Umweltschutz und Gesundheit

13.11.2021, Umweltschutz? Aussichtslos. Weltklimagipfel? Ein Reinfall.

Seit 31. Oktober tagen 25.000 Delegierte aus rund 200 Staaten in Glasgow. Andere Zahlen sprechen von 22.000 Delegierten, 14.000 Beobachtern und 4.000 Journalisten. Egal, wie viele es wirklich sind: Sie diskutieren, diskutieren, und diskutieren. Sie feilschen um jeden einzelnen Satz. Eine Ernsthaftigkeit ist nicht erkennbar. Es wird nach dieser Showveranstaltung, die uns als Beruhigungspille dienen soll, rein gar nichts passieren. Ich muss mir nicht die Arbeit machen, die Abschlusserklärung zu analysieren. Es wird nichts Konkretes drinstehen. Wir müssen das Ende heute Abend nicht abwarten.

Auch die Umweltbilanz allein dieser Veranstaltung wollen wir nicht wirklich sehen. Diesen Weltklimagipfel gibt es jedes Jahr und alle weltweiten Kennzahlen in Sachen Umweltverschmutzung werden schlechter und schlechter.

Derweil wird Greta Thunberg immer wieder durch sogenannte Brandbriefe attackiert. Die Argumente ähneln sich. Greta würde zum Beispiel eine Generation von Jugendlichen vertreten, die doch selbst mit ihrer Lebensweise für einen Grad der Umweltverschmutzung sorgen, den es früher – also in unserer Jugend – nicht gab. Smartphones spätestens ab elf Jahren, Tablets, Playstations, E-Bikes, Urlaubsreisen mit dem Flieger. Wochenendkurzreisen, halbe Stunde Duschen am Tag, Klamotten nicht einmal ein Jahr tragen, den Schrank voller Sneakers. Das sind die Vorwürfe gegen die Generation Greta.

Aus meiner Sicht hat es wenig Sinn, dass sich die Generationen gegenseitig beschuldigen. Jeder hat seine eigenen Argumente, warum grade er die Umweltkatastrophen nicht zu verantworten hat. Wenn ich so auf mein Leben blicke, dann würde ich mir eine gewissen Bescheidenheit bescheinigen wollen: Ich mache es an einigen Beispielen fest. In meiner Jugend fuhr ich zwei Fahrräder, keines davon neu. Meinen ersten neuen Fernseher leistete ich mir mit 30. Bis dahin hatten wir zwei gebrauchte Autos, die wir bis zur Schrottreife fuhren.

Fazit: In der Jugend und als junge Erwachsene war absolute Bescheidenheit angesagt. Da haben wir der Umweltverschmutzung eher keinen Vortrieb geleistet. Aber jetzt kommt der entscheidende Punkt: Wir haben nicht freiwillig weniger konsumiert. Viel mehr waren es einfach die bescheidenen finanziellen Umstände, die ein ausschweifenderes Leben gar nicht zuließen. Deshalb können wir unsere eigene frühere Lebensweise nicht mit der der heutigen Jugend vergleichen. Das wäre unfair.

Blicke ich auf mein jetziges Leben, dann gibt es Licht und Schatten. Nicht rauchen, kein Alkohol trinken, sich vegetarisch ernähren, Homeoffice seit Menschengedenken (anstatt als Lenkraddreher täglich nach Ismaning zu fahren), das sind Merkmale des Verzichtes. Aber das ansonsten bequeme Leben als Apple-Jünger, mit dem täglich geheizten Kachelofen in der Wohnstumbe, mit vielen, vielen Urlauben in den letzten 30 Jahren – das ist natürlich die Kehrseite der Medaille.  

Fazt: Wir haben diese Welt schon alle gemeinsam versaut. Also zunächst jeder für sich, mit seiner Lebensweise und seinem Konsum, aber insgesamt dann doch gemeinsam. Wir können uns nicht aus der Affäre ziehen, in dem wir mit dem Finger auf andere schauen.

Die Rauchentwicklung am Rottweg – hier offensichtlich auf Grund einer sich im Betrieb befindlichen E-Zigarette – hat mich überhaupt zum heutigen Beitrag inspiriert. Sowohl hinsichtlich des Gesundsheit- wie des Umweltschutzes lehne ich das Rauchen in jeder Form ab.

