hotelrechnungen zahlen. Leider habe ich kein Geld dabei, meine kredit karte könnte helfen aber die ist auch in der Tasche. Ich habe schon kontakt mit meiner Bank aufgenommen, aber sie brauchen mehr zeit, um mir eine neue zu schicken. Ich muss unbedingt den nächsten Flug bekommen. Ich wollte dich fragen, ob Du mir 1,250 euro so schnell wie möglich leihen kannst. Ich gebe es dir zurück sobald ich da bin. Das Geld durch Westerm Union ist die beste möglichkeit. Ich warte auf deine Antwort.

Mit freundlichen Grüßen,

Bernd.

Kommentar: Im ersten Moment dachte ich, was macht Bernd in Südzypern? Im zweiten Moment war klar: Diese Mail ist gefälscht. Rechtschreibfehler und die Dringlichkeit waren überdeutliche Zeichen für eine Fälschung. Die Mail selbst stellte dagegen keine Gefahr dar: Es gab keine Anhänge und keinen Link. Das Einzige, was mir einfiel, bevor ich die Mail in die Ablage Rund (Papierkorb) verfrachtete, war, dass ich dem Bernd antwortete, dass er sich mal seinen Laptop anschauen soll, denn da muss ein Virus drauf sein. Die Sache war für mich dann zunächst mal erledigt, kam aber wie ein Bumerang zu mir zurück. Denn im Laufe des Tages erhielt ich plötzlich Anrufe aus dem Dunstkreis meiner Verwandtschaft, die sich Sorgen machten und mich fragten, wie sich verhalten sollen und ob der Bernd nicht tatsächlich in Zypern sei und wie man ihm denn nun helfen könnte. Mir dämmerte, dass ich mich des Problems nun doch mal intensiver annehmen musste. Denn offensichtlich waren die gespeicherten Kontakte genutzt worden, um eine Massenmail zu verschicken. Wie sich gleich herausstellen sollte, griff ich das Problem zu spät auf. Als ich mir das Google-Konto von Bernd Schiefer anschaute (Passwort habe ich) stand ich zunächst vor dem Problem, dass die Sprache auf Arabisch geändert worden war. Erste Erkenntnis: Das Konto wurde gehackt. Es dauerte eine Viertelstunde, bis ich die Spracheinstellung gefunden hatte. Sorry, aber man beschäftigt sich ja nun nicht täglich mit Google-Einstellungen, zumal ich selber keinen Google-Mail-Account habe. Zum Glück – und aus mir unerfindlichen Gründen – hatten die Hacker das Passwort nicht geändert. Das hätte die Situation extrem erschwert, denn – wie sich herausstellte – war auch die Kontaktadresse – die man im Falle fehlenden Zugriffs – nutzt, beim Einrichten der Mailadresse nicht aktiviert worden. Es bleibt das Geheimnis der Hacker, warum sie darauf verzichteten, den Google-Account komplett und unwiderruflich zu übernehmen – mit noch unangenehmeren Folgen.

Die nächste Erkenntnis war dann, dass es seit der Verschickung der gefälschten Mail keine neuen Mails im Posteingang gab. Nur im Spam-Folder fanden sich Hinweise auf das Problem. Und diese Hinweise hatten es in sich. Denn tatsächlich hatte ein Empfänger – wie vom Angreifer gewünscht – reagiert und gefragt, wie er helfen kann. Der Fisch hatte angebissen und zappelte jetzt an der Angel. Der Mailverkehr, der sich jetzt zwischen Angreifer und Opfer entwickelte, und der dann tatsächlich zu einer Barzahlungsüberweisung in Höhe von 1.250 Euro plus 62,50 Gebühren führte, ist reif für eine Veröffentlichung nach dem Motto: Das kann doch alles nicht wahr sein! Hier der komplette Schriftverkehr:

From: Bernd Schiefer [mailto:bernd.schiefer@gmail.com]
Sent: Mittwoch, 29. April 2015 09:46
Subject: Brauche dringend Hilfe und Beistand

Hacker (9.46 Uhr): lch hoffe du hast dies schnell erhalten, ich bin nach Südzypern  verreist und habe meine Tasche verloren samt Reispass und kreditkarte. Die botschaft ist bereit, mich ohne meinen Pass fliegen zu lassen. Ich muss nur noch für mein ticket und die hotelrechnungen zahlen. Leider habe ich kein Geld dabei, meine kredit karte könnte helfen aber die ist auch in der Tasche. Ich habe schon kontakt mit meiner Bank aufgenommen, aber sie brauchen mehr zeit, um mir eine neue zu schicken. Ich muss unbedingt den nächsten Flug bekommen. Ich wollte dich fragen, ob Du mir 1,250 euro so schnell wie möglich leihen kannst. Ich gebe es dir zurück sobald ich da bin. Das Geld durch Westerm Union ist die beste möglichkeit. Ich warte auf deine Antwort. Mit freundlichen Grüßen, Bernd.

