Vermischtes

03.08.2021, Geniale Reaktionen eines Photoshop-Experten

13.05.2021, Rauchmelder – alles Schrott, oder was?

Unglaublich, dass ich jetzt schon stundenlang nach einem optimalen Rauchmeldersystem googele und zu keinem Ergebnis komme. Dabei sind meine Ansprüche wahrlich nicht hochgesteckt. Folgende Features sollte ein System mitbringen, dass bei uns ins Haus darf:

  • eine einzige Batterie, von mir aus 9V, aber auf jeden Fall auswechselbar und nicht fest verbaut
  • Z-Wave-Protokoll, oder aber eine vergleichbare Logik, um die Dinger in ein Smarthome-System zu integrieren
  • Steuerbar über eine iPhone-App
  • Möglichst wenig Fehlalarme
  • Und jetzt kommt das Wichtigste: Bei Fehlalarmen müssen sich alle Rauchmelder per App ausschalten lassen können. Die Nutzung eines Besenstiels oder das Beschaffen einer Leiter kann nicht die Lösung sein.

Zu Punkt 1 (Batterie): Vergleicht man die Rauchmelder-Tests im Internet, fällt auf, dass fast alle Testsieger fest eingebaute Batterien haben. Für mich ist das absolut inakzeptabel. „Erwischt“ man ein Gerät mit einer schwachen Batterie, kann man den Rauchmelder nach einigen Wochen direkt wieder als Elektroschrott nach Nigeria schicken. Ich verstehe die Tester hier in keinster Weise.

zu Punkt 2 (Vernetzung): Auch hier gibt es keine Einheitlichkeit. Erst dachte ich, das Z-Wave-Protokoll sei das non-plus-ultra. Aber auf diesem Markt der intelligenten Home-Vernetzung tummeln sich so einige großkalibrige Anbieter. Es mischen z.B. mit: Die Telekom, Apple, Bosch und Devolo. Wofür soll man sich entscheiden, wenn der Tag lang ist, aber die Gesetzespflicht Ottonormalbürger zum Handeln zwingt? Manche Rauchmelder haben WLAN, was mir persönlich gefallen würde. Aber die Vernetzbarkeit ist Nebensache. Die Funktionen müssen gegeben sein

zu Punkt 3 (App-Unterstützung): App-Unterstützung haben fast alle Produkte. Aber auch hier liegt der Teufel im Detail. Bei Bosch und Devolo braucht man ein zentrales Gateway für die Ansteuerung. Dieses Produkt gibt somit die Protokolle vor und bestimmt somit auch den Rauchmeldertyp. Hier kommt zum Beispiel die Fritzbox mit ins Spiel, die eine Smarthome-Funktionalität und einiges zu bieten hat, wie man in diesem Video sehen kann: https://www.youtube.com/watch?v=Y0jX_WgIebQ

zu Punkt 4 (Fehlalarme): Da überschlagen sich die Bewertungen im Internet. Es gibt kaum ein smartes Produkt, das nicht zu Fehlarmen neigt. Selbst Testsieger werden durch entsprechende Kommentare in Grund und Boden bewertet.