03.08.2021, Presseschau: Weltraumtourismus. Fluch oder Segen?

Prof. Dr. Ing Albert S. aus Bruckmühl veranschaulichte in seinem ovb-Leserbrief am Samstag ziemlich klar, welchen technischen Sinn und welche Auswirkungen es hat, wenn sich Milliardäre an den Rand unserer Atmosphäre schießen lassen. Aus seiner Sicht: Gar keinen. Um die Sache in einen ethischen Zusammenhang zu bringen, fiel aber nur das Wort Dekadenz. Das ist ein einfaches Abstempeln eines relativ komplexen Sachverhaltes, zumal der Begriff Dekadenz dehnbar ist wie ein Kaugummi und sich aus jedem Blickwinkel anders darstellt. Wer Weltraumtourismus kritisiert, macht den dritten Schritt vor dem ersten. Denn der zweite Schritt in diesem Szenario ist der weltweite Massentourismus, der angeprangert gehört. Und konsequenterweise müsste man sich jetzt als ersten Schritt in die Vergangenheit beamen lassen, um ein ernstes Wort mit Otto Lilienthal zu sprechen und um ihm zu erklären, dass die Erfindung seines Fluggerätes im 21. Jahrhundert zu einem Massentourismus ungeahnten Ausmaßes mit höchst negativen Auswirkungen auf unser Klima führen wird. Auf unserer Zeitreise könnten wir Carl Benz besuchen und ihn bitten, von der Erfindung seines Patentwagens, der für einen damaligen Pferdekutscher sicherlich die Ausgeburt an Dekadenz war, Abstand zu nehmen, weil in den nächsten knappen 140 Jahren zig Billionen Liter verbrannter Treibstoff für eine grenzenlose Umweltverschmutzung sorgen. Was ich damit sagen will: Warum sollen der Tourismus und die Mobilität ausgerechnet vor dem Weltall Halt machen? Im Gegenteil: Die Entwicklung von Technologien, die es uns erlauben, bemannt in ferne Galaxien vorzudringen, ist bei der Schnelligkeit, die wir bei der Zerstörung unseres Planeten an den Tag legen, von höchster Wichtigkeit. Wer glaubt denn ernsthaft, dass sich unsere Erde in 100 Jahren noch vernünftig bewohnen lässt? Wenn der letzte Granitblock aus dem Böhmerwald herausgelöst ist, der letzte Baum umgehauen, der letzte Tropfen sauberes Wasser verbraucht ist und das letzte Gramm Kobold von Kinderhänden aus afrikanischen Minen herausgekratzt wurde, muss die Technologie – mit oder ohne den Bezos/Branson-Milliarden – fertig sein, die es den nachfolgenden Generationen erlaubt, im All alternativen Lebensraum zu finden. Wer sich jetzt denkt, dass das doch Hirngespinste sind, der sei an den Hauptbevollmächtigten des US-Patentamtes Charles H. Duell erinnert, der 1899 meinte, dass alles was erfunden werden kann, bereits erfunden worden sei. Think big.

01.08.2021, Das Schicksal der Welt ist besiegelt

Wie hieß es nach der verheerenden Flutkatastrophe vor drei Wochen? Die Politik muss jetzt Antworten finden. Wenn ich das Bild mit den Hinterlassenschaften meiner Mitmenschen betrachte, braucht es keine Antwort mehr. Es ist eine mathematische Gewissheit, dass alle Bemühungen, den künstlich produzierten Klimawandel und die Erderwärmung aufzuhalten, vergebens sind und Umweltschutz mit Füßen getreten wird. Es fehlt an den Basics. Dies sah auch der G20-Umweltgipfel so, der sich nur darauf einigen konnte festzustellen, dass man sich auch nichts einigen kann.