Kommentar: Die Mail kommt zunächst mal unverdächtig daher. Es gibt keine Anhänge und keinerlei Links. Mailserver werden keinen Hinweis auf eine Gefahr erkennen und die Mail vermutlich nicht als SPAM kennzeichnen. Damit nehmen die Hacker die erste Hürde. Die Mail enthält aber dennoch genug Hinweise auf eine Fälschung: Rechtschreibfehler, Begriffe wie „Südzypern“, die kein Deutscher benutzen würde, Betrag mit Komma statt 1000er Trennungspunkt, Zeitdruck erzeugen, usw. Dennoch findet sich ein Opfer:

Opfer (9.12 Uhr): Hallo Ihr beiden,selbstverständlich helfe ich euch gern bin eben erst in Rechner da Schwiegermutter Not-OP im KH und und. Bitte zur Geldüberweisung sofortige Knt-Nr. BLZ und und Haltet durch eure Freunde aus Niedersachsen

Kommentar: Das Helfersyndrom, das uns Deutschen von Geburt an eingepflanzt ist, hat zugeschlagen. Richtig wäre es gewesen, zunächst mal eine Kontrollfrage zurückzustellen, die nur der Eigentümer der Mailadresse wissen kann. Dann würde das Kartenhaus zusammenfallen.

Opfer (9.12 Uhr): Sorry da fällt mir noch ein wenn du dich keinesfalls ausweisen kannst bekommst du das Geld nicht.Hat Hanna ihren Ausweis??? dann müßte ich Hanna S. angeben,bitte antworte schnell weis noch nicht welche Bank das hier macht

Kommentar: Die Hacker werden sich gedacht haben. Wunderbar. Da denkt auch noch jemand mit, Klasse!

Opfer: Ja aber ich brauche deine Daten wo ich das Geld hin über weisen soll Behaltet die NERVEN Liebe Grüße Sieglinde

Kommentar: Süß, die Hacker werden sich vor Lachen auf die Schenkel geklopft haben und antworten prompt.

Hacker (10.20 Uhr):  Danke für deine Antwort. Western Union ist die beste möglichkeit um Geld zu mir zu schicken. Mit Western Union Du kannst das bei jeder Postagentur erledigen. Du wird tun, einen Transfer von 1,250 Euro auf meinen Namen. Die Informationen unten sind meine daten das Geld über western union zu übertragen. Empfänger:

Bernd Schiefer, Adresse:  77 Larnacos Av. Aglantzia Nicosia, 2102, Zypern

Ich verspreche dir dieses Geld zurückzugeben sobald ich zurück bin. Ich erwarte deine Antwort. Danke

Grüßen,

Bernd.

Kommentar: Das Deutsch wird schlechter, aber das bemerkt das Opfer nun nicht mehr.

Opfer (14.35 Uhr): Bitte ganz schnell antworten,da meine Bank die Überweisung nicht tätigt muß ich versuchen eine Bank zu finden die das Geld überweist. Du müßtest dich aber ausweisen können um Bargeld-Transfercode, ein zulösen Gruß.

Opfer (14.40 Uhr): ACHTUNG Geld eben eingezahlt da ich einen neuen Perso erhalte ist meiner nicht gültig bitte Ralf L. Hamberg 5 20000 Bochum angeben, Bartransfercode 0194203742, Bitte Info wenn ihr Geld habt, Viel Glück

Kommentar: Der Super-Gau ist eingetreten. Das Geld ist weg. Aber das weiß das Opfer natürlich noch nicht.

Hacker (15.56 Uhr): Danke für deine hilfe, ich melde mich sobald ich das Geld abgeholt habe. Grüßen, Bernd.

Kommentar: Die Hacker bleiben höflich. Man hat ja schließlich noch mehr vor.

Hacker (16.45 Uhr): Ich habe gerade das Geld abgeholt und ich wollte mich nochmal recht herzlich bei dir Bedanken. Ich komme gerade zurück vom Flughafen und ich habe einen flug fur heute nacht bekommen 22:30 Ortszeit, aber die Fluggesellschaft hat gesagt weil ich ohne Pass fliegen soll ich 1,000Euro bei mir haben falls ein Notfall passieren sollte. Wärest du evtl. in der Lage diese Summe zu schicken und wenn ja wie bald? Sag mir Bescheid ob das möglich ist . Danke. Lg. Bernd.

Kommentar: Dreist aber logisch, die Hacker legen nach! Was einmal funktioniert, funktioniert auch ein zweites Mal…

Opfer (17.03 Uhr): Du must schwindeln damit das du das Geld hast oder willst du noch einmal 62,50 Euro Gebühren zubezahlen.Gleich Antworten muß dann zur Arbeit

Kommentar: Hektik und Stress – wie immer ein schlechter Begleiter

Opfer (17.17 Uhr): Antwort was soll ich machen nochmal 1000 überweisen????

Opfer (17.30 Uhr): Da ich noch keine Antwort habe und die Bank in 30 min schließt fahre ich sofort die 1000 Euro einzahlen bis gleich zum Code

Opfer (17.34 Uhr): Komme eben von der Bank keine Internetverbindung möglich deshalb heute keine Überweisung mehr möglich.Bank hat es 4x probiert tun uns leid. Nächste Möglichkeit das Geld zu über weisen morgen,bitte gebe Bescheid Rolf bleibt am Rechner bis wir Nachricht haben.Haltet durch verliert nicht die NERVEN wir sind in Gedanken bei EUCH LG S.