zu Punkt 5 (Abschaltung von Fehlarmen per App): Diesem extrem wichtigen Punkt wird bei den Tests und auch auf anderen Seiten im Internet kaum Bedeutung beigemessen. Es gibt zum Beispiel die Seite www.rauchmelder.de, aber diese Seite kann man komplett vergessen. Hier hätte der private Betreiber aus Wandlitz so richtig über sich hinauswachsen können, er bleibt aber oberflächlich und untechnisch. Auch andere Seiten bleiben bei ihren Beschreibungen vage. Der einzige Rauchmelder, der scheinbar tatsächlich diese gewünschte Funktion hat, ist ein Telekom-Produkt. Aber dazu musste man die zunächst widersprüchlichen Foren-Beiträge bis zum Ende lesen. Am Ende klang das immer noch nicht überzeugend. Die Diskussion wegen dieser Funktion ist immer die gleiche: Ein Abschalten eines Alarmes über die App wiederspräche dem Sinn eines Rauchmelders. Ich bin anderer Meinung und stelle mir folgenden Fall vor: Nachts um 0300 startet ein Rauchmelder einen Alarm (egal ob echter Alarm oder Fehlalarm). Schon der erste Rauchmelder ist so laut, dass die ganze Familie aus dem Schlaf gerissen wird. Jetzt überträgt sich dieser Alarm automatisch auf alle anderen Rauchmelder im Haus. Fünf oder Sechs Rauchmelder pfeifen uns jetzt beständig mit 85db in die Ohren. Wäre es jetzt nicht logisch, mit einem Tastendruck im Mobiltelefon zunächst einmal für Ruhe zu sorgen, damit man konzentriert die Ursache des Alarmes suchen kann und nicht halb wahnsinnig wird? Ich finde ja.

Insgesamt werden ausgerechnet Rauchmelder, die beim Ranking der Tester ganz oben zu sehen sind, im Internet regelrecht zerrissen. Die besten Rauchmelder gehen gewissermaßen in Rauch auf. Ich habe im Internet keine Seite gefunden, die mir eine fundierte und vertrauenswürdige Kaufempfehlung unterbreitet hätte. Mein Favorit war eigentlich fibaro, aber auch da fallen Kommentare so vernichtend aus, dass ich prompt davor zurückschreckte, den Kauf-Button zu betätigen. Ich muss somit weiter recherchieren, was mich nervt, aber auch neue Horizonte eröffnet. Bisher zögerte ich bei dem Begriff Smarthome, weil ich die Technologie mehr oder weniger mit ungeliebter Kabelverlegung in Zusammenhang brachte. Schön langsam wächst aber die Erkenntnis, was mit Smarthome möglich ist. Steckdosenleisten und Licht können „smart“ geschaltet werden. Und plötzlich findet man sich auf youtube wieder und schaut sich an, wie man Rollläden auf elektrisch umbaut und per App bedient. Oder man lernt die Möglichkeiten kennen, sein Haus mittels Fenster- und Türkontakten zu sichern und per App zu administrieren. Fazit: Smarthome ist die Zukunft. Wer ein wenig innovativ ist, kommt an der Technologie nicht vorbei. Und es ist kein Hexenwerk. Das alles hilft mir aber bei meiner Kaufentscheidung bezüglich der Rauchmelder nicht weiter. Was nehme ich denn nun?  