Dabei wäre alles so einfach, wenn wir folgende Produkte aus unserem Leben streichen würden:

  • 345 Millionen Tonnen weltweit produziertes Fleisch (das aus niederen Beweggründen verspeist  wird)
  • 190 Milliarden Liter Bier im Jahre 2019 (das aus niederen Beweggründen getrunken wird)
  • 5,4 Billionen gerauchte Zigaretten (die aus mir völlig unverständlichen Gründen konsumiert werden)

Wieviele Zigarettenstummel werden achtlos weggeworfen und verunstalten unseren Planeten? Wieviel sauberes Trinkwasser muss verbraucht werden, um Bier und Fleisch herzustellen? Wieviele Menschen sterben jämmerlich jedes Jahr durch das Rauchen? Wir betrachten hier nur drei Themen, bei denen dem einzelnen Menschen bei entsprechendem Verzicht noch nicht einmal Schmerzen entstehen, weder körperlich noch finanziell. Über die wirklichen Beeinträchtigungen, die in Zukunft nötig sein werden, um irgendwelche Klimaziele zu erreichen, sprechen wir hier noch nicht einmal. Hier eine Ansammlung von notwendigen Maßnahmen, die auf uns zukommen müssten:

  • Verdreifachung der Lebensmittelpreise (20 Millionen Tonnen Lebensmittel landen allein in Deutschland jedes Jahr auf dem Müll)
  • Verdreifachung der Energiepreise wie Öl und Strom
  • Einführung von Umweltsteuern, z.B. einer Plastiksteuer
  • Einführung einer Elektroniksteuer, die uns und auch Firmen durch empfindlich höhere Preise dazu animiert, technisches Equipment in Haushalten und Firmen wesentlich länger zu nutzen
  • Verdreifachung von Flugpreisen
  • Einführung von Luxussteuern auf all das, was die Welt nicht wirklich braucht, also den ganzen Wohlstandsmüll, den wir uns leisten. Ich denke an Yachten, Motorräder, Plastikspielzeug, Silvesterböller (die wir gleich ganz verbieten sollten)
  • Kreuzfahrten müssen sich extrem verteuern, weil blanker Luxus
  • Tempolimit von 160 auf deutschen Autobahnen

Die Aufzählung müssten wir um viele Dinge erweitern, wenn wir den Planeten retten wollen. Was davon wird nach der nächsten Bundestagswahl umgesetzt? Nichts. Warum nicht? Weil sich die Menschen auf diesem Weg nicht mitnehmen lassen.

15.07.2021, Hochwasserkatastrophe in Deutschland

Umweltschutz wird auf die lange Bank geschoben – Hochwasserkatastrophen in immer kürzeren Abständen

Technisch gesehen ist klar, dass man sich gegen solche Starkregenereignisse, wie sie gestern und heute in Teilen Deutschlands passiert sind, nicht schützen kann. Kein noch so hoher, investierter Millionenbetrag hätte den Ort Schuld an der Ahr im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz heute retten können. Dort schlängelt sich die Ahr im 270-Grad-Bogen um den Ort herum. Das viele Wasser nahm eine Abkürzung und alles mit sich, was sich bewegen ließ. Und das war praktisch alles. Und weil die Wassermassen schließlich irgendwo hinmüssen, kann man das Problem maximal flussabwärts (und ein Fluss oder Bach ist immer im Spiel) verschieben. Beispiel Dresden und seine Elbe: Der dortige Hochwasserschutz ist vorbildlich. Nur verlagert sich das Problem nach dem Sankt-Florians-Prinzip flussabwärts nach Magdeburg. Wenn man überhaupt korrekt über Hochwasserschutz nachdenkt, dann muss man bei der Bebauung beginnen. Ehrlicherweise müsste man den Menschen in Schuld signalisieren, dass der Wiederaufbau ihres Ortes nicht viel Sinn hat. Insgesamt muss sich die Bebauung von Bächen und Flüssen wegbewegen.