Kommentar: Das Opfer hat immer noch keinen Verdacht geschöpft. Die Hacker werden sich denken: Diese dummen Deutschen! Könnten einem fast leid tun.

Hacker (17.35 Uhr): Ok, Dankeschön. Ich warte auf deine antwort.

Hacker (18.41 Uhr): Können Sie mir helfen, morgen früh das Geld zu senden? Grüßen, Bernd.

Kommentar: Die Hacker werden nachlässig und verfallen auf das höfliche „Sie“. Konnte ja auch nicht ewig so weitergehen.

Opfer (18.42 Uhr): Wie so, können Sie mir helfen??? ich bin verunsichert,schreibst du Bernd selbst oder lässt du Schreiben,bitte antworte noch mal

Kommentar: Eine erste Nachfrage kommt, aber so richtig begriffen hat das Opfer den Sachverhalt noch nicht.

Hacker (19.37 Uhr): Danke für deine Hilfe.

Opfer (19.06 Uhr): Danke für deine Hilfe was meinst du damit??? ohne Klarheit der letzten beiden  E-Mail KEIN Geld LG S

Hacker (19.13 Uhr): Kein problem, morgen früh das Geld senden. Danke.

Opfer (20.12 Uhr): Habe keinen Plan, wie soll das gehen wenn du heute 22:30 fliegen willst und wir das Geld erst morgen überweisen bis dann Rolf

Kommentar: Viel zu spät entdeckt die Opferfamilie die Widersprüche. Aber erst nach einem Anruf von mir wird ihnen das ganze Ausmaß klar. Zu spät!

Hier endet der Mailverkehr. Wenig später war ich dann mit von der Partie und habe eine Telko gemacht mit Bernd S. und seinen um 1.250 Euro ärmeren Bekannten.

Zurück zum Google-Konto: Tatsächlich nahm ich mich zunächst der Frage an: Warum kommen keine Mails mehr an? Ich kam aber selber nicht drauf, hielt das dann eher für einen Zufall, zog aber meine Frau zu Rate. Sie, die sich mit Internet eigentlich nicht so auskennt und diese Angelegenheiten grundsätzlich mir überlässt, meinte lapidar: Vielleicht sind ja die Mails umgeleitet. Respekt! Hätte ich auch selber drauf kommen können. Ich vergrub mich also erneut in die Google-Einstellungen und – tatsächlich! Alle Mails wurden umgeleitet, und dies ziemlich intelligent. Die korrekte Mailadresse lautet bernd.schiefer@gmail.com. Die Umleitungsadresse hieß bernd.schiefer@mail.com. Unterschied erkennbar? Der kleine fehlende Buchstabe „g“ ist es. Damit hatten die Angreifer eine zweite Hürde genommen. Der Mailverkehr musste nun nicht mehr über das gehackte Konto erfolgen, sondern wurde von nun an am google-Konto vorbeigeleitet, und die Antworten der Hacker erfolgten über die „neue“ Mailadresse. Die Hacker konnten nun mit der Umleitungsadresse antworten und konnten darauf vertrauen, dass die Angeschriebenen die Absende-Mailadresse für echt halten. Wer achtet schon auf den Unterschied, wenn die Sache „eilig“ ist? Logik der Angreifer ist klar: Selbst wenn dem Eigentümer des Mail-Accounts das Problem bewusst wird und das Passwort geändert wird, können die Hacker, die sich zu diesem Zeitpunkt bereits im Besitz aller Kontakte befinden, mit der neuen Adresse munter weiter agieren. Der Google-Account ist nicht mehr interessant für sie.

Eine zweite Auffälligkeit im Konto gab es: Alle gespeicherten Kontakte waren weg. Stattdessen war eine völlig fremde Kontaktliste importiert worden. Wie konnte das geschehen und warum dieser Schachzug? Wie es geschehen konnte, ist technisch klar. Google-Mail bietet zum Einen natürlich die Möglichkeit, mit wenigen Tastenklicks alle Kontakte zu löschen. Zum anderen können Kontakte natürlich auch importiert werden. Genau das war hier geschehen. Was mit dem Import bezweckt wurde, bleibt aber im Verborgenen.

Was lernen wir daraus:

  1. Passwörter müssen stark sein. Das Google-Passwort meines Bekannten Bernd S. war schwach
  2. Zwei-Faktor-Authentifizierung ist angesagt
  3. Jede Mail kritisch betrachten. Die Absenderadresse ganz genau checken. Hilfreich ist natürlich, seine Kontakte penibel zu pflegen. Wenn dann in einer ankommenden Mail eine geringfügige Abweichung ist – wie hier das „g“ von gmail, dann fällt das eher auf
  4. Niemals in Hektik geraten. Weiterhin rational denken und handeln
  5. Man muss technologisch ein wenig „dran“ bleiben, um sich nicht „kalt“ erwischen zu lassen