24.01.2021, Burnout, Part II

Hatte ich im Teil Eins meiner Betrachtung zum Thema Burnout aufgezeigt, welche Mittel und Wege ich nicht für tauglich halte, Burnout zu verhindern, gehen wir heute in die Analyse, wie einem der Burnout schleichend auf den Pelz rückt. Die größte Gefahr, an Burnout zu erkranken, ist die Kombination aus Arbeitslast, unstrukturierter Arbeitsweise und Unterbezahlung. Weil es bei dieser Kombination meistens so ist, dass sich der Arbeitsumfang nicht einfach reduzieren lässt, muss für das Seelenheil zumindest eine bessere Bezahlung angepeilt werden. Das nächste Problem sind zeitliche Zwänge. Wer also permanent eine überlaufende Inbox und durch seine Jobbeschreibung z.B. auch noch echte Kundenkontakte hat, der gerät in höchste Not. Man dreht zwei Stunden am Lenkrad und hat keine Chance, die Mails abzuarbeiten. Dann ist man im Kundengespräch und die Mails kommen weiterhin. Dann fährt man wieder heim und die Mailschwemme wird immer bedrohlicher. Zu Hause ist man völlig ausgepumpt und muss die Mails ignorieren und Feierabend machen. Eine Familie gibt es  schließlich auch noch. Der nächste Tag beginnt mit der Erkenntnis, dass man mit der Mailbearbeitung einen Tag im Rückstand ist. Hinzu gesellen sich die aktuell einlaufenden Mails und so ganz nebenbei natürlich die Aufarbeitung des Kundenebsuchs vom Vortag. Der Druck wird stärker. Es kommen friendly reminder, die zunehmend weniger freundlich formuliert werden. Es genügt, wenn Person C die Person B fragt, wie der Status einer bestimmten Angelegenheit ist und Person B antwortet mit „ich habe von Person A noch keine Antwort“, wobei Person A auf cc steht. Die Verteiler werden größer. In den Tag mischen sich ad-hoc-Eskalationen. Telcos werden anberaumt, und wieder kann man keine Mails bearbeiten. Am nächsten Tag stellt man fest, dass man nun faktisch schon zwei Tage im Rückstand ist. Die Spirale der Gewalt dreht sich schneller und schneller. Unterschwellig klingt jetzt der Vorwurf mit, nicht performant genug zu sein, bzw. unzuverlässig. Jetzt beginnt die Qualität der eigenen Arbeit zu sinken. Mails „rutschen“ durch, teilweise ignoriert man sie. Nur, wenn man sehr gut bezahlt wird, ist man bereit, die Arbeitszeit auf die Abendstunden beziehungsweise auf das Wochenende auszudehnen oder sogar den Laptop in den Urlaub mitzunehmen. Denn wer hat schon Bock, zwei Wochen in Italien in dem Wissen am Strand zu sitzen, dass nach dem Urlaub am ersten Arbeitstag 300 Mails in der Inbox warten. Es nutzt somit nichts, eine Scheiß-Egal-Stimmung zu entwickeln. Denn das ist nur eine oberflächliche Lösung für ein Problem, das zunehmend als gordischer Knoten wahrgenommen wird. Wenn beispielsweise eine Ausschreibung mit einem fixen Abgabedatum auf dem Tisch liegt, ist es Essig mit „Ist mir doch egal“ oder der Idee, Dienst nach Vorschrift zu leisten.

Im Teil III werden wir uns damit befassen, wie eine strikte Arbeitsweise bei der Gefahrenabwehr hilft. Stay tuned.

24.12.2020, Burnout, Part I

Mit der Begrifflichkeit Burnout wenden wir uns heute einem Trend-Thema zu. Als jemand, der besonders in diesem Herbst latent und täglich gefühlsmäßig am Burnout knapp vorbeigeschrammt ist, kann ich sicherlich den einen oder anderen Tipp geben. Beginnen wir doch einfach mit Statements als Sammelsurium meiner Erfahrungen, also aufgemerkt und Achtung:

  1. Burnout lässt sich nicht verhindern, indem man Privat und Dienstlich trennt
  2. Burnout lässt sich nicht verhindern, indem man Dienst nach Vorschrift macht
  3. Burnout lässt sich nicht verhindern, indem man um 1700 den Laptop ausschaltet und die Firma bis zum nächsten Tag um 0800 sich selbst überlässt
  4. Burnout lässt sich nicht verhindern, indem man von 0800 bis 1700 für die Firma da ist, und alle privaten Dinge ignoriert
  5. Burnout lässt sich nicht verhindern, indem man Aufgaben ignoriert
  6. Burnout lässt sich nicht verhindern, indem man Aufgaben priorisiert
  7. Burnout lässt sich nicht verhindern, wenn man aus Zeitgründen Aufgaben mit geringerer Qualität ausführt
  8. Burnout lässt sich nicht verhindern, wenn man im Urlaub „total“ abschaltet

Gemerkt? Ich verwende das Wort „Arbeit“ absichtlich nicht. Mein verkürzter – und zugegeben: gewagter – Umkehrschluss lautet somit, dass man Burnout genau dann bekommt, wenn man meint, genau das Gegenteil meiner angegebenen Punkte umzusetzen. Das widerspricht sicherlich allen Experten-Empfehlungen. Dennoch bleibe ich dabei und werde das hier auch noch detailliert begründen. Aber ein Statement ist glasklar. Mein persönlicher Schlüssel, Burnout zu verhindern, heißt: 100%ig strukturierte Vorgehensweise, nicht selten zur Verwunderung meines Umfeldes, aber komplett dem Eigenschutz geschuldet. Stay tuned.