Weil wir jeglichen Klimaschutz vor uns herschieben, werden diese Katastrophen wiederkommen. Und dies in immer kürzeren Abständen. Bleiben wir bei dem Bebauungsproblem und münzen das auf unser Neumarkt-Sankt Veit um. Mein Eindruck ist, dass es viele leerstehende Häuser gibt. Dazu gesellt sich die Entwicklung „Eine Person, ein Haus“, auf das unsere Bibel (ISEK) schon im Jahr 2017 aufmerksam machte. Schon damals waren nach einer Erhebung 88 Adressen ausgemacht worden, wo in einer Wohnung bzw. in einem ganzen Haus nur eine Person angemeldet war. Jetzt – vier Jahre weiter – dürften es noch mehr sein. Dazu kommt die hohe Fallzahl der Menschen im Alter zwischen 45 und 64. Das ist genau die Generation, deren Kinder zunehmend das Haus verlassen. Die Quote der Einfamilienhäuser ist bei uns ansehnlich hoch. Zu dem „Eine Person, ein Haus“-Effekt kommen also auch noch nicht wenige großzügig geschnittene Häuser dazu, in denen nur noch zwei Personen leben. Jetzt freue ich mich natürlich über jedes Rentnerehepaar, das bei guter Gesundheit in den eigenen vier Wänden seinen verdienten Ruhestand genießt. Die Frage bleibt aber, ob die genutzten Wohnflächen gesamtgesellschaftlich gesehen nicht zu großzügig sind und nicht mehr in die heutige Zeit passen. In meinen Augen müsste ein Umdenken her. Man sollte wieder ein wenig näher zusammenrücken. Der Übergang der Nutzung von Eigenheimen von der alten zur jungen Generation müsste wieder fließend geschehen. Dass Häuser zunächst von vier bis fünf Personen (Eltern+Kinder) und „am Ende“ dann nur noch von einer Person bewohnt werden – bevor dann ganz die Lichter ausgehen – ist nicht mehr zeitgemäß. Zwar ist Eigentum ein hohes Gut und eigentlich unantastbar, doch würde eine Luxus-Steuer wegen fehlender Bewohnungsdichte sicherlich einen gewissen Effekt zeigen. Kritiker werden entgegenhalten, dass die Eigentümer mit allen Tricks arbeiten würden, um die Anzahl der angemeldeten Personen künstlich hochzuhalten. Und ich möchte auch nicht gleich von einer gesellschaftspolitischen Ächtung von Wohn-Tempeln und -Palästen sprechen, aber eine gewisse Signalwirkung ist notwendig, um den wohlhabenden Menschen klarzumachen, dass übermäßig große Häuser nicht mehr zeitgemäß sind. Dann ließe sich so manche Flächenversiegelung und mancher Flächenfraß verhindern. Es wäre ein Anfang, ein kleines Mosaiksteinchen für praktizierten Umweltschutz.

06.01.2021, Schweinemast im Landkreis Mühldorf

Eigentlich hatte ich entschieden, auf den ovb-Lokalseitenbericht vom 23.12.2020 nicht zu reagieren. Dort hatte ein anonym auftretender Schweinemäster – im Landkreis Mühldorf gibt es 90 davon – seine Existenzsorgen mit uns geteilt. Als Vegetarier, der diese Tiererzeugungs- und Tierermordungsindustrie vollständig ablehnt, habe ich den Bericht über Ertragseinbußen relativ emotionslos gelesen, so ganz nach dem Motto: Selber schuld, wenn er seinen Lebensunterhalt ausgerechnet in einer Branche verdienen möchte, wo ein nicht kleiner Teil der Verbraucher sein verpacktes Billigfleisch aus dem Supermarkt holt, um es dann auf seinen 1000 Euro teuren Luxus-Grill zu legen.

Was mich in dem Bericht störte, war die Aussage, er wolle anonym bleiben, weil er befürchte, von Menschen mit „falschen Tierschutzvorstellungen angegangen“ zu werden. Der Bericht ließ uns allein mit der Frage, was aus Sicht eines Schweinemästers aus dem Landkreis Mühldorf eine richtige und was eine falsche Tierschutzvorstellung ist. Seltsamerweise kamen gestern auf unserem Lieblingssender Deutschlandfunk Nova und im Fernsehen zwei weitere Berichte zum gleichen Thema. Es sind immer Wellenbewegungen, mit der die Skandale öffentlich gemacht werden. Dann schläft alles wieder ein. Die Abstände zwischen den Berichten sind dann auch entsprechend groß, damit der Verbraucher die gesehenen Bilder auch ja wieder vergisst und in die alten Verbrauchermuster zurückfällt.

Der Bericht im Fernsehen kam jetzt aber auch nicht so spät, dass er von der fleischessenden Bevölkerung einfach übersehen werden konnte. 40 von 50 Millionen Schweinen jedes Jahr, die in konventioneller Haltung erzeugt werden, tragen „Liegeschäden“ davon. Schöner Begriff. Beim Menschen würde man von Erkrankungen sprechen, der Händler bei elektronischem Equipment von „B-Ware“. Bei der Schweinemast wird bei der Haltung darüber hinaus von mehreren Stufen gesprochen. Stufe 1 sind 0,9qm, Stufe 2 sind 1,0qm und Stufe 3 sind 1,1qm zur Verfügung stehende Fläche pro Schwein. Sehr generös, wirklich. Wenn es um den Bau unserer eigenen Häuser geht, haben wir ein durchaus anderes Verständnis von Raum bzw. Fläche.

Man versteckt dieses Stufensystem hinter so schönen Begrifflichkeiten wie „Tierwohlstufen“ und „Stallhaltung plus“. Wenn den eingepferchten Schweinen die Beschäftigung fehlt, beißen sie sich gegenseitig die Ringelschwänze ab. Profunde Lösung: Sie werden ihnen sicherheitshalber schon vorher abgeschnitten. Man nennt das „Kupieren“. Klingt auf jeden Fall besser als „Abschneiden“, ist aber das Gleiche. Diese Form der Haltung geht als „Stallhaltung plus“ in die Geschichte ein. Das „Plus“ steht dann für Kupieren „plus“ einem Holzstück für die Beschäftigung der Tiere.

Das Thema zeigt die miesen Seiten der Globalisierung. Deutschland kann nicht einfach einen eigenen Weg gehen. Deutschland muss sich im weltweiten Wettbewerb behaupten. Ein unlösbares Dilemma. Gar keine gute Figur macht hier unsere Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, die – politiküblich – Gesetzesänderungen lieber auf die lange Bank schiebt, obwohl das Oberverwaltungsgericht Magdeburg schon 2015 die Kastenhaltung von Sauen, die bei einer solchen Haltungsform zur Bewegungslosigkeit verurteilt sind, als illegal einstufte. Weitere acht Jahre hätte man den Schweinemästern diese Haltungsform noch zugestehen wollen. Der Gesetzesantrag scheiterte zum Glück an den Bundesländern mit grüner Beteiligung, scheinbar leider aber nicht an unserer bayrischen CSU.

Der deutsche Ethikrat, gegründet 2008 als Nachfolger des Nationalen Ethikrates und mit 24 Mitgliedern besetzt, hat auf seiner Homepage eine Stellungnahme zum Thema „Tierwohlachtung – Zum verantwortlichen Umgang mit Nutztieren“ veröffentlicht. Mehr als diesen Lesestoff brauchen jene, die am Sachverhalt immer noch zweifeln, nicht, um eine sofortige Lebensentscheidung hinsichtlich einer vegetarischen Lebensweise zu treffen.

27.08.2020, Der Planet ist verloren III

Seine Grundaussage „Ohne Verzichtskultur wird es nicht gehen“ ist absolut korrekt. Bei Minute 10.50 spricht einer meiner beiden Lieblingsphilosophen (der andere ist Teil der Familie) zudem die Begrifflichkeit aus, die ich schon seit Jahren sonntags früh am Frühstückstisch predige, und für die ich immer stark belächelt werde, nämlich die, dass es zumindest temporäre „umwelt-diktatorische Vollmachten“ braucht, um die Welt in eine bessere Richtung zu lenken. Mit den Parteiensystemen der demokratischen Länder in Europa und den USA wird die Welt untergehen, mit solchen Systemen, wie wir sie in Russland, China und anderen politischen Diktaturen haben, sowieso. So lange in den zivilisierten Ländern dem Wirtschaftswachstum alles andere untergeordnet wird, werden die Pole schmelzen, die Meeresspiegel ansteigen, Dürre und damit Hunger sich ausbreiten, sich dadurch die Migrationsbewegungen verstärken und der Planet vernichtet. Das ist eine mathematische Gewissheit. Und der Bundestag beschäftigt sich allen Ernstes damit, wie zur Verkleinerung des Bundestages drei Überhangmandate abgeschafft werden.