Das Bild zeigt die leere Inbox meines Outlooks. Diesen Zustand erreiche ich nur einmal im Jahr – zu Weihnachten. Bei mir war das gestern um 2245 der Fall. Postwendend konnte ich heute früh zwei Stunden länger schlafen.

19.12.2020, „Wenn man sich mag, dann duzt man sich, das sollten Sie wissen“

Auf Grund der Internationalität vieler Firmen nimmt das Duzen in den Firmen zu. Die Argumente sind immer die Gleichen: Duzen ist Teil der Unternehmenskultur, stärkt das Wir-Gefühl und den Teamgeist. Und im Englischen gibt es ja auch keinen Unterschied. Ich bin und bleibe hier ein Bedenkenträger. Mit dem „du“ hat man keinerlei Chance, einen Konflikt zu lösen, der sich zwischen Mitarbeitern verschiedener Hierarchieebenen abspielt. Das höfliche „Sie“ bewahrt eine für mich wichtige Distanz, was auch zu einer automatisch anderen Wortwahl führt und damit Respekt und Höflichkeit ausdrückt. Ich bevorzuge deshalb – insgeheim, jedoch nicht auslebbar – das „Sie“, auch auf die Gefahr hin, als ewig Gestriger zu gelten. Knigge sieht es übrigens genauso: „Jede volljährige Person hat nach allgemeiner Auffassung ein Recht darauf, mit Sie angesprochen zu werden.“. Das du wird als Ausnahme verstanden. Erschwerend kommt in Zeiten von Homeoffice noch hinzu, dass man in Duz-Firmen Menschen duzt, denen man noch nie persönlich begegnet ist, deren Namen noch nicht einmal geläufig sind. Der erste Kontakt kommt in dieser Logik zustande: „Hallo, ich bin der und der, kannst du für mich ein Problem lösen?“ Klar kann ich.

12.12.2020, Der Timbuktu-Witz

Ein Geistlicher und ein australischer Schafhirte treten bei einem Quiz gegeneinander an. Nach Ablauf der regulären Fragerunde steht es unentschieden, und der Moderator der Sendung stellt die Stichfrage, die da lautet: Schaffen Sie es, innerhalb von 5 Minuten einen Vers auf das Wort „Timbuktu“ zu reimen?

Die beiden Kandidaten ziehen sich zurück. Nach 5 Minuten tritt der Geistliche vor das Publikum und stellt sein Werk vor: „I was a father all my life, I had no children, had no wife, I read the bible through and through on my way to Timbuktu…“ Das Publikum ist begeistert und wähnt den Kirchenmann bereits als den sicheren Sieger.

Doch da tritt der australische Schafhirte vor und dichtet: „When Tim and I to Brisbane went, we met three ladies cheap to rent. They were three and we were two, so I booked one and Tim booked two…“

29.11.2020, Ja, ist denn schon wieder Weihnachten?

Hier die Sendetermine für den schönsten Weihnachtsfilm des 20. und 21. Jahrhunderts. Drei mal muss man ihn gesehen haben, dann kann Weihnachten kommen.