27.08.2020, Der Planet ist verloren II

Im Urlaub dachte ich mir: Ups, jede Menge Harleys, ein halbes Dutzend junger Schweizer macht einen Ausflug. Aber weit gefehlt. Alle Fahrer und Fahrerinnen waren schwer ergraut und mindestens 55 und älter. Das scheint mir ein Trend zu sein. Für mich ist das: Purer Luxus. Da ich nicht glaube, dass sich unser Planet Luxus in dieser Form noch leisten kann, bin ich für die Einführung einer weltweit geltenden empfindlichen Luxussteuer.

In Neumarkt die gleiche Situation. Sitze ich bei meinem grünen Entspannungstee auf dem Stadtplatz und denke mir: Wie quälen sich denn hier zwei Motorradfahrer von ihren Böcken? Als sie die Helme abnahmen, sah ich, dass es ein Pärchen war, beide definitiv über 70. Irritiert bestellte ich mir noch einen grünen Tee und radelte anschließend heim.

27.08.2020, Der Planet ist verloren I

Schon bei der Paketannahme an der Haustür dachte ich mir: Da schickt mir jemand ein leeres Paket, so federleicht war es. Es war dann aber doch etwas drin: Ein neuer Akku (das kleine Rote im Bild), 100g Gewicht. Der Rest auf dem Bild ist Verpackung. Ich weiß nicht, was die Menschen in den Warenzentren der Onlinehändler bewegt, derart über das Ziel hinauszuschießen. Ich hätte den Akku in einen dicken Briefumschlag gesteckt, das hätte gereicht. Schließlich handelt es sich hier nicht um eine besonders schützenswerte Leiterplatte, sondern „nur“ um einen Akku, der auch einmal einen Druck oder Stoß verträgt. Ich denke, so können wir die Welt nicht retten. Das Bild ist ein Paradebeispiel dafür, dass der kühne Spruch „Am deutschen Wesen soll die Welt genesen“ (Emanuel Geibel, 1861) blanker Hohn ist. Es ist aussichtslos, Begründung: Völlige Verblödung.

23.08.2020, Wann kommt das Werbeverbot?

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Interessant zu sehen, wie die Hersteller dieser Produkte ihrer Aufklärungspflicht nachkommen. Es genügt der einfache Satz: „Dieses Produkt ist nicht risikofrei“.

Das wäre ungefähr so, wie wenn die Hebamme der Gebärenden in den Muttermund schaut und dem Baby zuruft: Überlege dir genau, was du jetzt tust, denn das Leben ist nicht frei von Risiken. Das Baby ruft zurück: Welche Risiken denn? Hebamme: Ich bin gesetzlich nicht verpflichtet, dir das zu sagen.

Die Frage lautet, warum man Lebensmittel mittels einer Lebensmittel-Ampel in fünf Farben unterscheiden will, während man bei Tabakprodukten die Sache mit einem Satz mit fünf Wörtern abtun kann. Aber bei der Recherche was „Iqos“ eigentlich ist, nämlich ein Tabakerhitzer und keine e-Zigarette, habe ich direkt auf der Herstellerseite den link gefunden, der allen hilft, von der Zigarette loszukommmen: https://www.rauchfrei-info.de/

08.07.2020, Bolsonaro an Covid-19 erkrankt

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Der brasilianische Präsident fiel in der letzten Zeit eigentlich nur durch zwei Sachen auf: Seine Regenwaldvernichtungspolitik und seine ignorante Haltung zum Corona-Virus. Jetzt hat es ihn selber erwischt. Man ist geneigt, in blanke Schadenfreude zu verfallen. Aber in Sachen Wälder muss sich Europa auch an die eigene Nase fassen. Der Holzeinschlag in Europa nimmt zu. Unsere Gier nach Zellstoff ist unersättlich. Allein bei Amazon bestellt jeder Deutsche jährlich über 20 Sendungen, insgesamt wurden im Jahr 2019 über drei Milliarden Pakete an uns Privatkonsumenten verschickt. Kein Wunder, dass waldreiche Länder wie Polen und Finnland fleißig abholzen. Experten sagen zwar, dass die Wälder es hergeben, aber das gleiche könnte – wegen der riesigen Flächen – auch Bolsonaro für Brasilien behaupten. Käme er nach Oberbayern, könnte er beim Anblick der riesigen Maisfelder fragen: Wo ist euer Wald geblieben? Wir würden antworten: Wir haben immer noch genug. Darauf er: Wir auch.