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Letztes Jahr entschieden für uns für die richtig teure Variante. Warum kostenlos vor dem Fernseher sitzen, wenn man 73 Euro dafür ausgeben kann? Wir fuhren zum Gasteig nach München, und es war richtig schön:

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29.10.2020, Kontrollspaziergang durch Mühldorf

Letztens in Mühldorf…

K800_201025 01 mühldorfDeutsche Sprache, schwere Sprache. Finde den Fehler. Ich hätte mich geweigert, dieses Schild zu montieren, in Sichtweise des Landratsamtes…

K800_201025 02 mühldorf Blindenführhunde dürfen ohne Leine geführt werden. Ist das Sinn der Sache? Vielleicht waren sich die Schildermacher tatsächlich der Tatsache bewusst, dass Blindenführhunde nicht an einer Leine geführt werden, sondern an einem Bügel, damit sie jede Bewegung des Herrchens/Frauchens besser spüren.

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K800_201025 05 mühldorfDa kommt es wieder durch, das besondere, typisch deutsche Satzschlusszeichen: Das Ausrufezeichen. Ich würde es glattweg wieder abschaffen, wenn ich denn etwas zu sagen hätte. Oder besser: Ich hätte es nie erfunden. Aber wenn man es dann schon benutzt – um sich als Wichtigtuer wichtig zu machen -,  dann orthografisch richtig, denn zwischen dem letzten Buchstaben und dem Ausrufezeichen setzt man kein Leerzeichen. Was ich da schon habe an Überzeugungsarbeit leisten müssen…

K800_201025 08 mühldorfWas ist noch langweiliger als Angeln? Beim Angeln zuschauen. Weiter geht’s.

K800_201025 09 mühldorfDer Herbst kommt mit seinen typischen Farben daher.

K800_201025 10 mühldorfUnd aus diesem schönen Haus kommt tatsächlich Wasser raus.

K800_201025 11 mühldorfWeiter geht es durch den deutschen Schilderwald. Was dieses Schild wohl in seiner Gesundheit beeinträchtigt haben mag? Wahrscheinlich das fehlende Ausrufezeichen am Ende des zweiten Satz.

201025-luxusbusDieser 7Sternler von Concorde wirft unweigerlich die Frage auf, ob es sich um Luxus handelt, der eigentlich nicht mehr in diese Welt passt. Man ist geneigt, diese Frage mit einem deutlichen Ja zu beantworten. Wie könnte man in einer Demokratie einen solchen Luxus unterbinden? Die einfache Antwort ist: Gar nicht. Es scheitert ganz einfach an der Definition des Begriffes Luxus. Es gibt keine vernünftige Trennlinie zwischen „kein Luxus“ und „Luxus“.  Vielleicht verdient der Eigentümer mit dem Bus seinen Lebensunterhalt, spart sich bei seinen Reisen die Hotelaufenthalte, ist überaus erfolgreich und hat es sich letztlich verdient, einen solchen Bus zu besitzen? Vielleicht tickt er ganz anders, als wir denken und führt seine umweltpolitische Gesamtbilanz ins Felde? Er ernährt sich vegetarisch, trägt seine Klamotten, bis sie auseinanderfallen, spendet 250.000 Euro pro Jahr nach Afrika, engagiert sich ehrenamtlich. Fazit: Ganz so einfach ist die Sache nicht.

K800_201025 03 mühldorfDieses Schild ist ein Wohltat. Nüchterner Sachverhalt anstatt Heldenverehrung. Wobei ich nicht weiß, warum hier nur an die bayrischen, österreichischen und französischen Soldaten gedacht wird. Ich weiß auch bis heute nicht, was Napoleon dazumals veranlasste, Europa jahrelang mit Krieg zu überziehen, um dann in Russland unterzugehen. Hätte auch Hitler draufkommen können, dass man gegen Russland keinen Krieg gewinnen kann. Aber nein. Da zettelt der Idiot einen Weltkrieg an. Jeder Krieg auf dieser Welt ist einer zu viel. Diese Verschwendung von Ressourcen durch sinnlose Zerstörung, wo doch sämtliche Rohstoffe auf dieser Welt endlich sind – unfassbar dumm.