Häme verbietet sich für unsereins sowieso, denn Bolsonaro ist gesundheitlich angeschlagen. Im September 2018 rammte ihm bei einer Kundgebung im Süden Brasiliens jemand ein Messer in den Bauch. Das wünscht man seinem ärgsten Feind nicht.

Wer etwas tun möchte für die Regenwälder, der klickt einfach auf das Bild und trägt sich in den Boykottaufruf ein. Ob dies den brasilianischen Trump beeindruckt? Egal. Brennende Regenwälder im Amazonas-Gebiet? Der blanke Horror. Der totale Wahnsinn.

Bildquelle: https://aktion.campact.de/

29.04.2020, Endlich Regen

Der Planet hatte wieder einmal Erbarmen. Es regnet. Wenn ich der Planet wäre, würde ich anders reagieren und uns leiden lassen, so wie wir unsere Erde leiden lassen. Es ist eh ein Wunder, dass die Natur immer noch halbwegs funktioniert. Nach jedem Winter denke ich mir: Hoffentlich haben die Laubbäume auch dieses Frühjahr wieder beschlossen, zu ergrünen. Hoffentlich gibt es auch dieses Jahr wieder genug Bienen, damit es Blumen und Früchte gibt. Hoffentlich gibt es auch dieses Jahr wieder genug Regenwürmer, damit die Vögel überleben und sich fortpflanzen können. Dass dies alles trotz unserer Zerstörungswut noch funktioniert, ist ein Wunder. Eigentlich müsste der Planet alles tun, um uns schnellstmöglich loszuwerden. Denn jedes Jahrhundert, dass es uns noch gibt, bedeutet für die Erde, dass sie anschließend 50 Millionen Jahre benötigen wird, um sich von uns zu erholen. Existieren wir noch dreihundert Jahre, dauert es entsprechend 150 Millionen Jahre. Da die Sonne noch mehrere Milliarden Jahre scheinen wird, wird sich dieser Planet immer wieder neu aufstellen. Wir sind hier nur eine temporäre Randerscheinung.

05.04.2020, Trampelpfade

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Trampelpfad oder drei Meter Umweg? Die meisten Menschen werden wohl die „Diretissima“ wählen. Für uns ging es mit den Rädern natürlich rechtsherum.

05.04.2020, Baumfällungen

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Beim Radlausflug heute, aber auch bei unseren regelmäßigen Spaziergängen, fällt auf, dass es um unseren Wald nicht zum Besten steht. Die Wälder sind voller umgestürzter Bäume und voller Geäst. Ich dachte immer, umgefallene Bäume müssen sofort entfernt werden, um dem Borkenkäfer keine Chance zu lassen. Aber scheinbar ist es besser, Teile des Waldes gleich ganz zu roden. Man könnte dann aber wenigstens den Wald auch wieder aufforsten. Aber das sieht man selten, die Flächen bleiben kahl wie eine Mondlandschaft. Wenn es aber dann um das Holzaufschichten geht, hat alles wieder seine deutsche Ordnung.

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25.01.2020, Umweltverschmutzung

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Rauchen ist tödlich. Als dies der Raucher gelesen hat, ist ihm vor Schreck die Schachtel aus der Hand gefallen. Vorher hat er sie aber noch im Affekt zerknüllt. Ist ja auch ein zähes Dasein: Da macht man sich absichtlich krank und muss diesen Umstand dann ständig verdrängen. Dann stinkt man abartig aus dem Mund, und dann muss man aus seinem umweltbewussten E-Auto heraus zwanghaft die Kippen und die Schachtel entsorgen. Und dann muss jeder Raucher mit der Erkenntnis klarkommen, dass er für die Rettung des Planeten ein Komplettausfall ist. Denn wer nicht bei sich selbst anfangen und für seine eigene Gesundheit sorgen kann, der kann auch seinen Blick nicht auf das Große und Ganze lenken. Der kann zur Gesundung des Planeten nichts tun. Jetzt kann man natürlich sagen, dass nicht jeder Raucher so verblödet ist, den nächsten Mülleimer nicht finden zu können. Ich habe schon Raucher gesehen, die hatten eine kleine Metallbox dabei, wo ihre Asche und die Kippen drin verschwanden. Das finde ich fair (die Luftverschmutzung muss man dann noch mal extra bewerten). Besonders viele Neumarkter scheinen aber nicht zu dieser Kategorie zu gehören. Als ich heute aus der Stadt nach Hause spazierte, habe ich mal den Blick nach unten gerichtet und nach  Zigarettenkippen gesucht. Aller zwei Meter findet sich so ein ekliges Teil auf dem Gehweg bzw. am Straßenrand.

25.01.2019, Vegane Ernährung

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Bei meinem heutigen Spaziergang habe ich dieses schöne Plakat an der Litfaßsäule gesehen. Ich bin jetzt zwar „nur“ Vegetarier und halte vegane Ernährung für mich persönlich nicht machbar, aber das Jahr 2041 hat mich zum Nachdenken gebracht. Da bin ich in einem Alter, wo man durchaus schon mal auf dem Sterbebett liegen könnte. Der Planet wird dann so richtig kaputt sein, und wenn dann meine Enkel an meinem Sterbebett stehen und mich fragen: „Opa, alter Gesell, was hast du denn persönlich getan, um die Erde zu retten“, dann möchte ich etwas vorweisen. Ich halte vegetarische Ernährung für den Schlüssel zur Rettung dieser Welt.

12.01.2020, CO2-Diskussion

Da geht es heiß her – bei der Diskussion ums Klima. Was hat Sinn, was hat keinen Sinn? Die Diskussion ist total überhitzt. Wenn Australien brennt oder auf Hawai ein Vulkan hochgeht, dann ist die CO2-Diskussion in Deutschland vermutlich hinfällig. Dennoch müssen wir alle etwas tun. Jeder Einzelne. Meine Theorie ist, dass eine weltweite vegetarische Ernährungweise bereits genügen würde, den Planet Erde zu retten. Deshalb bin ich seit 25 Jahren Vegetarier. Nichts spricht dagegen, sich vegetarisch zu ernähren. Es schmerzt nicht, es kostet nichts, ich bemerke keine gesundheitlichen Nachteile. Alle großen Philosophen dieser Welt blasen ins gleiche Horn. Es ist so einfach.

12.01.2020, Ewiges Wachstum

Der größte Fehler des „Kaptitalismus“ ist der Zwang zum ewigen Wachstum. Das macht den Planeten kaputt. Von dieser „wir wachsen und wachsen und wachsen“-Theorie müssten wir uns eigentlich umgehend verabschieden. Leider haben Politik und Wirtschaft keine anderen Ideen, als ständig wachsen zu wollen. Das ist traurig. Das geht zu Lasten der Ressourcen unseres Planeten. Da kann man die Greta als Klima-Göhre bezeichnen, wie man will. Es muss sich etwas ändern.

04.08.2019, Bergisch Gladbach, Schildgen: Stofftasche statt Papiertüte

Was nutzt uns die Diskussion um die Klimaerwârmung, wenn wir nicht bei uns selbst beginnen? Die Menschen in ihrer Gleichgültigkeit können nicht die einfachsten Dinge umsetzen. Beispiel Bäcker: Vor mir fünf Leute, hinter mir fünf Leute. Ich war der Einzige, der eine Stofftasche dabei hatte. Ergebnis: Innerhalb von zehn Minuten gingen mindestens zehn Papiertüten über die Ladentheke. Lebensdauer jeder Papiertüte: 15 Minuten. Wenn wir als Einzelne schon nicht an den großen Rädchen drehen können – sind es dann nicht die kleinen Dinge, an denen wir arbeiten sollten? Oder bin ich derjenige, der hier falsch denkt?

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