K800_201025 16 mühldorf Hier hat sich ein Christbaumverkäufer schon vorzeitig ein besonderes Fleckchen Erde mitten in Mühldorf gesichert, um vor Weihnachten seine Christbäume zu verkaufen.

K800_201025 14 mühldorfJa, ist denn schon wieder Weihnachten? Nach einem schönen Spaziergang empfinde  ich es als einen gewissen Luxus, einfach in ein Café einzuschwenken, um etwas zu essen und zu trinken und zudem nicht darauf achten zu müssen, ob die Rechnung 15, 20, 30 oder 50 Euro hoch ist. Bis zu einem gewissen Grade nicht mehr auf das Geld achten zu müssen, ist durchaus befriedigend. Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang an das Frühjahr 1989, unserer Anfangszeit in Bayern. Bekannte fuhren mit einem neuen, weinroten Opel Vectra vor, der etwas über 20.000 DM kostete. Meine Frau und ich – wir schauten uns an, und ich stellte die Frage, ob wir uns je so ein Auto werden leisten können. In tiefster Überzeugung waren wir damals der Meinung: Das ist ein unerreichbares Ziel. Was für eine Fehleinschätzung.

18.10.2020, Ist die Zeit für Ansichtskarten aus dem Urlaub abgelaufen? Nicht ganz.

In den Zeiten der sozialen Medien scheint es völlig out zu sein, noch Ansichtskarten aus dem Urlaub zu schreiben. Karte beschaffen, mit den üblichen Standardsätzen versehen, Briefmarke beschaffen. Ärgerlich, wenn es zu den Ansichtskarten dann nicht im gleichen Laden auch die Briefmarken dazu gab. Dann hinein in den Briefkasten und man kann sich bei Auslandsurlauben sicher sein, dass die Karte später beim Empfänger in Deutschland ankommt, als man selbst. Diese Logik praktizierten wir ein letztes Mal 2012, bei unserer Kreuzfahrt an der Westküste von Chile nach San Franzisko (hier ein Bild aus Coquimbo in Chile).

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Wir wollten auch ganz sicher sein und schmissen die Karten nicht etwa in irgendwelche windigen Briefkästen ein, sondern gaben sie auf dem Schiff ab, mit dem traurigen Ergebnis, dass von den ungefähr 25 abgeschickten Karten und den somit investierten 50 Dollar eine einzige Karte in Deutschland ankam. Das war das letzte Mal in unserem Leben, dass wir auf diese Art und Weise Karten verschickt haben. Seitdem sind wir auf elektronische erstellte und damit individuell gestaltete Ansichtskarten umgestiegen. Wir entschieden uns für Aldi-Foto und sind bis heute dabei geblieben. Man könnte die Software sicherlich intelligenter gestalten, aber Evi ist Expertin und kommt mit den begrenzten Möglichkeiten aus. Sie erledigt das mit dem iPad. Sie lädt eigene Fotos online in die Software, gestaltet die Ansichtskarte selbst, schreibt den Text am iPad, gibt die Adresse ein und fertig ist die Ansichtskarte, die dann von Aldi irgendwo in Deutschland mit einer Maschine ausgedruckt und somit innerhalb von Deutschland verschickt wird und zwar mit dem schönen Ergebnis, dass die Karten immer ankommen (und zwar eher als wir selbst), zudem leserlich sind und – besonders bei den älteren Herrschaften in unserer Verwandtschaft – große Freude auslösen. So eine Karte kostete bis vor kurzem 1,49 Euro, in der Zwischenzeit sind die Preise aber leicht erhöht worden. So schaut dann ein Exemplar aus, wenn es angekommen ist:

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19.07.2020, Carcassonne

Es gibt die französischen Stadt Carcassone, die man sich in seinem Leben tatsächlich einmal angeschaut haben sollte. Hier ein Bild aus 2011, wo wir – von einem Spanien-Urlaub zurückkommend – in Carcassonne eine Zwischenstation einlegten. Wir wurden von dem Ambiente nicht enttäuscht.

110906-carcassonne-tinyEs gibt auch das gleichnamige Gesellschaftsspiel Carcassone. Hier geht es nicht ganz so emotional zur Sache wie z.B. beim Siedeln. Fünf Minuten vor Schluss war mit der Sieg mit den roten Steinen nicht mehr zu nehmen. Der Rest war Formsache, Schaulaufen…

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18.07.2020, Der Thermomix zeigt menschliche Züge

Kaum ein anderes Wohnungsinventar spaltet die Menschen so, wie der Thermomix. Die einen bezeichnen ihn als völlig überteuertes und nutzloses Marmeladenkochgerät, die anderen können ohne ihn nicht leben. Wir gehören zu den anderen. Jetzt ist das Gerät aber doch schon in die Hundejahre kommen. Demnach ist er jetzt 98 Jahre alt (14×7). Ab und an zeigt er einen gewissen Altersstarrsinn. Schon eine leichte Feuchtigkeit – und er ist drei Tage lang beleidigt. Dann wird bei uns zunächst die Schuldfrage untersucht. Natürlich will es niemand gewesen sein. Wer würde schon freiwillig zugeben, den Thermomix auf dem Gewissen zu haben. Dann beginnt die quälende Phase des Wartens. Und siehe da: Nach spätestens drei Tagen tut er es wieder. Man hört aus dem Brummen eine gewisse Grießgrämigkeit heraus, aber das muss man ihm nachsehen. Er ist halt schon alt. Ich weiß, wie das ist – das Älterwerden.

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Baujahr 2006 und aus dem Haushalt nicht wegzudenken

01.06.2020, Verpackungskünstler Christo gestorben

1995 hat sich Deutschland fast zu Tode diskutiert, ob man es zulassen könne, dass der in Bulgarien geborene Christo den Reichstag verhüllen darf, oder nicht. Am Ende war es die stärkste Marketing-Aktion, die Berlin je erlebt hat. Jetzt ist Christo in New York im Alter von 84 Jahren gestorben.

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22.05.2020, Tipp für eine Radltour – Entlang am Inn von Grießstätt nach Rosenheim

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Man fahre mit dem Auto und den Rädern die B15 von Haag nach Rosenheim. Man biege links nach Vogtareuth ab und parke kurz vor dem Inn rechts auf dem kleinen Parkplatz. Und schon kann es losgehen…200522-non-e-biker

…natürlich „driven by pure brawn“, womit man auf einer gewöhnlichen Radltour nicht mehr zur Mehrheit gehört. 17km geht es am Inn entlang Richtung Rosenheim. Direkt am Eingang von Rosenheim ist der Mangfallpark. Dort geht es über die Innbrücke und wieder zurück. Sowohl links als auch rechts des Inns gibt es genügend Einkehrmöglichkeiten. Die Tour schaut auf der Landkarte total einfach aus. Es hat aber Sinn, auf seinem Mobiltelefon als Routenplaner die App Komoot zu nutzen. Man weiß nicht nur in jedem Moment, wo man ist und wo es lang geht, sondern die Tour ist auch auf allen Mobiltelefonen der Mitradelnden synchronisiert. Ist der Akku eines Mobiltelefones platt (wie bei uns passiert, denn scheinbar zieht die App ordentlich Power), nimmt man das nächste Mobiltelefon. Es gibt nichts Besseres. Wir waren von 1100 bis 1600 unterwegs, dies aber ganz gemütlich und mit einem ausgedehnten Mittagstisch beim Boadwirt (selbstverständlich mit Maske und mit Angabe der Personalien). Bis auf zwei Anstiege ist alles „brettl“-eben. Kleinen Kindern sollte man beim Radfahren als Eltern sehr gut vertrauen. Man fährt einige Kilometer direkt auf einer Böschung am Inn entlang, hinter der Staustufe. Zwei Sekunden Unaufmerksamkeit und… man radelt die Böschung hinunter direkt in den Inn. Und der könnte – weil angestaut – schon einen Meter vom Ufer entfernt, erschreckend tief sein. Da gluckert man tatsächlich ab, wenn man nicht aufpasst. Wenn ich es mir recht überlege, haben wir tatsächlich keine Kinder gesehen – außer in den Fahrrad-Anhängern drin. Mit Rennrädern kann man die Tour nicht durchführen, weil man die meiste Zeit auf ungeteerten Wegen unterwegs ist. Im Inn sollte man wohl eher nicht baden. Aber am Rande der Strecke gibt es Badeseen, wie z.B. den Ausee und den Waldsee. Es war eine richtige schöne etwa 40km lange Tour, in einer richtig schönen Landschaft, bei bestem Wetter.

16.05.2020, Buchtipp für Kinder und Erwachsene

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Ich präsentiere mein Lieblingsbuch aus meiner Kindheit. Das Original ist abhanden gekommen. Jedoch konnte ich es vor ein paar Jahren neu bestellen. Da waren mir die zwanzig Euro egal. Die gebunden Ausgabe vom 1.1.1963 kostet bei amazon übrigens 599 Euro. Ich dachte ich sehe falsch. Ich hätte besser aufpassen sollen.

Ich kann das Buch nicht lückenlos und komplett aufsagen, aber die ersten Zeilen werde ich selbst dann noch vorsagen können, wenn mich Alzheimer in der schlimmsten Form erwischt:

Es gibt ein heißes fernes Land, das hat man Afrika genannt. Drin lebten Tiere groß und klein, und alle wollten glücklich sein. In einer Höhle hauste dort, dankbar für diesen Zufluchtsort, einst auch ein Häschen, gut und still, ein Tier, dass keinem Böses will. Doch von der Höhle gar nicht weit, trieb sich herum zur selben Zeit, die Raupe Großmaul und von ihr, hat Schlimmes man berichtet mir…

Jedenfalls hat dieses Buch eine Fähigkeit in mir „geweckt“, bzw. mir zu einer Fähigkeit verholfen: Dem Reimen. Man gebe mir ein Thema, drei vier Details dazu und fertig ist ein kleines Gedicht. Bei allen Familienfeiern der letzten dreißig Jahre war ich zur Stelle.

Beim Reimen kommen zwei Dinge zusammen: Das viele Lesen in der Kindheit und ein ausgezeichneter Deutschunterricht von der ersten bis zur sechsten Klasse, von dem nicht nur ich bis heute partizipiere. Wenn ich mich in den sozialen Medien mit ehemaligen Schulkameraden austausche, dann spüre ich förmlich dieses eingeimpfte saubere Deutsch unserer Lehrerin Marion Gärtner aus Freiberg.

11.05.2020, Witz: Drei US-Präsidenten bei Gott

George W. Bush, Barak Obama und Donald Trump sind gestorben, kommen im Himmel an und treten vor ihren Schöpfer, der sie befragt.

Gott: George, an was glaubst du?

Bush: Ich glaube an Amerika, an ein starkes Militär und an den Dollar.

Gott: Gut, Nimm Platz zu meiner Linken: Barak, an was glaubst du?

Obama: Ich glaube an die Gerechtigkeit, die Freiheit und an die Menschlichkeit.

Gott: Gut, nimm Platz zu meiner Rechten: Donald, was glaubst du?

Trump: Ich glaube, du sitzt auf meinem Stuhl.

11.05.2020, Witz: Zwiegespräch zwischen zwei Fußballern

Christiano Ronaldo: Gott hat mich auf die Erde geschickt, um den Menschen zu zeigen, wie man Fußball spielt.
Thomas Müller: Ich habe niemanden geschickt!